Das kommt aus Bielefeld

Heilnetz OWL wird 10

Das kommt aus Bielefeld
©Finetti-fotolia.com

von Conny Dollbaum-Paulsen

Manches lässt sich nur auf zwei Weisen sagen: kurz und knackig in einem Wort oder Statement sowie lang und ausführlich auf vielen Seiten.

Ein 10-jähriges Firmenjubiläum braucht beides - für die kurze Variante reicht ein Kurzsatz: Danke für 10 Jahre ganzheitliche Verbundenheit!

Die längere Variante besteht aus verschiedenen Rückblicken im Laufe der Jahre - es sind nicht alle dabei, aber auf jeden Fall die mir wichtig, sprechend und relevant erscheinen...

Die Artikel sind eine Auswahl und haben den Schwerpunkt Bielefeld und OWL, weil dort alles angefangen hat. Die vielen Texte zu  und über Heilnetz-Treffen, Messen, unsere Seminare und Ausbildungen, unser Adressmagazin DAS GRÜNE BRETT und kollegiale Abende fanden an dieser Stelle leider keinen Platz.

Ein Jahr Heilnetz: Januar 2011

Einige unsere besten Ideen:

  • Dem Thema Ganzheitlichkeit konsequent treu zu sein
  • Keine Kompromisse: Heilnetz bleibt werbefrei
  • Die Terminseite: Aktuell fast 200 Termine - und es fehlen noch viele, die im Laufe der nächsten Wochen eingestellt werden
  • Unerschütterliches (jedenfalls beinahe) Vertrauen, dass die Zeit für Heilnetz reif ist
  • Die Good-News: Die Seiten stehen in der Aufrufstatistik an vierter Stelle
  • Ein echtes Team zu werden: Der GbR-Vertrag wird am 17.01.2011 unterschrieben
  • Das Lexikon, bestückt von HeilnetzerInnen: Wie gut, wenn Fachleute selbst über ihre Methoden schreiben
  • Transparenz: Die Klicks werden konsequent alle 3 Monate veröffentlicht

Einige unserer schönsten Erlebnisse:

  • Das Faxgerät rappelt: Die erste Anmeldung ist da!
  • Die ersten 100 Einträge sind erreicht (Ostern 2010)
  • Mutmachende und sehr unterstützende Mails von unterschiedlicher Seite mit dem Tenor: Macht weiter so!
  • Der erste Eintrag für die Spirit-Seite kommt per Mail
  • Frank Best fällt quasi vom Himmel und will bei Heilnetz mitmachen
  • Der Entschluss: Wir gründen eine Gesellschaft - die Einzelunternehmerin verabschiedet sich dankbar.
  • Das erste Heilnetz-Treffen im Oktober: Beinahe 50 AnbieterInnen kamen, um einen spannenden und inspirierenden Tag netzwerkend miteinander zu verbringen
  • Die Mietvertragsunterzeichnung für die Turnerstraße: Das Heilnetz-Büro zieht aus dem Arbeitszimmer von Conny Dollbaum in ein echtes Büro um
  • Die 200er-Grenze ist überschritten (Dezember 2010)
  • Zu unseren AnbieterInnen gehören auch wirklich namhafte Institute und KollegInnen aus allen Sparten: Wir sind stolz darauf!

Einige unserer größeren Irrtümer:

  • Alle naturheilkundlichen Ärzte brennen darauf, endlich bei Heilnetz zu schalten
  • Es dauert höchstens ein halbes Jahr, bis jede/r in OWL Heilnetz kennt und benutzt
  • Unser Beitrag ist so preiswert, dass niemand deshalb nicht mitmacht
  • Alle verstehen sofort, was die Vision von Heilnetz ist und setzen alles daran, uns zu unterstützen
  • Im Internet verdient man das Geld im Schlaf

Wir freuen uns riesig über den Erfolg des ersten Jahres - und haben Kopf und Herz voller Pläne für 2011.
Als besonderes Highlight mag die Messe für Ganzheitliche Gesundheit gelten, die wir am 08. Oktober 2011 in Bielefeld ausrichten werden.
Lassen Sie sich einfach überraschen - wir tun das auch!

