Ein persönlicher Bericht

Was bedeutet Gesundheit?

Ein persönlicher Bericht

von GastautorIn

Was für ein riesiges, ungeheuer vielfältiges Thema!
Ich kann eigentlich nur beginnen bei etwas sehr Persönlichem. Ich überlebte in 2009 ganz knapp eine schwere Sepsis, ausgelöst durch einen Keim, der durch eine kontaminierte Infusion in mein Blut gelangte.

ch fiel für vier Wochen ins Koma und wachte wieder auf als schwerbehinderter Mensch mit einigen gravierenden Beeinträchtigungen. Ich durfte dann vier Monate lang in verschiedenen Klinikbetrieben das ganze konventionelle System als betroffene Patientin sozusagen von innen heraus studieren, bis man mich wieder in mein Leben entlassen hat. Heute, nach neun Jahren Wiederaufbau meiner Gesundheit und meines Lebens und viel Forschung zu allen aktuellen Gesundheitsfragen und Entwicklungen, kann ich nur sagen: das aktuell noch bestehende Gesundheitssystem gehört grundlegend transformiert.

Transformation des Systems

Es fängt an bei der Ausbildung der Ärzte und hört auf mit dem Pflegepersonal in Krankenhäusern und dem Essen, was dort auf den Tisch kommt. Es wird Zeit, das gelehrt wird, dass wir Menschen aus Körper, Seele und Geist bestehen und dass wir, wenn wir erkranken, auch eine ganzheitliche Behandlung und Heilung brauchen und anstreben sollten. Dies braucht einen Bewusstseinswandel bei Ärzten und beim Pflegepersonal und insbesondere bei uns Patienten, bzw. Heilungssuchenden. Wenn wir als Patienten „ durchblicken“, das heißt, wenn wir den auf Profit ausgerichteten Wirtschaftszweig Pharma-Industrie durchschauen (Big Pharma ist nicht an unserer Gesundheit interessiert, sondern an unseren Krankheiten, die dann noch verstärkt werden durch nebenwirkungsreiche Medikamente), können wir viel selbstbestimmter unsere Heilung in die Hand nehmen. Umfassend informiert und selbstbewusst werden wir eher einen Arzt finden, der uns ganzheitlich unterstützt und hilfreich zur Seite steht bei unserem ganz persönlichen Heilungsweg. Diese Art Mediziner sind noch rar gesät und deswegen suchen wir oft lieber Heilpraktiker auf. Die wir natürlich dann selbst bezahlen müssen, und das kann sich nicht jeder leisten.
„Auf jeden Fall braucht eine andere, humanere, nachhaltige und überlebensfähige Gesellschaft auch eine andere Medizin. Eine Medizin, in der nicht der Profit, sondern die Menschen im Fokus stehen. Eine Medizin, die den Menschen als ein lebendiges, ganzheitliches und nicht berechenbares Wesen sieht.“ Jörg Wichmann/ Rubikon.News
Ich wünsche mir ein Gesundheitssystem, in dem Ärzte und Heilpraktiker zum Wohle des Menschen zusammenarbeiten; Gesundheitskassen, die es dem Menschen freistellen, welche Art von Hilfeleistungen er in Anspruch nehmen will.

Meine Krankenhausgeschichte

Ich bin in den letzten Jahren absolut an die Grenzen des alten Systems gestoßen: mit einem schwergeschädigten Körper und gleichzeitig entwickeltem Bewusstsein durch 30 Jahre Ausbildung in verschiedenen ganzheitlichen Methoden und spiritueller Arbeit. Dazu kam, durch die schwere Gesundheitskrise bedingt, ein Leben am Existenzminimum, das meine Möglichkeiten natürlich reduzierte. Ich hatte mich schon seit längerem zu hundert Prozent für meinen Körper und meine Gesundheit verantwortlich gefühlt , habe mich umfassend informiert bei seriösen Quellen - und jetzt natürlich noch mehr. Mein Hausarzt war überfordert und dann auch verärgert. „Frau Koch, sie wissen ja mehr als die meisten Ärzte“ sagte er irgendwann mit einem gewissen Vorwurf. Wir haben uns inzwischen getrennt nach fast 20 Jahren.

