Verbundenheit am Osterfest

Frühstücksmeditation

Verbundenheit am Osterfest
Foto: Pixabay

von Conny Dollbaum-Paulsen

Heute, Ostersonntag, am vielleicht etwas üppiger gedeckter Frühstückstisch - vermutlich waren bei vielen Nicht-Veganer*innen bunte Eier im Spiel, vielleicht ein Hefezopf und ganz vielleicht ein undefinierbares Gefühl von Oster-Licht...

Ein Ostersonntag, der die Hoffnung zurückbringt, nachdem das Leid fast unaushaltbar war, scheint sehr geeignet, die Frühstücksmeditation mal zu versuchen. Die Übung kommt aus dem tibetischen Buddhismus und schärft das Bewusstsein für die gegenseitige Verbundenheit weit über unser normales Bewusstsein hinaus – außerdem ist sie in ihrer Wirkung ebenso verblüffend einfach wie eindrucksvoll, ein echtes Überraschungs-Ei...

Die Frühstücksmeditation. Sich verbunden fühlen

Sorge dafür, dass Du mindestens 20 Minuten Zeit hast und währenddessen nicht gestört wirst. Nimm eine entspannte Sitzhaltung ein – komme zur Ruhe (so weit das möglich ist) und vergegenwärtige Dir Dein heutiges Frühstück oder die letze Mahlzeit, die Du zu dir genommen hast.

Erinnere Dich zunächst so genau wie möglich an die konkrete Situation:

  • Wie waren die äußeren Umstände?
  • Wie sah beispielsweise der Tisch aus, an dem Du gesessen hast?
  • Hast Du Besteck benutzt, wie sah Deine Tasse, Dein Glas aus?
  • Wenn es zu schwierig ist, Dir das konkret Gewesen zu vergegenwärtigen, kannst Du Deine Phantasie zu Hilfe nehmen und das Bild vervollständigen

Nachdem die Situation so genau wie möglich vor Deinem inneren Auge entstanden ist, kannst Du nun beginnen, möglichst viele Menschen und Lebewesen vor Dein inneres Auge zu holen, die daran beteiligt waren, dass Du gerade heute diese Mahlzeit zu Dir nehmen konntest.

  • Dabei spielen Verkäufer*innen eine Rolle, LKW-Fahrer*innen, Menschen, die Deine Tasse erdacht, hergestellt, geliefert, verkauft und und und haben
  • Die Menschen im E-Werk, die den Strom bereitstellen, die Seeleute auf den Schiffen, die Kaffee und Tee transportieren
  • Die Bäuer*innen, die die Kühe gefüttert, gepflegt und gemolken haben
  • Die Kühe, die Bäume, die Sträucher, die Bienen die Mini-Lebewesen
  • Wolken, Regen, Sand...

Versuche, viele Bezüge herzustellen und dabei allen gegenüber ein Gefühl der Dankbarkeit, denn ohne sie gäbe es Deine Mahlzeit nicht.

Nach ca. 20 Minuten kannst Du in Dein normales Tagesbewusstsein zurückkehren – und vielleicht nicht nur an den Ostertagen das Gefühl der Verbundenheit ab und zu aufblitzen lassen.

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