Die Kunst der guten Vorsätze:
Wie du deinen Zielen mit Selbstmitgefühl und Klarheit näherkommst
Die Zeit zwischen den Jahren ist traditionell ein Moment der Besinnung. Die Luft ist erfüllt von dem Wunsch, das Jahr hinter sich zu lassen und im neuen Jahr alles anders zu machen – besser, erfolgreicher, glücklicher. Doch wie oft haben wir uns schon vorgenommen, uns zu verändern, nur um nach wenigen Wochen festzustellen, dass die guten Vorsätze wieder auf der Strecke geblieben sind? Warum ist das so und wie kannst du verhindern, dass auch deine Vorsätze im nächsten Jahr nicht nur leere Worte bleiben?
Der Mythos der „perfekten Veränderung“
Zunächst einmal ist es wichtig, den Mythos zu entlarven, dass Veränderungen von heute auf morgen geschehen müssen. Viel zu oft erwarten wir von uns selbst, dass wir uns sofort in ein völlig neues Leben stürzen, als hätten wir einen Zauberstab, der alle Probleme mit einem Schlag löst. Doch wahre Veränderungen sind keine plötzlichen Sprünge – sie sind vielmehr kleine Schritte, die du mit Geduld und Achtsamkeit gehst.
Wenn du dir also vornimmst, mehr Sport zu treiben, gesünder zu essen oder mehr Zeit für dich selbst zu nehmen, dann sei dir bewusst, dass dieser Prozess nicht über Nacht geschehen kann. Du musst dich selbst nicht unter Druck setzen, perfekt zu sein. Perfektion ist keine Voraussetzung für Veränderung, sondern vielmehr das Mitgefühl mit dir selbst, wenn es mal nicht läuft. Es ist wichtig, zu verstehen, dass Rückschläge und Fehler Teil des Weges sind – nicht das Ende.
Realistische Ziele setzen
Oftmals scheitern Vorsätze, weil sie zu unrealistisch oder zu vage formuliert sind. Vielleicht hast du dir schon einmal vorgenommen, „mehr Sport zu machen“, aber was bedeutet „mehr Sport“ eigentlich konkret? Vielleicht „mehr“ als gestern, aber wie oft ist „mehr“ eigentlich genug, und wie motiviert man sich dafür langfristig? Es reicht nicht aus, nur eine grobe Vorstellung zu haben. Deine Ziele sollten konkret und erreichbar sein.
Setze dir Ziele, die sowohl herausfordernd als auch realistisch sind. Zum Beispiel: „Ich gehe dreimal pro Woche für 30 Minuten spazieren“ oder „Ich nehme mir jeden Sonntag eine Stunde für mich selbst, um zu lesen oder zu meditieren.“ Solche klaren und konkreten Ziele schaffen nicht nur Orientierung, sondern sie sind auch messbar, was dir hilft, deine Fortschritte zu erkennen und dich zu motivieren.
Das Geheimnis des Selbstmitgefühls
Das größte Geheimnis erfolgreicher Vorsätze ist Selbstmitgefühl. Wir leben in einer Welt, die uns ständig dazu drängt, schneller, besser und erfolgreicher zu sein. Doch genau dieser Druck führt häufig dazu, dass wir uns selbst zu sehr verurteilen, wenn wir mal scheitern. Dabei ist gerade in diesen Momenten das Gefühl des Mitgefühls mit sich selbst entscheidend.
Wenn du also mal einen Tag auslässt oder ein Ziel nicht erreichst, sei nicht zu hart zu dir. Erinnere dich daran, dass Veränderung ein Prozess ist – mit Höhen und Tiefen. Genauso wie du einem guten Freund beistehen würdest, wenn er einen Rückschlag erlebt, so solltest du auch dir selbst zur Seite stehen. Sprich mit dir, als würdest du mit einem liebevollen Begleiter reden – nicht mit einem Kritiker.
Kleine Schritte, große Wirkung
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, sich klarzumachen, dass kleine Schritte zu großen Veränderungen führen können. Du musst nicht gleich das ganze Leben umkrempeln. Was zählt, sind die kleinen, stetigen Fortschritte. Vielleicht beginnst du mit 10 Minuten Meditation am Tag oder einem Glas Wasser mehr als sonst. Auch diese kleinen Schritte haben eine enorme Wirkung auf dein Wohlbefinden und führen dazu, dass du dich deinem Ziel Stück für Stück näherst.
Erinnere dich: Veränderungen müssen nicht dramatisch und plötzlich sein. Sie können leise, beinahe unbemerkt geschehen, aber ihre Wirkung wird tief gehen. Wichtig ist, dass du dranbleibst und dir selbst immer wieder die Erlaubnis gibst, neu zu starten.
Das Fazit: Die Veränderung, die du suchst, beginnt bei dir
Am Ende geht es bei guten Vorsätzen nicht nur darum, äußere Veränderungen zu bewirken, sondern auch, eine innere Haltung der Achtsamkeit und des Mitgefühls zu entwickeln. Du musst dich nicht unter Druck setzen, sofort alles perfekt zu machen. Vielmehr geht es darum, mit kleinen, aber stetigen Schritten deine Ziele zu verfolgen, dir selbst immer wieder die Erlaubnis zu geben, Fehler zu machen und dich auf deinem Weg zu begleiten, statt dich zu kritisieren.
Das neue Jahr ist nicht der einzige Zeitpunkt, an dem du beginnen kannst, dich zu verändern – du kannst jederzeit einen Schritt in die richtige Richtung machen. Beginne jetzt, mit kleinen Veränderungen, und sei geduldig mit dir. Die Reise ist oft genauso wichtig wie das Ziel.
Ein Artikel von
Petra Droll
45468 Mülheim a d. Ruhr
Bachstr.32
Profil von Petra Droll
info@praxis-droll.de
https://www.praxis-droll.de
Termine