Porträt einer Heilnetzerin

Eine Kinderflüsterin erzählt

Porträt einer Heilnetzerin
© Cornelia Beyer

von GastautorIn

Heilnetz-Interviews haben einen besonderen Reiz - sie versuchen, den Spirit der Begeisterung ebenso einzufangen wie Informationen zu ganz unterschiedlichen Methoden und Vorgehensweisen zu vermitteln - also Herz und Kopf zusammenzubringen. Die Interviews folgen einem Grundschema, eigentlich sind es sieben Fragen - Cornelia Beyer, die Kinderflüsterin, hat die Antworten auf ihre eigene Weise gegeben.

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Auf die Fragen, wann, warum und wie diese sehr besondere Arbeit begonnen hat, antwortet die Heilpraktikerin so:
Cornelia Beyer:

Die Spezialisierung in meiner Praxis auf das Thema ungewollte Kinderlosigkeit, Fehlgeburten und jetzt auch Todgeburten, das Thema Tod rund um die Geburt herum, ist mir sozusagen zugeflogen.

Es war im Jahr 2008 - ich hatte schon einige Jahre als Kunst- und Traumatherapeutin (nach Peter Levine) gearbeitet und gleichzeitig meinen Vater mitgepflegt und später auch im Sterben begleitet, als eine neue Klientin zu mir kam. Sie wünschte sich ein 2. Kind – die Tochter war schon neun Jahre alt und es wollte einfach nicht klappen.

Die Begeisterung zu Beginn

Das war der Anfang: ich war begeistert - auf einmal öffnete sich mir von selbst das Thema Anfang des Lebens, wo ich ja gerade so viel mit dem Ende des Lebens beschäftigt war. Aus dieser Begeisterung ist meine Leidenschaft geworden, Paare dabei zu begleiten, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit sich ihr Kinderwunsch erfüllt. Hindernisse können aus dem Familiensystem, durch die Ahnen, aus der eigenen Kindheit, durch übernommene Glaubenssätze, durch vorausgegangene Fehlgeburten oder Todgeburten und so viel mehr entstehen.

Ich habe mich inzwischen zusätzlich als Hypnotherapeutin ausbilden lassen: das ist ein wunderbarer Weg, mit der Unterstützung des Unbewussten verdrängte Erfahrungen zu entdecken, aufzulösen und Positives einzuladen. Die Kreativität, der innere Reichtum des Unbewussten unterstützt und führt den Weg, den ich meistens mit den Frauen gehe – allmählich trauen sich auch die Männer in die Praxis.

Sehr wichtig ist mir, den Frauen klarzumachen, dass sie die Meisterin ihrer eigenen Wandlung sind.

Nach schmerzhaften Verlusten bin ich einfühlsam und kompetent an Ihrer Seite, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn ein Kind viel zu früh geht. Ich weiß, dass die Wandlung Zeit braucht, bis Freude und Leichtigkeit wieder Einzug halten dürfen im eigenen Leben. Ich kenne die Fragen warum ich, wieso das und ich habe Antworten darauf gefunden.

Das Leben ist größer als wir ahnen

Antworten, die mich die Hingabe an das Leben gelehrt haben, das Leben, das so viel größer ist als unser persönliches Wünschen und Wollen. Und doch ist dieses Leben auch die Kraft, in der Geburt und Tod geborgen sind, in der wir alle geborgen sind, im Fluss des Lebens. Diese Erfahrung, Erfahrungen verschiedenster Verluste in meinem Leben, meine daraus entstandene Weisheit und meine Präsenz sind die Schätze, die ich in meine Arbeit einbringe neben verschiedensten therapeutischen Methoden, energetischer Heilarbeit, Essenzen, Ernährung und miteinander Sein in der Natur.

Mein innere Haltung ist, dass jeder Mensch zum Schatzmeister der eigenen Erfahrungen werden kann, im eigenen Tempo, im eigenen Rhythmus – das braucht Zeit und Liebe, immer wieder neu … doch irgendwann steigt die Frau, der Mann, das Paar aus der eigenen Tiefe verwandelt wieder auf wie Phönix aus der Asche. Sie und er sind nicht mehr dieselben: gleichzeitig stehen sie gut verankert am Grund ihres Seins, bereichert und stark, in den Stürmen des Lebens. Letzthin habe ich gelesen: wir sind dem Leben gewachsen, denn wir sind das Leben selbst. Die Befreiung dieser Lebenskraft ist eine Säule in meiner Arbeit.

Beim Thema Kinderwunsch arbeite ich inzwischen zusätzlich mit den Reflexen (Flucht-, Kampf- und Erstarrungsreflex), die im Stammhirn ihren Platz haben und sich in der Frühschwangerschaft (4.-12. Schwangerschaftswoche) entwickeln. Die Klärung der eigenen Reflexe ermöglicht die Entstehung von neuem Verhalten und wie es ausschaut, könnte damit die Weitergabe transgenerationaler Traumen gelockert bzw. sogar unterbrochen werden. Das erforsche ich gemeinsam mit meinen KlientInnen.

HN: Was ist dein Herzensanliegen dabei?
Cornelia Beyer:

Mein Herzensanliegen ist, dass Paare wieder die eigene Macht über ihre Fruchtbarkeit zurück bekommen, dass sie bei Verlusten in einem geschützten Rahmen trauern dürfen über den kostbaren Schatz, den sie verloren haben. Dass das Tabuthema Todgeburt gehört, gesehen und gefühlt werden darf. Das wird noch viel zu häufig verschwiegen – keine Frau, kein Mann muss diesen Weg alleine gehen: wir sind soziale Wesen, die im Miteinander heilen.

HN: Warum glaubst du, braucht die Welt genau dieses Angebot?
Cornelia Beyer:

Ich glaube, die Welt braucht dieses Angebot, damit auch die schmerzhaften, verschwiegenen Erfahrungen ihren Platz bekommen und den Menschen das Ausmaß ihrer eigenen Schöpferkraft wieder bewusst wird.

HN: Nenne doch bitte drei Gründe, die Menschen dazu bewegen könnten, dein Angebot in Anspruch zu nehmen:

  • wenn ein Kind zu früh gegangen ist, bringe ich die Eltern in Kontakt mit der Seele – sehr häufig erleben sie dann die Präsenz dieses Wesens, bekommen tröstende Botschaften und erfahren Zuversicht und Sinn, so dass sie ihre Trauer verarbeiten und weitergehen können auf ihrem Lebensweg.
  • wenn sich ein Paar unsicher ist, ob es sich für künstliche Befruchtung, eine Embryonenspende öffnen oder sich eventuell vom Kinderwunsch verabschieden soll, verbinde ich es mit der Weisheit des Unbewussten, um die stimmige Entscheidung zu fällen.
  • wenn Sie möchten, dass Ihr Kind frei von familiären generationsübergreifenden Belastungen von Anbeginn an frei seinen Weg auf dieser Erde gehen darf, können Sie einiges dafür tun.

Wunder sind möglich – auch beim unerfüllten Kinderwunsch.

Mein Wunsch ist, dass Sie nach schmerzhaften Erfahrungen wieder erblühen mögen.

Ein Artikel von Cornelia Beyer

Heilpraktikerin

Heilpraxis Erdgezeiten

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