Veganer Käsekuchen für goldene Herbsttage

Käsekuchen vegan

Veganer Käsekuchen für goldene Herbsttage
© Pixabay

von Martina Seifert, Texterin, Lektorin, Yogalehrerin

Käsekuchen vegan. Schmeckt das? Und ob! Verfeinert mit Seidentofu und Jogurt, dazu ein wenig Obst und eine goldene Milch - und schon erstrahlen selbst noch so graue Tage in goldenem Licht.

Als Kind ließ ich mich von dem Namen täuschen, konnte mir nicht vorstellen, dass Käsekuchen schmeckt. Dass der gelb leuchtende Kuchen entgegen seinem Namen nichts mit Käse im eigentlichen Sinne zu tun hat, wollte ich nicht glauben. Bis meine Mutter mich beim Backen zuschauen ließ und eines Besseren belehrte: Sie verwendete ausschließlich Zutaten wie Eier, Milch, Zucker und Quark.

Käsekuchen bei den alten Römern

Bereits zur Römerzeit wurde eine Art Käsekuchen aus Sauerrahm beziehungsweise Quark gebacken. Das älteste in einem Kochbuch erwähnte Rezept stammt aus dem 14. Jahrhundert von einem französischen Koch. Die Zubereitung von Käsekuchen unterscheidet sich je nach Land und Tradition. Hierzulande und in der Schweiz besteht der Boden des Käsekuchens meist aus Mürbeteig, manchmal auch aus Hefeteig. Dagegen wird der Boden des amerikanischen Cheesecake aus Keks-Krümeln oder aus einem Biskuitteig mit Butter hergestellt.

Cheescake versus Käsekuchen

Cheesecake ist allerdings nicht gleich Cheesecake und schon lange kein Käsekuchen, denn American Cheescake wird nicht mit einer Quarkfüllung gebacken, sondern mit Frischkäse. In den USA wird unterschieden zwischen American Cheesecake und New York Cheesecake. Doch auch in Bayern wird Käsekuchen traditionell mit Frischkäse oder Schichtkäse zubereitet.

Zur Verfeinerung: Obst, Rosinen oder Streusel

Käsekuchen kann aber auch ganz ohne Boden gebacken werden – für mich undenkbar, denn der Boden schmeckt mir am besten. Zur Verfeinerung des Kuchens wird dem Teig oftmals Obst beigemischt wie Himbeeren, Blaubeeren oder Mandarinen. Auch kann der fertig gebackene Käsekuchen mit Fruchtmus bestrichen oder mit einer fruchtigen Obstsauce übergossen werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. In Schlesien und Umgebung kommen Streusel auf den Kuchen und in Österreich wird der Teig mit Rosinen angereichert und die Oberfläche mit Puderzucker bestäubt.

Beim Käsekuchen mit Boden kommt zuerst der Teig in die Form. Danach wird die Quark-Masse darüber gegeben. Anschließend kommt der Kuchen in den Backofen. Bei einem Käsekuchen ohne Boden wird die Quark-Masse mit Weizengrieß vermengt und in die Kuchenform gegeben.

Käsekuchen vegan

Neben traditionellen Käsekuchen gibt es diverse Abwandlungen. Aber geht Käsekuchen auch vegan? Sicher! Ich bevorzuge eine Kombination aus traditionellem Käsekuchen, wie er hierzulande gebacken wird, und New York Cheesecake mit einem Boden aus Mürbeteig und einer Füllung aus Jogurt und Seidentofu. Für diese leckere Variante benötigen Sie inklusive Vorbereitungszeit eine knappe Stunde.

Zubereitung mit Zutaten

Für eine Springform mit 20 cm Durchmesser benötige ich folgende Zutaten:

Teig

    • 125 g Dinkelmehl Typ 630 (oder eine glutenfreie Mehlmischung)
    • 50 g vegane Butter oder Margarine
    • ½ TL veganes Weinstein-Backpulver
    • 25 g Apfel-, Birnen- oder Rübendicksaft
    • 1 – 1 ½ EL Wasser

Füllung

    • 250 g pflanzlicher Jogurt
    • 200 g Seidentofu
    • 60 g vegane Butter oder Margarine
    • 40 g Maisstärke
    • 80 g Apfel-, Birnen-, oder Rübendicksaft
    • TL gemahlene Bourbon Vanille
    • 1 EL Zitronensaft
    • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Zunächst wird der Backofen auf 175 Grad vorgeheizt und die Springform mit etwas Kokosöl eingefettet. Danach werden alle Zutaten für den Mürbeteig zu einem gleichmäßigen, leicht krümeligen Teig verarbeitet. Wenn der Teig noch zu krümelig sein sollte, mische ich ein wenig Wasser bei. Anschließend wird der Teig auf dem Boden und an den Rändern der Springform verteilt und in den Kühlschrank gestellt.

Für die Füllung werden die angegebenen Zutaten mit einem Handrührgerät zu einer gleichmäßigen Creme verrührt, zuerst die vegane Butter bzw. Margarine mit dem gewünschten Dicksaft und dann die weiteren Zutaten hinzufügen. Je nach Gusto kann noch etwas mehr Dicksaft dazugegeben werden. Anschließend wird die Füllung auf den Mürbeteig in die Springform gefüllt und auf mittlerer Schiene 35 bis 40 Minuten im Backofen gebacken. Sobald die Füllung am Rand goldbraun geworden ist, kann der Kuchen aus dem Ofen genommen werden. Kurz abkühlen lassen und selbstgemachte goldene Milch dazu servieren – himmlisch!

Ein Artikel von Martina Seifert

Freie Autorin, Text, Lektorat

Hegede 6
33617 Bielefeld

www.martinaseifert.de

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