In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen, die auf welche Weise auch immer dazu beigetragen haben (ja, auch bei Ihnen, denn Sie lesen ja gerade diesen Text), Heilnetz lebendig werden zu lassen.
Herzlich für das Team,
Conny Dollbaum

Zwei Jahre später: Januar 2012

Auch im zweiten Heilnetz-Jahr hatten wir hartnäckige Flausen, gute Ideen und einige Irrtümer im Kopf, aber auch jede Menge Glücksgefühle und kleine Irritationen im Herzen. Wie das eben so ist bei einem Projekt, das es vorher noch nicht gab und das seine eigene Form erst finden muss.
Das erste Jahr war gefühlt ein eher "Nachdenkensfreies" - wir waren so damit beschäftigt zu akquirieren, das Portal zu bauen und dann auch noch neue Räume zu beziehen; für nachhaltige Reflexionen waren die zugeteilten Zeiten da eher dünn. Das zweite Jahr ist gefühlt schneller vorbei gezogen - und war bestimmt von inhaltlichen Reflexionen, die sich mit der Zielsetzung und der Qualität unserer Arbeit auseinanderzusetzen.
Dabei entwickelten sich neben guten Ideen auch wunderbare Team-Spezifitäten:Wir wissen jetzt besser, wer für welche Arbeit geeignet und bereit ist, als das vor einem Jahr der Fall war - ein spannender Prozess, der für alle Beteiligten bereichernd war.

Hier sind einige der wesentlichen Themen, die uns beschäftigt haben.

Die Glücksgefühle zuerst:

  • Die beiden wunderbaren Heilnetz-Tage mit kompetenten und erfahrenen Vortragenden und ebenso interessierzten ZuhörerInnen
  • Die Kooperation mit Nicole und Sandra Eberhard in Osnabrück
  • Heilnetz-Osnabrück ist online
  • Die Team-Arbeit in unseren schönen Heilnetz-Räumen
  • Der freundliche Kontakt mit allen HeilnetzerInnen insgesamt, egal ob per Telefon oder Mail
  • Die Freundlichkeit und Unterstützung überhaupt, die uns immer wieder Mut macht
  • Mehr als 2300, zum großen Teil regionale BesucherInnen Monat für Monat, mehr als die Hälfte über Google und Co - viele News, viele Klicks, viele positive Mails

Und die guten Ideen:

  • Echte Netzwerkprojekte zu initiieren, z.b. den Tag der offenen Praxen und Institute in Paderborn oder den gemeinsamen Messestand
  • AMAt, das Projekt, das Ganzheitliche Medizin bezahlbar für ALLe machen soll, ins Leben zu rufen
  • Zwei neue Seiten einzuführen: die Schattenseiten, für die unterschiedlichen Dreckhaufen und den WochenTipp als allwöchentliche Alltagsinspiration
  • Den Mut nicht zu verlieren

Zu den Flausen gehörte:

  • Die Idee, viele naturheilkundliche ÄrztInnen und Psychologische PsychotherapeutInnen würden im zweiten Jahr mitmachen, weil sie sich zunehmend mit der Idee verbinden können (Wie schön, dass wir dennoch eine ganze Anzahl von ÄrztInnen mit dabei haben!)
  • Hamburg und Dresden sind bereit, das Heilnetz-Konzept ab sofort umzusetzen
  • Wir schaffen 350 Einträge in 2011 (das haben wir nur bei den Terminen hinbekommen)

Echte Enttäuschungen:

  • Die Argumentation einiger KollegInnen, warum sie bei Heilnetz nicht mitmachen....: "Zu teuer (!), bringt mir nix, gibt es doch alles schon, da sind ja auch Nicht-Heilpraktiker mit drauf..."
  • ...mir wollen einfach keine mehr einfallen!

Insgesamt haben wir das Gefühl, dass Heilnetz im zweiten Jahr an qualitativer und quantitativer Substanz und Kontur gewonnen hat - die Klickzahlen steigen kontinuerlich (aktuell sind es etwa 15.000 Seitenaufrufe/ Monat), die Anfragen zu allen möglichen Themen kommen ebenso kontinuierlich wie die Neuanmeldungen.

