Eine Umfrage spricht Bände

Pflegekräfte wollen Komplementärmedizin

Eine Umfrage spricht Bände
© Pixabay

von Conny Dollbaum-Paulsen

Pflegekräfte, also examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und Pflegehelfer*innen, gehören per Definition nicht zu den ganzheitlich arbeitenden Berufen. Sie sind Teil des Gesundheitssystems, das auf naturwissenschaftlich begründeter, sog. Evidenzbasierter Medizin beruht.

Aber natürlich haben Pflegekräfte eine Meinung zu Homöopathie und Co und die ist, wie in der Bevölkerung auch, divers; eine im Mai durchgeführte Umfrage von Medwing, einem Job- und Karriereportal für Gesundheitsberufe zeigt, dass der größere Teil komplementärmedizinischen Maßnahmen gegenüber aufgeschlossen ist.

Bundesweit wurden Pflegekräfte zu ihrer Haltung bezüglich der Komplementärmedizin befragt – und siehe da: mehr als die Hälfte sind nicht nur überzeugt von der Wirksamkeit, sondern empfehlen regelmäßig naturheilkundliche Ergänzungsmaßnahmen.

Pflegekräfte empfehlen ganzheitliche Verfahren

So machten 56 % der Befragten die Patient*innen regelmäßig auf zusätzliche naturheilkundliche Verfahren aufmerksam – ob Akupunktur, Homöopathie, Yoga, Meditation oder Bachblüten: die Liste der empfohlenen Maßnahmen ist lang. Obwohl Pflegekräfte in ihren Ausbildungen nichts darüber lernen, wie Komplementärmedizin und Schulmedizin sinnvoll, nützlich, preiswert und zum Wohl der zu Pflegenden miteinander kombiniert werden könnten, setzen sie Naturheilkunde und Co begleitend ein. Naturwissenschaftlich geschult wie sie sind, legen sie Erfahrung und Patientenzufriedenheit zugrunde und empfehlen sich am offiziellen System vorbei das, was ihrer Meinung nach helfen könnte.

Da stellt sich doch die Frage, warum es nicht selbstverständlich ist, dieses Wissen bereits in die Ausbildung der Pflegeberufe zu integrieren, damit es nicht von persönlichen Vorlieben abhängig ist, was empfohlen wird, sondern sichergestellt wird, dass fundiertes Wissen aus dem Bereich der Komplementärmedizin bei Bedarf (Patient*innenwille geht immer vor!!!) mit einfließen kann?

Und wie wäre es, in jeder Einrichtung auch ein Team von Heilpraktiker*innen, Schaman*innen und Osteopath*innen am Start zu haben, wie es in den USA schon üblich ist?

Mehr zur Umfrage und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen unter:
https://medwing.com/DE/de/magazine/artikel/pflegepersonal-alternativmedizin-umfrage/

Zum Glück wird an immer mehr Universitäten dazu geforscht, so dass in vielleicht nicht allzu ferner Zukunft ein komplementärmedizinischer Ansatz nicht nur Zufall, sondern Normalität in allen Einrichtungen sein kann.

Die Carstens-Stiftung widemt sich dem Thema seit vielen Jahren und veröffentlicht regelmäßig Informationen zu kompelemtärmedizinischen Forschungen und Projekten:
https://www.carstens-stiftung.de/index.html

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