Auf dem Berg und tief ins Tal

Buchentstehungsgeschichte Teil 5

Auf dem Berg und tief ins Tal
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von GastautorIn

Zufall oder Fügung? Zu meiner Erstleserschaft zählte auch ein Zahnarzt, ebenfalls ein guter Freund. Auch ihn bat ich die ersten 100 Seiten zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Er stimmte zu und ich überließ ihm das Manuskript - ich kann mich noch genau daran erinnern - an einem Freitag, bevor ich zu einer Wochenendfortbildung aufbrach. Kaum war ich zurückgehrt, klingelte das Telefon.

Eine Stimme, flirrend vor Aufregung, erkundigte sich, ob es in Ordnung gewesen sei, das Manuskript der Frau eines Verlegers mitzugeben, die gerade in seiner Praxis gewesen sei. Ich bin kurzzeitig sprachlos und das bin ich eher selten, doch die rasante Entwicklung überrumpelt mich vollends. Natürlich war ich einverstanden, freute mich, dass die Sache ihren Lauf nahm und brach zum langersehnten Familienurlaub auf.

Mir bleibt die Luft weg  

Die Dinge gehen im Hintergrund ihren Gang, während wir eine schöne Zeit, fern ab von aller elektronischen Vernetztheit, in ländlich abgeschiedener Idylle verbringen. Es mutet fast unvorstellbar an, dass man sich in einem solch gewichtigen Prozess in den Zustand der absoluten Unerreichbarkeit begibt, nämlich dann, während das eigene Manuskript gerade von einem Verleger geprüft wird. Doch genauso ist es. Ich bin tiefenentspannt, vermutlich weil ich nicht damit rechne oder erwarte, dass mein Schreiben Anklang findet. Doch ich sollte mich irren und finde nach meiner Rückkehr mehrere Emails. Ich werde auffordert, mich bitte zeitnah zurückzumelden. Wir vereinbaren einen Telefontermin. Die Spannung steigt. Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt. Als wir dann endlich sprechen, bin ich von kurzzeitiger Schnappatmung befallen, ringe ich nach Worten und finde keine, als mir der Verleger mitteilt, dass er mein Buch veröffentlichen möchte.

Nicht bekannt genug!  

Ich bin stolz und glücklich, sitze wie auf einem Thron im strahlenden Sonnenschein. Doch das strahlende Hoch ist nicht von langer Dauer. Ein weiteres Telefonat schubst mich unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Autorinnenhimmel verdunkelt sich: „Sie, also die Geschäftsführung des Verlages, habe ein Veto eingelegt. Sie könnten das Buch nicht auf dem offiziellen Weg veröffentlichen, denn ich sei nicht bekannt genug und somit das finanzielle Risiko zu hoch, teilte mir der Verleger mit. Wie einem Luftballon, dem alle Luft entweicht ist, lande ich völlig konsterniert auf der Erde, liege dort, bis mir ein alternatives Angebot gemacht wird: Selfpublishing!

Buchentstehungsgeschichte:

Teil 1: https://www.heilnetz.de/news/der-wunsch-ein-buch-zu-schreiben.html

Teil 2: https://www.heilnetz.de/news/eine-persoenliche-buchentstehungsgeschichte.html

Teil 3: https://www.heilnetz.de/news/buchentstehungsgeschichte-teil-3.html

Teil 4: https://www.heilnetz.de/news/die-buchentstehung-geht-voran.html

Ein Artikel von Alexa Förster

Heilpraktikerin, Autorin, Dipl.Sozialpädagogin, Physiotherapeutin

Praxis für Resonanzmedizin

Apfelstrasse 12b
33613 Bielefeld

www.praxis-fuer-resonanzmedizin.de

 

 

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