Wir machen weiter - in diesem Jahr mit spannenden Projekten wie Thementagen und weiteren Aktionen (mehr dazu an dieser Stelle, wenn die Planungen konkrete Frmen angenommen haben), die immer nur ein Ziel haben:

  • Ganzheitliche Gesundheit und die jeweiligen ExpertInnen dazu berufsübergreifend und seriös in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen.
  • Anders gesagt: Werbung für das Thema und die AnbieterInnen in der Region zu machen. Immer und immer wieder!

Heilnetz-Messen: 2012-2014

Die Welt der ersten Heilnetz-Messe in Zahlen:

  1. Tausend kamen und ließen sich inspirieren
  2. Hunderte von Tabellen, Telefonaten, Korrekturen, Dateien und E-Mails in der Vorbereitung haben sich bewährt - und sind nun Makulatur
  3. Zweiundsiebzig AusstellerInnen gaben ALLES: kompetent, freundlich, inspirierend, tröstlich und heilsam
  4. Sechzig interviewte BesucherInnen gaben der Veranstaltung insgesamt das Prädikat: gut bis sehr gut!
  5. Fünfzig Zuhörer und mehr: rekordverdächtige Überfüllung in einige Seminarräumen
  6. Dreizehn SponsorInnen aus verschiedenen Bereichen, die beispielsweise die Erstellung eines aufwändigen Magazins ermöglicht haben
  7. Fünf gute Geister plus Messe-Logistik-Chefin Eva Reichmann waren unermüdlich im Einsatz, um BesucherInnen, AusstellerInnen und Organisatorinnen zufrieden zu stellen. Herzlichen Dank an Lena, Nils, Paulina, Torsten, und Uwe!
  8. Drei glückliche und erleichterte Organisatorinnen: Eva Kuhlmann und Conny Dollbaum von Heilnetz GbR und Dr. Eva Reichmann
  9. Zwei Nachberichterstattungen in den beiden großen Zeitungen haben uns prinzipiell gefreut - auch wenn sie nur sehr bruchstückhaft  (und im ersten Anlauf im WB auch inhaltlich etwas verquer) wiedergeben, was diese Tage ausgemacht hat.
    Es gilt die schöpferische Freiheit der Presse -  und beide Redakteurinnen waren dem Thema und der Veranstaltung gegenüber in jedem Fall wohlwollend eingestellt.
  10. Ein Wunsch zum Schluss: Möge das Ganze Früchte tragen! Und im nächsten Jahr erneut stattfinden....

Gesundheit solidarisch: das AMAT-Projekt

Heilpraktiker, Coaches, BeraterInnen, Mediatoren und SupervisorInnen sind sogenannte FreiberuflerInnen, die ihr Geld im direkten Klienten- und Patientenkontakt verdienen.

Das bedeutet im Klartext: Wenn keine Versicherung bezahlt, bleibt Menschen mit wenig Geld die Tür zu ganzheitlicher Behandlung und Beratung verschlossen. Das ist nicht schade, sondern richtig falsch. Um das zu ändern und auf regionaler Ebene Alternativen zu schaffen, entstand schon 2011 die AMAT-Gruppe.

Bis zum Sommer 2013 arbeitete eine Gruppe von 8 HeilnetzerInnen an einem Konzept, eine Art regional-alternative-Versicherungs-Solidargesmdas diesem Dilemma etwas entgegen setzen will, dem AMAT-Projekt (AlternativeMedizinfürAlleTeilnehmerInnen).