Ich erlebe mich als ein lebendiges, ganzheitliches und nicht berechenbares Wesen. Und so ist vor allem mein Körper nicht berechenbar. Vier Wochen Koma, zwei Monate radikale Antibiose, jeden Tag acht Stunden am Tropf. Nachwirkungen wie bei einer Chemotherapie: von wochenlangem Erbrechen und Darmproblemen bis hin zu Haarausfall und starker Gewichtsabnahme.
Der konventionelle schulmedizinische Klinikbetrieb hatte mir nichts anzubieten, außer der ganzen Palette ihrer nebenwirkungsreichen Chemie.
Ich habe meinen Freunden ganze Tüten mit Tabletten mitgegeben zum Entsorgen, ich konnte sie eh nicht schlucken wegen permanenter Übelkeit. Von Darmsanierung nach so einer Antibiose hatte anscheinend niemand eine Ahnung.
Der Gipfel war, als ich eines Morgens zwei neue Tabletten in meinem Kästchen entdeckte, ein Statin (Cholesterinsenker) und ein Antidepressivum. Auf meine Frage hieß es, mein Cholesterinwert wäre bei 300 (was völlig normal war, nach dem was ich durchgemacht hatte) Und es hieß, ich sei subdepressiv, weil ich ein paar Mal geweint hatte......und bräuchte deswegen ein Antidepressivum. Ich erzähle das, weil es bezeichnend ist für die Begrenztheit eines konventionellen schulmedizinischen Betriebes.

Als ich endlich nach vier Monaten nach Hause durfte (noch als Pflegefall) und nach und nach realisiert hatte, was mit mir passiert war, begriff ich nach anfänglichen Widerständen das Geschenk meines 2. Lebens voller Dankbarkeit und machte mich auf den Weg alles zu erfahren und zu lernen. Zum einen, wie ich meinen geschädigten Körper heilen konnte und zum anderen, wie ich das gewonnene Wissen und die gemachten Erfahrungen zum Wohl der Gemeinschaft weitergeben durfte.

Ernährung

Wir leben in einer Zeit, in der wir konfrontiert sind mit zahllosen Ernährungskonzepten: von Low Carb und Keto , Blutgruppendiät, Paleo, AIP (Autoimmun Paleo), Vegetarismus bis hin zu Rohkost, Ayurveda und Veganismus. ich habe alles studiert (Bücher gelesen) und über viele Jahre ausprobiert.
Bis ich begriffen hatte, das jeder Mensch individuell ist und so ist eben auch sein Darm und sein gesamter Stoffwechsel einzigartig. Jeder sollte herausfinden, das heißt. fühlen, was ihm, ihr guttut, gut bekommt, unterstützend ist für Körper, Geist und Seele. Das ist nicht immer einfach, gerade weil es so viele Konzepte gibt. Es erfordert, dass wir wieder lernen, intuitiv zu sein, auf unsere innere Stimme zu hören, in Verbindung zu sein mit unserem inneren Arzt, unserer inneren Heilerin.
Da ich mich seit Anfang der 80iger Jahre schon aus dem Bioladen ernährte, war für mich klar, dass nur biologische Kost in Frage kommt. Als ich dann las, dass man in der Nabelschnur von Neugeborenen verschiedene Pestizide und auch Glyphosat nachweisen konnte, war ich froh über meine intuitive Entscheidung für Bio-Nahrung. Ich kann die Energie von Nahrung mittlerweile intensiv fühlen und wenn ich unseren Hofladen betrete, der das frischeste Obst und Gemüse hat, springen mich die Bio-Photonen nur so an. Es macht große Freude, so lebendige Nahrung zuzubereiten und zu essen. Es ist für mich ein Ausdruck von Selbstliebe geworden, gepaart mit freudiger Dankbarkeit für die Früchte von Mutter Erde, die uns mit ihnen ernährt. Also, Bio-Kost ist für mich ein „Muß“, ebenso tägliche Bewegung und frische Luft sowie Meditation und andere Stress-Release-Möglichkeiten. Dazu kommt „Seelenpflege“ in Form von Gefühlsarbeit, Annahme von Schattenanteilen, Vergebung und Selbstliebe.

Wasser

Ein Aspekt der mir noch sehr wichtig ist, ist das Thema Wasser, genauer: Trinkwasser. Spätestens seit Emoto wissen wir, das Wasser ein Schwingungsträger ist und die Schwingung seiner Umgebung aufnimmt. Ich habe den ECAIA Wasserfilter lange ausprobiert und ihn für sehr gut befunden. Er stellt aus unserem Leitungswasser ein basisches Aktivwasser her, das antioxidativ wirkt und direkt in unsere Zellen gelangt. Das Leitungswasser wird zuerst durch einen besonders wirksamen Aktivkohlefilter entgiftet und zudem durch spezielle Keramiken ionisiert; es ist sauerstoffreich und kleinstrukuriert. Was mich vor allem überzeugt hat, ist, dass dieses Wasser so wunderbar schmeckt und vom Körper so gut aufgenommen wird. Sehr wichtig ist auch, dass wir unser Wasser für unterwegs aus einer PTB freien Kunststoffflasche trinken, (noch besser wäre Glas) denn alle gängigen Plastikflaschen setzen giftige Stoffe frei im Kontakt mit Flüssigkeiten.

