Entspannt mit dem Futur in die Zukunft

Vom Segen der Grammatik

von Christina Azarli

Kennen Sie das: Der Arbeitstag geht zu Ende, die To-Do-Liste ist noch ellenlang, keine Entspannung in Sicht. Wenn wir dann auch noch Formulierungen verwenden wie: Morgen muss ich noch... (die Patientin zurückrufen, den Terminplan fürs nächste Halbjahr koordinieren, das Meeting organisieren, die Telefonsprechzeit wahrnehmen), fühlen wir uns schnell wie eine Mitarbeiterin hinterm Serviceschalter mit einer endlosen Schlange ungeduldiger Mitmenschen vor dem Tresen, die möglichst schnell bedient werden wollen. Und das alles kurz vor Feierabend. Doch es geht auch anders:

Probieren Sie mal aus, wie es sich anfühlt, über die Sprache von der Gegenwartsform in den Futur zu wechseln: Morgen werde ich... (die Patientin zurückrufen, dann werde ich den Terminplan fürs nächste Halbjahr koordinieren, ich werde das Meeting organisieren, und ich werde die Telefonsprechzeit wahrnehmen). Merken Sie, wie die Spannung nachlässt?
So hat ein jeder der ungeduldigen Menschen am Serviceschalter einen Termin bekommen, und alle wissen, dass sie zum gegebenen Zeitpunkt kompetent versorgt werden, der Druck ist raus.

Zum Weiterlesen oder -hören: In der Sprache liegt die Kraft (als Buch oder Hörbuch) von Roswitha Defersdorf

 

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