Aktuell gibt es die Heilnetz-Werkstatt, in der das Projekt wieder aufgenommen wird...anbei ein Auszug aus einem Protokoll, um eine Idee der Zielsetzung zu formulieren:

Protokollauszüge zum Projekt:

Die Welt braucht das Projekt, weil

  • AMAt den Umgang mit Gesundheitsthemen transparent und bewusster macht
  • Die Chance bietet, mehr Eigenverantwortung zu üben
  • Eine echte Solidargemeinschaft mit unterschiedlich Beteiligten ist, nämlich mit KlientInnen und  PatientInnen, BehandlerInnen, FörderInnen, OrganisatorInnen

Daraus entsteht ein regionales Bündnis, das verantwortungsvollen Kontakte und klare Beziehungen benötigt - nicht anonymes Überweisen eines Betrages mit dem daraus entstehenden Anspruchsdenken, sondern gemeinsames Suchen nach guten Lösungen bilden die Essenz des Projektes.

Es kann ein Ort der Emanzipation und Gleichberechtigung in jeder Hinsicht entstehen -  Bewusstwerdung von Rollenbildern (Therapeut/ Klient), von Identitäten (Ich als überlegene Therapeutin), von gewohnten Bildern (ich zahle mehr, also bekomme ich auch mehr!)

AMAt ist kann ein echtes Experimentierfeld seinbezogen auf Umgang mit

  • Geld und Macht
  • Ansprüchen und Forderungen
  • Konsumverhalten und Nachhaltigkeit
  • Bewusstsein und Handeln
  • Über die Therapieberatung ein bisher nie dagewesenes Konzept zur Begleitung Hilfe Suchender

Ganz wichtig dabei: Angebot und Nachfrage im Bereich "Ganzheitlichkeit" wird zusammen gebracht, denn

  • Es gibt viel mehr Menschen, die diese Angebote gern nutzen würden, die es sich aber nicht leisten können
  • Es gibt viele BehandlerInnen und BeraterInnen mit freien Kapazitäten, die auf diese Weise gestärkt werden

Wo steht geschrieben, dass wir dieses Projekt nicht auch zur Unterstützung unserer gesamten Branche umsetzen wollen?

Was konkret beinhaltet das AMAt-Angebot?

  • Angebot von 50-100 AnbieterInnen quer durch ganzheitliche Gesundheit
  • Behandlung/ Begleitung/ Beratung/ Kurs zu 1/3 geringerem Preis als sonst berechnet wird
  • Keine Einheitspreise, sondern individuell bemessen
  • Regionales Behandlungsnetzwerk: Keine Konkurrenz sondern Kooperation der mitmachenden AnbieterInnen
  • zum eigenen Wohl (jaja, das ist auch wichtig) und dem der PatientInnen
  • Informationen zur gesamten Methodenpalette online und als Broschur ("Kompass")
  • Therapieberatung/ Gesundheitscoaching  zu Beginn, wenn nicht klar ist, welche Methode hilfreich sein könnte

Das erste Heilnetz-Kooperationstreffen 2014

Was in Ostwestfalen seinen Anfang nahm, fand und findet seine Erweiterung aktuell in Hamburg, Osnabrück, Minden-Lübbecke-Schaumburg und im Sauerland - dort gibt es Heilnetz-"MacherInnen" , die regionale Heilnetze aufbauen und die Idee weitertragen. Diese Kooperationen entstanden, weil die KollegInnen auf der Heilnetz-Seite gelandet und von der Art und Weise des Projektes berührt waren. Daraus haben sich langsam aber sicher weitere Heilnetze entwickelt, aus einem Einzelprojekt ist sozusagen ein Netz der Netze entstanden.

Wie der Heilnetz-Ton klingt?
Was uns verbindet?
Warum wir uns nicht als schnödes Adressen-Sammel-Portal empfinden, sondern als ein Projekt mit Herz?

Diese Fragen standen beim "Koop-Treffen" an diesem Wochenende eigentlich gar nicht zur Debatte, sondern es gab unendliche viele wichtige praktische Fragen: Zu Technik und Web, zu Akquise und Werbung, zu Strukturen und Arbeitsabläufen, zu Redaktionsinhalten und Recherchefragen. Und schon zu Beginn war klar: Wir werden sie nicht alle beantworten können...

