WochenTipp: Mädesüß

„Wiesen-Aspirin“ schonend bei sommerlichen Beschwerden

von Tatiana Selinger © AdobeStock_1965910251
21. Juli 2026 von Géraldine Sommer

Mädesüß wächst bei uns überall an Bachrändern und erfreut durch ihren betörenden Duft.
Neben ihrem lieblichen Geschmack bringt sie als Tee beruhigende und schmerzstillende Eigenschaften, die uns bei jedem Infekt oder Magen-Darm-Erkrankungen zugute kommen.

In der Volksheilkunde nutzt man Blüten und Kraut getrocknet oder frisch bei Erkältungskrankheiten, da die Pflanze fiebersenkend, schweißtreibend und entzündungshemmend wirkt. Ebenso wird sie bei Gicht eingesetzt oder bei Nieren- oder Blasenentzündung.

Außerdem gilt Mädesüß als „Wiesen-Aspirin“, es enthält natürliche Salicylverbindungen – ein Pflanzenwirkstoff, der schonend bei sommerlichen Beschwerden helfen kann.
Ob leichte Kopfschmerzen bei Hitze, innere Unruhe oder das Gefühl von Überhitzung – sie gilt seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel.
Achte dabei auf die Dosierung, denn in großen Mengen kann Mädesüß aufgrund eines enthaltenen Glykosids auch Kopfschmerzen auslösen.
Frisch oder getrocknet als Tee (lieblicher Tee 1 TL auf 1/4l Wasser bei 5min Ziehzeit, Heiltee 10min) oder Wasser-Kaltauszug.

Und: Richtig lecker in einer Wildkräuterlimo (dafür einfach über Nacht in Apfelsaft ziehen lassen, abseihen und mit Sprudel mischen) oder ähnlich wie Waldmeister zum Aromatisieren verschiedenster Speisen verwenden – für etwa sechs Stunden in Wasser, Milch, Sahne, Wein oder Getreidedrinks ziehen lassen, abseihen und trinken oder nach Belieben weiter verwenden.

Ein Artikel von
Géraldine Sommer

Géraldine Sommer - Waldgärtnerin, Permakultur-Designerin, Pädagogin
Waldgärtnerin, Permakultur-Designerin, Pädagogin
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