Projekte in der Region: Der Aktiv-Hof Holzhausen in Schloss-Holte

Zukunft beginnt immer jetzt

Projekte in der Region: Der Aktiv-Hof Holzhausen in Schloss-Holte

von Conny Dollbaum-Paulsen

Zum Beispiel damit, dass engagierte Menschen wie Eva-Maria Mursch mit Ehemann Hans-Dieter beginnen, ein Projekt nicht nur zu "erspinnen", sondern die Spinnerei auch in die Welt zu bringen.

Um was es geht dabei?
Um einen Ort, genauer: einen Aktiv-Hof, der Menschen wirklich aller Alters,- Herkunfts,- Gender,- Bildungs,-Konfessions,- Einkommens,- Klugheits und Wie auch immer-Zusammenhänge einlädt und mitzumachen!
Es ist ein Anstiftungsort - ein Ort, der Naturerfahrung ebenso ermöglicht wie Gemeinschaftserfahrung, ein Ort, der ebenso als Klassenzimmer wie als große Werkstatt  oder auch als Konzertsaal im Grünen  fungieren kann.  Ein Ort der Selbstbestimmung und Selbsterfahrung ebenso wie ein Gemeinschaftsort.

Das Haus ist schon da: ein denkmalgeschützter Hof in Schloss-Holte, der darauf wartet, belebt zu werden . Dabei gehört zum Konzept der Aktiv-Höfe, dass nur bestimmte Arbeiten wie Sanitär und Elektrik von Fachleuten ausgeführt werden - auch dies mit Anleitung zur Mithilfe. Alles andere, was Haus und Grund werden soll, wird von denen ausgeführt, die einen solchen LebensLernOrt zu ihrem gemeinsamen machen wollen.

Die Murschs haben zum Glück engagierte MitmacherInnen - das Team ebenso wie die Partner sind ebenso begeistert dabei, einen Rahmen zur Verfügung zu stellen, in dem Menschen der unterschiedlichsten Art miteinander sein, lernen, leben und experimentieren können.

Selbstverständlich ist der Aktiv-Hof ein Ort der Inklusion, selbstverständlich ist das Thema "Generationenwerkstatt" Bestandteil des Konzeptes , selbstverständlich ist nachhaltiges Handeln ebenso wie die Idee eines anderen, selbstbestimmten, naturverbundenen Lernens.

Damit sind die Holzhausener in guter Gesellschaft:

Eine Kooperation mit der Laborschule Bielefeld zum Thema "Ent-Schulung" hat den Aktiv-Hof kürzlich mit einem ersten Projekt belebt: Die Jugendlichen haben eine Feuerstelle angelegt (nicht irgendeine, sondern eine sozusagen zukunftsfähige - dabei standen ein Landschaftsarchitekt und eine Naturpädagogin mit Rat und Tat zur Seite), Bäume gefällt, die gefällt werden mussten - das dabei anfallende Holz wurde zu Sitzgelegenheiten verarbeitet, außerdem entstand ein Land-Art-Projekt auf dem Gelände.

Einen kleinen Haken gibt es noch:
Bevor der Aktiv-Hof dieses Gelände wirklich beleben (sprich: erwerben) kann, muss der Verein die Eigenkapitalsumme von € 100.000 zusammen bringen - erst dann treten öffentliche Träger wie die Stiftung Wohlfahrtspflege , der Landschaftverband NRW oder Aktion Mensch mit den entsprechenden Fördergeldern, die einen Betrieb ermöglichen, auf den Plan.
Die gute Nachricht: Die Hälfte ist schon da - und: Auch kleine Beträge sind erwünscht und willkommen.

Und noch eine gute Nachricht: Wer an dieser Art von Zukunfts-Gestaltung interessiert ist, kann einen der in diesem Zusammenhang renommiertesten Protagonisten, den Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther, im Juni erleben.
Die Holzhausener haben ihn eingeladen - und er kommt.
Mehr zur Veranstaltung: https://www.heilnetz-owl.de/kurz-und-kulturell-vortraege-konzerte-und-mehr/erleben-sie-gerald-huether-live.html?month=201306

Die Heilnetz-Redaktion wünscht den Holzhausenern weiterhin Mut und... das nötige Kleingeld, damit es konkret weiter gehen kann.

 

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