Zum Glück besannen wir uns im Fragenwust auf Wesentliches - auf die Grundlage unserer Arbeit, den Ton, den Heilnetz "macht" oder erklingen lässt und der uns zusammengebracht hat. Statt uns in Details zu verlieren, nahmen wir uns Zeit zu lauschen, den Ton zu spüren und erklingen zu lassen - ohne (gesprochene) Worte. Das kam dabei heraus:

Wunderbarerweise konnten wir nach dieser Übung so effizient zund zufriedenstellend Detailfragen bearbeiten, dass wir am Schluss zwar rechtschaffen müde, aber auch um einige Antworten reicher waren.

Die Idee, ein Netzwerk online zu schaffen, dass Menschen aus dem großen Bereich Ganzheitlicher Gesundheit verbindet, fand in unserem Treffen seinen Ausdruck. Wir nahmen uns zwei Tage Zeit, Übergeordnetes wie Respekt, Kooperation und Herz-Geist mit praktischen Fragen zu Suchmaschinenoptimierung und Werbung zu verbinden.

Wenn das mal kein guter Ton ist!

Ein letzter Gruß an Freia Kabel in Hamburg

Wie sehr du fehlen wirst: als Heilnetz-Macherin in Hamburg, als Freundin, Gefährtin, Mutter, Tochter, Schwester, Tante und Kollegin – vor allem aber als eine, die unnachahmlich-einzigartig Funkensprühen konnte und damit, ganz konkret und oft erlebt, mutlose Zweifel am Gelingen einer Sache klein und matt erscheinen ließ.

Du wirst fehlen als eine mit überbordender Lebenslust, großartigem Humor und ansteckender Begeisterungsfähigkeit für die drei Hs: Heilpraxis, Homöopathie und Heilnetz – und natürlich vieles mehr.

Du bunter Seelenvogel mit dem schönen Glanzgefieder – wir sehr hast du bezaubert. Sirrend und vibrierend flogst du mit uns, mit weiten Schwingen wurden Zweifel fortgetragen.

Wie gut du trösten konntest und wie unerschrocken Fragen stellen. Was für ein tolles Weib du warst mit allem Suchen, Ringen und auch Finden.

Und doch bist du jetzt da, wo dieser erdenschwere Körper nicht mehr zerrt und zieht und schmerzt – jetzt ist es buntgelichtet um dich rum, ein Glanz, den viele sehr vermissen werden. Zum Glück sind Seelen ja nicht ortsgebunden.

So können alle, die dich kannten, mit dir fliegen, sein und lachen – vor allem dann, wenn Zweifel angeschlichen kommen, die ein Projekt gefährden könnten: Dann, liebe Freia, ist es gut, dich FederFlügelVogel mal kurz zu fragen, was du zu sagen hast. Ich weiß, das wird ganz sicher helfen – und nicht nur mir.

Du fehlst.
Dem Heilnetz. Mir. Und vielen.

Und doch ist richtig tröstlich, dich überhaupt gekannt zu haben.
Und mit dir als Begleiterin, nicht mehr als Macherin, wird Heilnetz Hamburg weiter gehen – das versprechen wir.

Freia Kabel starb am 17. September im Hospiz in Hamburg-Volksdorf.

P.S. Und richtig froh bin ich, dass ich, als du noch lebtest, statt eines Nachrufes einen Zuruf für dich schrieb, der dich erfreute.

Heilnetz-Relaunch 2017

Es ist tatsächlich noch nicht lange her, es war im September 2015, dass Heilnetz ein neues Kleid bekam. Unsere Aufmerksamkeit galt damals der Notwendigkeit, die Seite an die mobilen Geräte anzupassen, es responsiv zu machen.

Die sehr zurückgenommen Gestaltung gefiel uns eigentlich gut, aber es gab einiges, das wir im ersten Anlauf nicht umsetzen konnten - zeitlich, energetisch und natürlich finanziell.

Also mussten einige Monate ins Land gehen, bis klar wurde: Wir müssen das noch ändern.

Drei neue Heilnetze im Land

Hinzu kam, dass es drei neue Heilnetze geben wird, Heilnetz Oberland ganz im Süden geht im Laufe dieser Woche schon online - und die dortigen MacherInnen hatten doch das ein oder andere, das ihnen an der alten Seite nicht so recht gefiel.