„ Wenn wir in Mitteleuropa mehr als 10 % des Bruttosozialproduktes für die „Behandlung“ von Krankheiten aufwenden, davon den größten Teil für die sog. „Zivilisationskrankheiten“, wird es Zeit, sich Gedanken über Alternativen zur pharmazeutisch – technisch orientierten Medizin zu machen – und vielleicht erst einmal das (Körper-) Wasser zu wechseln, bevor Medikamente ins Spiel kommen.“
( Dipl.Ing. Dietmar Ferger Jungbrunnenwasser - vom Normalen zum Gesunden mit ionisiertem Wasser, 5.neu aktualisierte Ausgabe )

Krankenhäuser

Ein mir ganz wichtiger Aspekt ist die Ernährung in Krankenhäusern. Gerade heute wurde mir wieder berichtet, wie katastrophal das Essen im Krankenhaus ist: Ein vierzigjähriger, schwer an MS erkrankter Mann, dem ein künstlicher Darmausgang bevorsteht, bekommt eine sogenannte Schonkost, bestehend aus lieblosem, verkochten und geschmacklosen Essen. Abendbrot besteht aus labbrigem Weißbrot mit Scheibletten Käse! Unfassbar! Und die Diät- Assisstentin des Krankenhauses hält dies allen Ernstes für gutes verträgliches Essen. Da frage ich mich doch: Wer hat ihr diese Ignoranz beigebracht?
Ich selbst habe in 2009 ganze vier Monate übliches Krankenhausessen „genießen“ dürfen. Liebe Freunde haben mich immer wieder mit selbstgekochtem Essen versorgt und wie ich höre, wird das ständig so praktiziert... Krankenhausaufenthalte sind teuer.
Das ganze Geld wird anscheinend für die Apparatemedizin, teure OPs und teure Medikamente (Verträge mit Big Pharma) ausgegeben und für so eine wichtige Basis wie gute Nahrung reicht es dann nicht mehr. Es gibt Kliniken, die das anders machen, zum Beispiel die anthroprosophischen Kliniken - ich war 2008 mal drei Wochen in Herdecke und das Essen war hervorragend...

Ich bin ehrlich gesagt, entsetzt, dass sich in üblichen Kliniken nichts ändert. Wie soll ein Mensch genesen, wenn er vitalstoffarmes Essen bekommt ohne ausreichend biologische Frischkost? Er bekommt mit diversen Stoffen belastetes Billigfleisch auf den Teller, was einfach nur giftig ist, oder zweifelhafte vegetarische Varianten mit zu vielen Zusatzstoffen und wiederum wertloses verkochtes Gemüse. Ich selbst habe das so erlebt in 2009 und es ist wohl heute noch genauso. Wie können wir Veränderung in Krankenhäuser tragen?
Zuerst einmal muss vielleicht der Name umbenannt werden in Gesundheitshaus und Krankenkasse in Gesundheitskasse. Ich spreche schon seit längerem von meiner „Gesundheitskasse“. Das müssen wir uns mal auf der Zunge zergehen lassen: Gesundheitskasse = eine Kasse, die mit unseren Beiträgen unserer Gesundheit dient nach besten Möglichkeiten! Und ein Haus für erkrankte Menschen, in denen sie ohne Stress und schlechtes Essen gesund werden dürfen!

Fazit

Ich lese gerade noch einmal im Kapitel „Integratives Medizinsystem“ im Buch von Stephanie Bunk: Neue Erde – Neuer Mensch und entdecke, dass wir beide das Gleiche ausdrücken mit etwas verschiedenen Schwerpunkten. Ein Fazit ist für mich, dass es unumgänglich ist, Bewusstseins-Anhebung so voranzutreiben, dass es mehr und mehr möglich wird , dass Patienten, das heißt. erkrankte Menschen mündig , selbstbewusst und selbstverantwortlich werden, was ihre Gesundheit in allen wichtigen Aspekten, also Ernährung, Bewegung, Stress Management und Seelenpflege, betrifft. So können sie dann ihren Ärzten, Heilpraktikern und Gesundheitsberatern auf Augenhöhe begegnen.

