Einladungen zum Glücklich Sein

Weltglückstag

Vor Freude springende Kinder
© Gelpi fotolia.com

von Conny Dollbaum-Paulsen

Erste Stunde Mathe, zweite Stunde Glück, dritte Stunde Sprachen lernen und vierte Stunde entspannen oder wild bewegen – was für ein Glück auslösender Stundenplan, oder? Am 20sten März findet seit 2013 der Internationale Weltglückstag statt, also stellen wir verschiedene Projekte vor, damit nicht nur dieser Tag ein glücklicher werden kann.

Fangen wir mit den leider oft gar nicht glücklichen Kindern an und mit einer Initiative, die das ändern will.

Glück für Kinder mit Stark ins Neue

Stark ins Neue ist ein Netzwerk für Coaches, Pädagog:innen und Eltern, die positive Persönlichkeitsentwicklung in Kinder- und Klassenzimmer bringen wollen. Die Organisation versteht sich als Mutmacher und Unterstützungsnetzwerk, bietet für Erwachsene verschiedene kostenlose Kurse an, damit Liebe, Kreativität, gute Kommunikation und Glück eine Chance haben, bei den Kindern zu landen.

Für Coachees und Pädagog:innen, die sog. Sinn-Fluencer werden möchten, gibt es Mentoring-Programme mit allen Zutaten, sich als Starkmacher:in für Kinder auszubilden. Die Initiative ist offensichtlich nicht kommerziell ausgerichtet, auch wenn hinter dem Ganzen eine Agentur steht.

Alle Trainings und auch Infos zum Mentoring findest Du unter: weltglueckstag.de

Das Ministerium für Glück und Wohlbefinden

Dieses weltweit wichtigste Ministerium istb ein echter Glücksfall. Als Gina Schöler mit einem Crowd-Funding Projekt an den Start ging, war Heilnetz mit dabei, weil uns die Idee überzeugte. Was sie bis heute tut. Bei der Gründung 2012 wusste Gina Schöler sicher noch nicht, wie weit sie ihre Glückskreise ziehen würde – als erste Glücksministerin inititiert sie ebenso glücklich wie scheinbar unermüdlich Projekte, die darauf abzielen, alle Teilnehmenden zusammen zufriedener, glücklicher und freundlicher werden zu lassen. Sie schreibt Bücher, betreibt einen Podcast, Das kleine Glück, hat ein Spiel entwickelt und glückliche Postkarten, bloggt kontinuierlich zu ihrem Lieblings-Thema Glück.

Bruttonationalglück

Statt die einzelnen Impuls-Tools einzeln aufzuzählen, macht es mehr Sinn zu sagen, worum es geht - nämlich darum, Menschen anzustiften, die gemeinsam Glücksmenge zu vergrößern. In ihrem Shop gibt es viele kleine und große gute Ideen, die fast ganz oder komplett kostenlos zu bekommen sind. Vieles davon kann jede selber nachbasteln, manches ist so schön gemacht, dass es sich lohnt, zu bestellen. Weil die Beträge so niedrig sind, heißt die Seite auch nicht Shop, sondern Aktionen. Wer wollte denn nicht mal wieder einen Murmelsack haben und damit spielen...und sich glücklich fühlen wie als Kind? Und wer hätte keine Freude an einem Glücksspiel, bei dem alle gewinnen?

Die Idee trägt heute wie damals – in diesem Jahr verschenkt sie ein Puzzle unter dem Titel #TeilDes Ganzen – das kannst Du runterladen, glücklich beschriften und als Zeichen der sichtbaren Verbundenheit ans Ministerium schicken oder direkt auf Insta posten.

Die Idee, dass unser eigenes Glück immer mit dem Glück aller Wesen um uns herum und auch weiter weg verbunden ist, unterscheidet Gina Schöler von den vielen individuellen Glück-Suchenden, die oft in erster Linie das persönliche Glück vermehren möchten. Es lohnt sich, den Newsletter zu abonnieren und sich Zeit zu nehmen, die Seiten des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden zu durchstöbern.

Glücksforschung

Die Definition von Glück ist so eine Sache – alle wollen glücklich sein, aber was genau ist Glück? Es gibt verschiedene Definitionen, einig sind sich die Forschenden, dass Glück nicht „machbar“ ist, sondern eher „vom Himmel fällt“ - allerdings können wir einiges dafür tun, die Möglichkeit des vom Himmel Fallens zu fördern, indem wir Wege der Zufriedenheit finden.

Ist Glück genetisch?

Ja, vieles spricht dafür, dass wir mit einer Art Glücks-Level geboren werden – und damit auch sterben. Das sagt jedenfalls der aktuelle Stand der Wissenschaft. Interessant dabei: auch wenn sehr schreckliche oder sher wunderbare Dinge in unserem Leben passieren, ändert das an unserem Glücksempfinden nur zeitweise etwas – wir kehren laut dieser Forschung immer wieder auf ein bestimmtes Level zurück.

Glück hängt in jedem Fall von äußeren Umständen ab – wer in einem autoritären Regime lebt oder keine Chance hat, Grundbedürfnisse nach Nahrung, Gesundheit und Bildung zu befriedigen, hat es verständlicherweise schwer mit dem Glück, das zeigt der WorldHappinessReport deutlich Wer allerdings sehr reich und scheinbar unabhängig ganz nach eigenem Gutdünken lebt, ist auch nicht glücklicher als der Durchschnitt – weil weder Geld noch Ruhm zufrieden macht; aber das wissen wir ja alles längst, oder?

An dieser Stelle sei anzumerken, was die Forschung zu Achtsamkeit und Meditation mittlerweile beisteuert: wenn es gelingt, eine tägliche, auf Mitgefühl basierende Achtsamkeits- und/ oder Dankbarkeitspraxis in den Alltag zu integrieren, wird gelassener, zufriedener und...glücklicher, ganz unabhängig vom angeborenen Glücks-Level; dazu mehr im unten empfohlenen Fim von Ronja von Rönne.

Ein Film: Mehr Zeit, mehr Glück?

Ronja von Rönne geht in ihrer ARTE-Reihe mit dem Titel unhappy verschiedenen Aspekten des Glücks nach – in diesem Fall geht es um die Frage, wie der Zusammenhang zwischen Zeit und Glück ist, was Vergänglichkeit damit zu tun hat, welches Glück entgegen vieler Vermutungen in einer guten Tagestruktur liegt und warum Zeit unsere wichtigste Ressource ist. Und warum Menschen, die spirituell eingebunden sind, insgesamt glücklicher sind, was zum Beispiel an gemeinsam gelebten Ritualen liegen könnte. Außerdem behauptet ein darin interviewter Soziologe und Philosoph, wir wären nur glücklich sein, weil unser Leben endlich sei – ein sehenswertes Stück Film-Glück:

https://www.youtube.com/watch?v=bsI-j5HfQHI

Mögen alle Wesen glücklich sein!

P.S. Wir sind nicht dankbar, weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich, weil wir dankbar sind. Dieser wunderbare Satz von Bruder David Steidl-Rast führt direkt zum von ihm mit initierten und Glück bringenden Dankbarkeitsportal dankbar-leben.org

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