Also haben wir angefangen - und sind heute vorerst fertig geworden und stolz - allein die neue Übersichtsseite für das Lexikon oder natürlich die neue Präsentation der Adressen oder der eigene Anbieterbereich oder diese oder das...

Am besten sehen Sie selbst, was sich so verändert hat...und schreiben uns, wie Sie es finden. Das würde uns sehr freuen.

Im Laufe der nächsten Wochen kommen Wuppertal/ Bergisches Land und die Eifel dazu.

8 Jahre Heilnetz

Die Heilnetz-Aktivitäten benötigten neuen Raum, nachdem die Turnerstraße nicht mehr zur Verfügung stand – den stellte zunächst  Sabine Langscheidt unkompliziert und großzügig zur Verfügung, Gleiches gilt seit 2017 für Ela Buchwald von Einfach-Liebe. Die Technik betreute in diesen Jahren Martin Damken aus Berlin, der geduldig und kreativ an meiner Seite blieb, was sicher nicht immer einfach war. Außerdem sorgten und sorgen die Redaktionsfrauen Andrea Kornfeld, Martina Seifert und Natalie Nicola für eine Entwicklung unserer Inhalte, die KooperationspartnerInnen aller Heilnetze brachten jeweils eine ganz eigene Energie und viele tolle Ideen mit, die Heilnetz Stück für Stück besser machen.

Ein gemeinsamer Dienst – eine gemeinsame Dienstleistung

Heilnetze verbinden Menschen. Die beteiligten ganzheitlich  arbeitenden KollegInnen werden einzeln und in der Gemeinschaft sichtbar und können auf diese Weise von Einzelnen gefunden und als Ganzes wahrgenommen werden.

Mag sein, dass reine Datenportale besser optimiert sind – daran arbeiten wir natürlich auch. Aber die Grundidee der Verbundenheit wird sicher von wenigen so deutlich gelebt und gestärkt. In den einzelnen Regionen (von denen es aktuell 13 gibt) treffen sich HeilnetzerInnen in ganz unterschiedlicher Weise, sie tauschen sich aus, unterstützen sich gegenseitig dabei, besser gefunden zu werden. Konkurrenz zu spüren heißt, Angst zu haben, Angst vor Mangel, davor, nicht überleben zu können als Kleinunternehmerin. Daran ist nichts falsch oder verwerflich, die allermeisten von uns kennen diese Angst und auch Konkurrenz oder das schreckliche Gefühl des Neids gut. Leider, oder zum Glück, basiert die Angst auf einem Irrtum, den wir gemeinsam erkennen und heilen können.

Hier gilt mein besonderer Dank den 10 Menschen, Dschungelscouts, die über das Jahr 2017 hinweg an einem neuartigen Online-Salutogenese-Instrument mitgearbeitet haben, aus dem letztlich das im Februar zu testende Vermittlungs-Tool beinahe zufällig entstehen konnte. Außerdem möchte ich denen danken, die im Laufe der Jahre immer mal wieder am AMAT-Projekt mitgearbeitet haben. Dieses ruht zwar gerade, aber ich bin sicher: Es ruht nur und wird noch umgesetzt werden.

Gemeinsam geht alles

Denn tatsächlich kommen wir gemeinsam IMMER weiter als allein. Und tatsächlich gibt es keine zwei KollegInnen, die dasselbe anbieten würden. Schon gar nicht dieselbe Art des Kontaktes, der Beziehung.  Studien zeigen: Mehr als 70 Prozent eines Therapieerfolges liegt in der Beziehung begründet, nicht in der Methode, die wir alle immer noch für so besonders wichtig halten. Nicht sollte uns davon abhalten, unser Wissen zu teilen, unsere Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen, nichts heilt uns mehr, als Liebe, Gemeinschaft und Verbindung.