Ein Arzt der neuen Zeit sollte um all diese Aspekte wissen und mit Therapeuten zusammenarbeiten, die sein Tätigkeitsfeld ergänzen und erweitern. Es geht um Kooperation und Miteinander im Dienst eines mündigen und bewussten „Patienten“. Es braucht natürlich, dass wir sogenannten Patienten eigenverantwortlich und selbstbewusst unseren Weg gehen und auf Augenhöhe mit Ärzten und Therapeuten gemeinsam unsere Heilung anstreben, das heißt,  „der mündige Patient“ ist ein ganz wichtiges Thema. Ich sehe immer wieder um mich herum so viele Menschen, die die Verantwortung für ihren Körper an einen „Gott in Weiß“ abgeben und brav die Pillen schlucken, die ihnen verschrieben werden. Sie hinterfragen nichts und lesen noch nicht einmal den Beipackzettel. So viele Menschen schlucken Statine ohne von deren verheerenden Langzeit-Nebenwirkungen zu wissen und es wird ihnen natürlich auch nicht mitgeteilt, obwohl es bekannt ist. Alle Menschen mit wirklich zu hohen Cholesterinwerten können durch Ernährungsumstellung und Stress Release, Entschleunigung, ihre Werte senken. Jeder Mensch, der heute ein mündiger Patient sein will, kann alle Aspekte eines Medikaments oder einer Behandlungsform im Netz genauestens erforschen und dann selbst entscheiden, ob er dieses seinem Körper, Geist und Seele angedeihen lassen will.

Und er kann lernen, wie man seinen Körper durch eine individuell sinnvolle biologische Ernährung heilen und gesund halten kann und Geist und Seele durch eine tägliche spirituelle Praxis.
Ich tue mein Möglichstes, um das neue integrative Bewusstsein zu verbreiten in meinem täglichen Leben, mit den Menschen, die mir beim Fitness Training, im Rehasport, in meiner Frauengruppe begegnen. Ich plane, wenn erwünscht, Vorträge dazu zu halten und Einzelpersonen zu beraten. Das ist mein Beitrag, erwachsen aus einer existenziellen Gesundheitskrise.

Ich füge jetzt noch eine Literaturliste an von den Büchern, die ich in den letzten 8 Jahren studiert habe. Ich halte es für wichtig, zu „blicken“, was hier passiert in unserem etablierten Gesundheitssystem.
Neben diesen Büchern habe ich zahlreiche aktuelle Sendungen und Symposien verfolgt von amerikanischen Ärzten und „Functional Medicine“ Practicionern. In einem Symposium von Dr. Tom O´Bryan zum Thema Autoimmunerkrankung eröffneten sich mir ganz neue Erkenntnisse. Es hat ja System in der Schulmedizin in Verbindung mit der Pharmaindustrie, zu verbreiten, dass es viele sogenannte unheilbare Krankheiten gibt. Diese „unheilbar“ Kranken bekommen dann z.T. schwerste, teure Medikamente mit furchtbaren Nebenwirkungen. Das ist dann ihr Los...

In den USA sterben jährlich etwa 300.000 Menschen an den Nebenwirkungen solcher Medikamente, Info durch Dr. Bruce Lipton auf YouTube, September 2018. In dem Symposium wurde deutlich, dass es nicht wirklich unheilbare Krankheiten gibt... doch es brauchte bei allen Patienten große Selbstverantwortung und Bereitschaft, das Leben mit all seinen Gewohnheiten grundlegend zu ändern. Angefangen bei der Ernährung, zusammen mit allen anderen Bereichen für Körper, Geist und Seele.

Hier jetzt die Literaturliste:

  • Prof. Dr. med Hartenbach Die Cholesterinlüge - das Märchen vom bösen Cholesterin, Herbig Ratgeber
  • Uwe Karstädt Die Säure des Lebens,TAS Verlag
  • Dr. Amy Myers Die Autoimmunlösung, Irisiana Verlag
  • Datis Kharrazian Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln,VAK Verlag
  • Dr. David Perlmutter Scheiss Schlau – wie eine gesunde Darmflora unser Hirn fit hält, Mosaik Verlag
  • Dr. John Douillard Esst Weizen, Kopp Verlag (ein überraschendes und gutes Buch von einem Ayurveda Arzt)
  • Anthony William Mediale Medizin Der wahre Ursprung von Krankheit und Heilung, arkana Verlag
  • Anthony William Medical Food Warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament, arkana Verlag
  • Anthony William Heile deine Schilddrüse, arkana Verlag

Ich empfehle gern noch die Bücher von Dr. Bruce Lipton und die weltweite Seminartätigkeit von Dr. Joe Dispenza , sowie seine Bücher, z.B.Du bist das Placebo

Anmerkung der Redaktion:
Artikel von Gastautor*innen spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Heilnetz-Redaktion wider und sind nicht unbedingt konform mit den typischen Heilnetz-Inhalten. Wir schätzen diese Artikel sehr, weil sie den Heilnetz-Horizont erweitern, auch wenn wir manche Aspekte nicht teilen.

 

Ein Artikel von Andrea Koch

Reikilehrerin

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