Raus aus dem Winterschlaf

Die Kraft des Bär-lauchs

Raus aus dem Winterschlaf

von Conny Dollbaum-Paulsen

Die Bärin ist aus ihrem Winterschlaf erwacht. Ihr Bauch ist leer, ihr Körper schwach und die Sonne brennt in ihren Augen. Witternd hält sie ihre Nase in den Wind – es riecht nach Frühling. Es riecht nach Leben, Freiheit und Nahrung.

Mir geht es ähnlich. Ich sitze nach dem langen Winter am Waldrand hinter meinem Haus und blinzele in die Sonne. In wenigen Minuten wird sie untergehen, begleitet von einem mehrstimmigen Vogelkonzert. Einem Crescendo der Lebensfreude.

In der Luft liegt der würzige Geruch des Bär-lauchs, welcher überall um mich herum aus dem Dunkel des Erdreiches emporstößt. (Für die hungrige Bärin wäre das ein wahrer Gaumenschmaus.)

Sein strahlendes Hellgrün berührt mein Herz und meine Seele. Ich lasse diese Berührtheit bewusst zu und folge meinem spontanen Impuls, mich mitten in den Bärlauch zu setzen.

Hier halte ich inne, spüre die Erde unter meinem Hintern und sauge den würzigen Geruch ein. Ich werde langsam still und entspanne mich. Dabei entsteht eine Zwiesprache zwischen mir und dem Pflanzenwesen Bärlauch.

„ Lieber Bärlauch, du erfreust mich mit deinem vitalen Grün und deiner immensen Kraft, die dich durch das harte und dunkle Erdreich hervorstoßen lässt. Woher nimmst du diese Kraft?“ – Eine innere Antwort entsteht in mir:„ Diese Kraft lebt auch in dir (Heide) und möchte sich jetzt Bahn brechen. Dein innerer Winter ist vorbei. Komm aus deinem Rückzug, komm aus deiner Winterhöhle heraus und zeig dich.“ –Heide: „Ich kann diese Kraft gerade gar nicht spüren. Wo ist sie? Was kann mich unterstützen?“ – Innere Antwort: „ Tu es wie ich und nähre andere.“- Heide: „Vielen Dank.“

Weitere Resonanzen, die der Bärlauch in dir auslösen kann:

  • Vitalität und Lebensfreude
  • Aufbruchsstimmung
  • Vorreiter sein (sie ist eine der erste Pflanzen nach dem Winter)
  • Spricht die Sinne an (Geruch, Augen, Tastsinn, Geschmack)
  • Nicht zu bändigen (starke Vermehrung durch seine Zwiebeln)
  • Reinigung (er putzt innerlich gut durch)
  • die vitale Grünkraft verinnerlichen (ihn essen)
  • Sich ganz und gar zu verschenken (von der Zwiebel bis zur Blüte ist alles essbar)
  • Er steht immer in großen Gemeinschaften

Ihr könnt auch mit folgender Frage experimentieren: „ Wo bin ich wie du und wo bist du wie ich?“

Mein vorfrühlinghafter Naturimpuls für Dich

Finde bei einem deiner nächsten Spaziergang (in einem Park, Friedhof, Wald, …) Plätze, an denen du Neues im Alten entdecken kannst. Verweile dort etwas und schau dir diesen Ort genau an. Lausche auf seine Geräusche, lausche auf deine Gefühle, werde still.

  • Wo ist schon der Aufbruch des Frühlings zu erkennen?
  • Was fühlst du dabei?

Nimm es wahr, ohne es zu bewerten, ohne dich dabei anzustrengen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, alles ist eine Erfahrung, mit der dein Herz in Resonanz gehen möchte.

  • Was engt dich ein oder blockiert dich sogar?
  • Was möchte in dir neu werden?
  • Du kannst dich auch zwischen Gestrüpp, dichtem Baumbestand oder ähnlichem durchzwängen und dir dabei vorstellen, ein weiteres Stückchen deiner ‚alte Haut‘ abzustreifen

Erfährst du keine spürbare Resonanz, so geh weiter an einen neuen Ort. Bleib neugierig, ohne dich dabei unter Druck zu setzen.

Viel Freude dabei!

 

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