Zwei Bücher, eine Erfahrung

Die Frau, die an einem ganz normalen Sommertag ...

Zwei Bücher, eine Erfahrung
© Droemer Knaur Verlag

von Martina Seifert, Texterin, Lektorin, Yogalehrerin

"Du brauchst dein Leben nicht zu tragen." Ich war wie elektrisiert, als ich diese Worte von Yolande Duran-Serrano las, eine der zentralen Aussagen des Buches mit dem unglaublich langen Titel "Die Frau, die an einem ganz normalen Sommertag plötzlich keine Gedanken mehr im Kopf hatte".

Getragen werden vom Leben – diese Verheißung lässt sich bei zahlreichen Mytiker*innen nachlesen. Die Französin Yolande Duran-Serrano interessierte sich nicht für Spiritualität, verfolgte keinen spirituellen Weg und hatte keine spirituelle Literatur gelesen, als sie völlig unvermittelt an einem ganz normalen Sommertag eine sehr tiefe Realisation erfährt.

Laurence Vidal, Schriftstellerin und Journalistin, nimmt uns mit auf ihre Reise zu Yolande Duran-Serrano, mit der sie ausführliche Gespräche führt. Wir nehmen teil an dem tiefgreifenden inneren Prozess, der sich bei Yolande Duran-Serrano vollzieht und ihre ganze Art und Weise, in die Welt zu schauen, verändert.

Die bisweilen fast poetisch anmutenden Gespräche sind von ungewöhnlicher Dichte – ein Versuch, die mystische Erfahrung, die Essenz sämtlicher spiritueller Traditionen, in einfacher Sprache wiederzugeben. In diesen Worten liegt Trost, Balsam für all diejenigen, welche die Sehnsucht des Herzens in sich spüren.

Das 2014 im Droemer Knaur Verlag erschienene Taschenbuch "Die Frau, die an einem ganz normalen Sommertag plötzlich keine Gedanken mehr im Kopf hatte. Erfahrung einer Erleuchtung" von Yolande Duran-Serrano und Laurence Vidal kann beim Buchhandel um die Ecke für 14,99 Euro bestellt werden oder als E-Book für 12,99 Euro bei buch7, dem Online-Buchhandel mit sozialer Seite.

Vorträge und Interviews mit Yolande Duran-Serrano können Sie sich auf Youtube ansehen.

Ähnlich berührend beschreibt die US-Amerikanerin Suzanne Segal in ihrem Buch „Kollision mit der Unendlichkeit“ ihre Erfahrung einer tiefen Realisation, den Verlust ihrer Ich-Identität. Doch diese Erfahrung löst nicht Glückseligkeit, sondern panische Angst in ihr aus. Es beginnt eine therapeutische Odyssee, die lange erfolglos bleibt bis die promovierte Psychotherapeutin schließlich selbst erkennt, dass der ihre Wahrnehmung der Welt komplett verändernde Prozess durch eine spirituelle Erfahrung ausgelöst wurde.

Das Buch "Kollision mit der Unendlichkeit. Ein Leben jenseits des persönlichen Selbst" von Suzanne Segal, dessen erste Auflage bereits 1997 im Context Verlag erschien, ist leider vergriffen, kann aber antiquarisch im Internet bestellt werden.

Ein Artikel von Martina Seifert

Freie Autorin, Text, Lektorat

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