Forschungspreis für Craniosacrale Therapie

Forschungspreis für Komplementärmedizin

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17. Dezember 2015 von Pressetext

Craniosacrale Therapie hilft bei chronischen Nackenschmerzen. Dies bestätigt eine wissenschaftliche Studie, die jetzt mit dem Holzschuh-Preis ausgezeichnet wurde – einem Forschungspreis für Komplementärmedizin, den die Hufelandgesellschaft, der Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilverfahren und Komplementärmedizin, jährlich vergibt. Heidemarie Haller von der Universität Duisburg-Essen ist die diesjährige Preisträgerin.

Ausgezeichnet wurde die Studie, weil das Studiendesign dem höchsten wissenschaftlichen Standard entspricht und weil die hohe Qualität der Ergebnisse für die Komplementärmedizin relevant ist.

Die Studie im Detail:
Insgesamt 54 Personen mit chronischen Nackenschmerzen erhielten im wöchentlichen Rhythmus acht 45-minütige
Behandlungen – die Hälfte von ihnen bekamen Craniosacrale Therapie von Physiotherapeuten, die eine Zusatz-Ausbildung in Craniosacraler Therapie und viel Erfahrung mitbrachten. Die statistischen Analysen zeigten, dass die Craniosacrale Behandlung die Schmerzintensität signifikant und klinisch relevant senkte. Ergänzend fragten Heidemarie Haller und ihre Forscherkollegen in ausführlichen Interviews nach dem persönlichen Erleben der Teilnehmenden, die
Craniosacrale Therapie erhalten hatten. Längere schmerzfreie Intervalle, weniger Kopfschmerzen, weniger Schwindel, verbesserter Schlaf, so die Ergebnisse. Zudem: Aufrechtere Körperhaltung und gesteigerte Körperachtsamkeit, emotionale Lösungsprozesse, Gefühle wie Glück, Frieden und Zuversicht, Einsicht in Krankheitszusammenhänge und ein gesteigertes Selbstwirksamkeitsgefühl. Bis zu drei Monaten nach Behandlungsende waren eine Reduktion der Schmerzintensität, der funktionalen Einschränkungen und eine Verbesserung der Lebensqualität nachweisbar.

Heidemarie Haller führt weitere Studien zur Wirksamkeit der Craniosacralen Therapie durch. Die junge Forscherin arbeitet als Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Duisburg-Essen - und an der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte.
Seit rund zwei Jahren berät sie zudem den Craniosacral Verband Deutschland CSVD in Forschungsfragen und begleitet aktuell in Zusammenarbeit mit dem CSVD und dem Upledger Verband eine groß angelegte Studie zur Craniosacralen Therapie.
Craniosacrale Therapie ist eine körperorientierte, manuelle Behandlungsform, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA aus der Osteopathie entwickelt hat. Sie basiert auf der Arbeit mit dem craniosacralen Rhythmus, der sich im feinen Pulsieren der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zeigt und überall am Körper tastbar ist.
Craniosacral-Praktizierende arbeiten ganzheitlich und mit größter Sorgfalt mittels gezielter, achtsamer Berührungen und sanfter Bewegungen. Sie orientieren sich an der – allen Menschen innewohnenden – Gesundheit und an den Selbstregulierungskräften. Eine respektvolle sprachliche Begleitung der manuellen Behandlung unterstützt die Selbstwahrnehmung und kann auch emotionalen Prozessen Raum und zugleich Halt bieten.

Kontakte:
Craniosacral Verband Deutschland e.V. (CSVD)
Anke Zillessen, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
a.zillessen@cranioverband.org
www.cranioverband.org
Heidemarie Haller (Preisträgerin)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Diplom-Psychologin
Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin | Kliniken Essen-Mitte
Medizinische Fakultät | Universität Duisburg-Essen
Tel.: 0201-17425044
Fax: 0201-17425000
h.haller@kliniken-essen-mitte.de
www.uni-due.de/naturheilkunde
Hufelandgesellschaft
www.hufelandgesellschaft.de