Heilnetze überall

Aus einem einzigen Netz in Ostwestfalen, mit 55 großartig offenen KollegInnen zu Beginn sind mittlerweile 13 Heilnetze mit 700  geworden – und es werden jeden Monat mehr. Und weil wir möchten, dass dieses Gewebe bundesweit spürbar wird, freuen wir uns riesig über KollegInnen aus dem weiten Bereich zwischen Therapie, Coaching, und Beratung – auch Institute finden wir toll als KooperationspartnerInnen- die unsere Idee fühlen und verstehen und Lust haben, sie weiterzutragen.

Für mich persönlich liegen unfassbar erlebnis- und lehrreiche Jahre hinter mir, die tiefgreifenden Transformationsprozesse (auch wider Willen) mit sich brachten. Ich durfte viel über meine inneren Konzepte lernen, über Erfolg, Scheitern, Präsenz, Loyalität, (Un)-Geduld, Freundschaft, Liebe, Neid, Konkurrenz und und und – und allein dafür gebührt mein Dank allen und allem.

Das (aktuell) ziemlich Wichtigste zum Schluss

Ganz besonders, und deshalb ganz zum Schluss, freue ich mich, seit dem 1.1.2018 erneut in Gemeinschaft zu arbeiten. Die Heilnetz GbR wird durch Hans Jürgen Fricke bereichert, der als Heilpraktiker und Programmierer wie geschaffen ist, die Heilnetz-Geschicke weiter mit zu gestalten. Außerdem ist er voller Humor, schlau und sehr geduldig – was will ich, was kann Heilnetz mehr erwarten?

Mit dieser GbR starten wir Ende Februar ein niegelnagelneues Online-Projekt – mehr dazu demnächst hier. Es wird viel zu berichten geben. Heilnetz OWL und Heilnetz Minden bleibt dabei in meinen Händen, ganz unabhängig von den Geschicken der Heilnetz GbR.

Das zehnte Jahr: Vollständigkeit

Neun Jahre hat es gebraucht, bis mit der Heilnetz-Vermittlung ein Instrument entstanden ist, das ich zu Beginn schon geträumt hatte, ohne konkret fassen zu können, von was ich da träumte. Ich wusste, dass dem Portal etwas fehlte, haderte damit, ob die Heilnetze wirklich hilfreich wären – wurde zum Glück immer wieder von Anbieter*innen und Kooperationspartner*innen darauf aufmerksam gemacht, wie gut die Heilnetze „funktionierten“. Dennoch hatte ich immer nur kleine Antworten – und weiterhin große Träume, aus Heilnetz ein einzigartiges Hilfsinstrument zu machen. Ein Instrument, dass für Suchende und User ebenso nützlich wäre wie für Anbieter*innen, also etwas, das es bisher zumindest im deutschsprachigen Internet nicht gibt.

Und voila: Mit der Heilnetz-Vermittlung ist genau das aus meiner Sicht gelungen, was mich auf eine tiefe Weise froh und zufrieden macht. Natürlich war das alles nur möglich, weil ich in all den Jahren wunderbare Menschen, Kolleg*innen an meiner Seite hatte, die direkt und indirekt dafür gesorgt haben, dass Heilnetz zu dem werden konnte, was es jetzt ist. Denn auch wenn dieser Bericht ein sehr persönlicher ist und aus meiner Sicht erzählt, wäre alles nichts ohne die vielen, die mich und das Projekt auf unterschiedlichste Weise immer wieder unterstützt haben.

Wenn es uns jetzt noch gelingt, in den Regionen solidarische Versicherungsalternativen für den Bereich Ganzheitlichkeit zu entwickeln, die es jedem Menschen ermöglichen, Begleitungen dieser Art wählen zu können, bin ich endgültig zufrieden. Ich stelle mir jedenfalls vor, dass es so sein könnte…also dass mir nichts mehr einfällt, was wir noch für Heilnetz entwickeln könnten.

Mit herzlichem Gruß,
Conny Dollbaum-Paulsen

Unsere Kooperations-Partner*innen

Zuständig für die Regionen zwischen Flensburg und München, Mühlheim und Dresden: Die Kooperations-Partner*innen der einzelnen Heilnetze, die in Eigenregie geführt werden.

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