Neues aus der Forschung: Der Better Life Index

Wie misst mensch Glück?

von Conny Dollbaum-Paulsen

Wie unterschiedlich Menschen auch aufwachsen und leben, was sie wichtig finden und wonach sie streben - es unterscheidet sich nach Alter, Geschlcht und Herkunft teilweise erheblich. Nur eines eint uns alle: Wir wollen glücklich sein. Und das lässt sich natürlich nicht über eine Wirtschaftsgröße wie das BIP (Bruttoinlandsprodukt) messen, wohl aber ein wenig besser über den "Better Life Index".

Dieser Index fragt auch nach der wirtschaftlichen Zufriedenheit, denn wer zu wenig Geld hat, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen oder für seine Gesundheit zu sorgen, hat keine guten Glückvoraussetzungen... Aber im BLI spielen auch andere Faktoren wie Bildung, soziale Anbindung, Sicherheitsgefühl, Umweltfaktoren und Wohnsituation sowie die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem eine Rolle. Als Grundlage dienen u.a. diverse Umfragen, für die Auswertung der BIldungszufriedenheit musste beispielsweise die viel geschmähte PISA-Studie herhalten.

Damit ein solcher Index echten Wert hat, wäre es gut, wenn möglichst viele Menschen ihn ausfüllten - dann käme sicher etwas anderes heraus, als dies über die allgemeinen Studienergebnisse der Fall ist.
Wir alle können mitmachen, unseren persönlichen Index bestimmen und der Studie sozusagen beste Basisdaten zur Verfügung stellen. Alle Infos finden Sie unter http://www.oecdbetterlifeindex.org/de/ - und viel Zeit beansprucht das Ausfüllen nicht.

Deutschland liegt übrigens im Vergleich der 34 OECD-Staaten in der Mitte, nämlich auf Platz 17 - wobei 34 Staaten selbstverständlich nicht den Maßstab für "Glückliches Leben" festlegen können.

Aber es macht Mut, dass überhaupt nachgefragt wird - noch besser wäre, wenn daraus auch Konsequenzen entstünden...bessere Bildungschancen für alle oder ein preiswertes und allen gleich zugängliches Gesundheitssystem, das auch alternative Verfahren mit einbezieht.

 

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