Chakren verbinden physischen mit feinstofflichem Körper

Chakren – Energiezentren des Körpers

Chakren verbinden physischen mit feinstofflichem Körper
© HigherMind

von Gastbeitrag

Das Wort “Chakra” (Plural: Chakren) kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Rad oder Kreis. Hinter dem aus dem Hinduismus stammenden Konzept der Chakren versteht man feinstoffliche Energiezentren, welche sich im Körper befinden. Durch diese Energieknoten fließt wiederum die Lebensenergie, welche Prana genannt wird.

Sieben Chakren

Es gibt insgesamt sieben große Hauptchakren, welche entlang der Wirbelsäule verlaufen und zahlreiche kleinere Nebenchakren. Sind die Chakren geöffnet und aktiviert, kann die Lebensenergie frei durch den gesamten Körper fließen. Wenn die Chakren jedoch blockiert sind, kann die Lebensenergie nicht mehr ungehindert durch den Körper strömen, was zu körperlichen Beschwerden führen kann.

Das Konzept der Chakren findet im Yoga und Ayurveda große Beliebtheit. Ebenso hat es Übereinstimmungen mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), denn auch hier geht man davon aus, dass es Energiebahnen und Energiepunkte im Körper gibt, welche von größter Bedeutung für die Gesundheit sind. Diese besonderen Energieknoten werden beispielsweise bei der Akupunktur behandelt.

Ziel der Chakren-Arbeit

In der Chakren-Lehre steht der mentale Zustand des Menschen im Mittelpunkt. Es wird davon ausgegangen, dass sich seelische Traumata und unverarbeitete emotionale Wunden in Form von Blockaden in unterschiedlichen Chakren festsetzen.

Ziel der Chakren-Arbeit ist es, diese Blockaden zu identifizieren und aufzulösen, damit die Lebensenergie wieder frei fließen kann. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden, wie beispielsweise Meditation, Yoga, Atemübungen, Klangheilung oder die mit der Selbstreflexion einhergehende Arbeit an den eigenen emotionalen Verletzungen.

Da so gut wie jeder Mensch im Laufe seines Lebens in irgendeiner Form kleinere und größere Traumata erlebt hat, möchte ich zunächst einmal darauf eingehen, wie Chakra-Blockaden entstehen.

Ursachen für Chakra-Blockaden

Es gibt vielfältige Ursachen für Chakra-Blockaden. Zumeist hängen sie jedoch stark mit unserem emotionalen Wohlbefinden zusammen. Hier kommen die häufigsten Ursachen für Chakra-Blockaden:

Emotionale Traumata

Wenn wir starke negative Emotionen wie Angst, Wut oder Schuldgefühle in uns tragen, können diese Gefühle Chakra-Blockaden verursachen. Wenn diese Gefühlszustände nicht angemessen verarbeitet und aufgelöst werden, können sie sich in den Energiezentren des Körpers festsetzen.

Negative Kindheitserfahrungen

Schlechte Kindheitserfahrungen, wie beispielsweise Vernachlässigung, Missbrauch oder mangelnde elterliche Liebe, können zu Blockaden in verschiedenen Chakren führen. Hierbei sind insbesondere die ersten Lebensjahre als Kleinkind sehr prägend.

Ungesunder stressiger Lebensstil

Ein negativer und stressiger Lebensstil, welcher beispielsweise aus Arbeitsüberlastung, Schlafmangel oder schlechter Ernährung besteht, kann zu Chakra-Blockaden führen.

Negative Glaubenssätze

Negative Glaubenssätze und Denkmuster, wie Selbstkritik oder Selbstzweifel, können Stress in uns verursachen und sich daher negativ auf unsere Chakren auswirken.

Bewegungsmangel

Ein Mangel an körperlicher Bewegung, beispielsweise durch zu viel Sitzen, kann dazu führen, dass die Lebensenergie in den Chakren stagniert, wodurch wiederum Blockaden entstehen können.

Übersicht über die 7 Chakren

1. Wurzelchakra

Das Wurzelchakra wird auch Muladhara-Chakra genannt. Es ist das erste der sieben Hauptchakren und befindet sich in der Nähe des Steißbeins bzw. beim Perineum. Dieses Chakra repräsentiert Themen wie Sicherheit, Überleben, Verwurzelung oder Stabilität.

Ursachen für Chakra-Blockaden in diesem Bereich können häufige Angstzustände oder Zukunfts- und Existenzängste sein, welche sich als permanente Anspannung im Körper manifestieren. Der erste Schritt zur Öffnung des Wurzelchakras besteht darin, diese Spannung loszulassen, indem man sich eingesteht, dass viele dieser Ängste nur Hirngespinste sind und es selbst im Worst Case immer Lösungen gibt.

2. Sakralchakra

Das Sakralchakra ist auch als Swadhisthana-Chakra bekannt. Es ist das zweite Hauptchakra und befindet sich etwa zwei bis drei Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels. Dieses Chakra umfasst Themen wie Leidenschaft, Sexualität, Lebendigkeit, Kreativität oder persönlichen Ausdruck.

Unterdrückte Emotionen, sexuelle Schamgefühle, Beziehungskonflikte oder mangelnde Selbstliebe können dieses Chakra schwächen und zu Blockaden führen. Um das Sakralchakra zu öffnen, sollten wir uns erlauben, sinnlich zu sein und uns frei auszudrücken.

3. Solarplexuschakra

Das Solarplexuschakra, auch als Manipura-Chakra bekannt, ist das dritte der sieben Hauptchakren. Es liegt im oberen Teil des Bauches, etwa zwei bis drei Fingerbreit über dem Bauchnabel. Es repräsentiert Macher:innen-Fähigkeiten wie beispielsweise das Treffen von Entscheidungen, das Umsetzen von Zielen, oder das Bewältigen von Herausforderungen.
Ebenso steht es für Freude und persönliche Kraft.

Selbstzweifel oder Unsicherheit können zu Blockaden in diesem Chakra führen, welche durch ein gesundes Maß an Selbstvertrauen und Willenskraft wieder gelöst werden können.

4. Herzchakra

Das Herzchakra wird auch Anahata-Chakra genannt. Es ist das vierte Hauptchakra und hat eine besondere Bedeutung, denn es ist das Zentrum der Liebe. Es beheimatet ebenso Eigenschaften wie Mitgefühl, Empathie oder friedvolle zwischenmenschliche Beziehungen. Das Herzchakra befindet sich im Bereich des Brustkorbs, zwischen den Brustwarzen und erstreckt sich nach innen.

Blockaden in diesem Bereich können durch Erfahrungen wie Ablehnung, Zurückweisung oder fehlende Selbstliebe entstehen und äußern sich beispielsweise in fehlendem Mitgefühl oder skrupellosem Verhalten. Um das Herzchakra zu öffnen, ist es hilfreich, den Weg zur Selbstakzeptanz zu beschreiten und in einen einfühlsamen Gesamtzustand einzutreten.

5. Halschakra

Das Halschakra, welches auch als Vishuddha-Chakra bekannt ist, befindet sich im Bereich des Kehlkopfes. Es ist das fünfte der sieben Hauptchakren und eng mit Eigenschaften wie Selbstausdruck, Kommunikation, Wahrheit und Kreativität verbunden.

Wenn wir unsere Gedanken und Gefühle nicht aufrichtig ausdrücken können, sei es gegenüber uns selbst oder anderen Menschen, kann dies zu Blockaden in diesem Chakra führen. Daher ist es besonders wichtig, ehrlich zu sein und sich selbst mitzuteilen, wenn wir dieses Chakra von Blockaden befreien möchten.

6. Stirnchakra

Das Stirnchakra ist auch als Drittes Auge bzw. Ajna-Chakra bekannt. Es liegt zwischen den Augenbrauen, in der Mitte der Stirn und ist das sechste Hauptchakra. Eigenschaften, welche stark mit dem Stirnchakra verbunden sind, umfassen Intuition, Weisheit, Verbundenheit oder Vorstellungskraft. Das Dritte Auge repräsentiert ebenso die Fähigkeit, jenseits der physischen Realität zu sehen und in die innere Welt einzutauchen, weshalb es für viele Menschen so faszinierend ist.

Blockaden in diesem Chakra können sich in Form von mangelnder Vorstellungskraft, fehlender Klarheit oder einem Gefühl der Trennung von der inneren Weisheit äußern. Um dieses Chakra zu öffnen, ist es ein guter Anfang, wieder zurück zu sich selbst zu finden und die innere Stimme klarer wahrzunehmen.

7. Kronenchakra

Das Kronenchakra wird auch Scheitelchakra genannt. Es ist auch unter dem Begriff Sahasrara-Chakra bekannt und befindet sich am höchsten Punkt des Kopfes, direkt über der Schädeldecke. Das Kronenchakra ist das siebte Hauptchakra und wird mit innerem Frieden, bedingungsloser Liebe und Weisheit verbunden. Es gilt ebenso als Brücke zum Höheren Selbst und repräsentiert die Erleuchtung.

Ein übermäßiger Fokus auf materielle Dinge, begleitet von einem Mangel an spirituellen Aktivitäten, kann zu Blockaden in diesem Chakra führen. Dies äußert sich dann im Empfinden von geistiger Leere. Spirituelle Methoden wie Meditation oder Yoga können dabei helfen, dieses Chakra wieder zu öffnen.

© Andreas Schwarz

Über den Autor

Andreas Schwarz ist Bestseller-Autor und decodiert in seinem neuesten Werk "Meditation entschlüsselt – In acht Stufen das Gedankenkarussell stoppen, zur inneren Ruhe finden und das wahre Selbst entdecken" das Geheimnis der Meditation. Er ist ebenso Gründer von HigherMind - einer Online-Lernplattform für spirituelle Menschen.

Andreas Schwarz
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