Das Heilnetz: Weiter im Wandel
Gemeinsam unterwegs
Die ganze Welt wandelt sich. Immer weiter, und zwar rasant. Noch ist nicht absehbar, wohin das führt, für niemanden; auch wenn manche so tun als wüssten sie es schon…
Wie gehen wir im Heilnetz damit um?
Der Wandel betrifft alle. Also auch dich. Wie fühlst du dich dabei, in deinem Umfeld, in deinen sozialen Kreisen? Wo und wie wirkt es sich auf dich aus?
Abwarten, bis alles wieder überschaubar, strukturiert, planbar wäre ist keine wirkliche Option.
Im Heilnetz konzentrieren wir uns also darauf, die Zwischenzeit des Nicht-Wissens und der Unsicherheit gut zu leben. Entsprechend unserem Motto: Ganzheitlich und gesund.
So besinnen wir uns im unterwegs sein darauf, was uns wichtig ist und was wirkt. Das stärkt uns im Zwischenraum. Es ermöglicht, flexibel zu bleiben.
Wir fragen uns immer wieder: Wo zieht es uns hin? Wo ist unsere Sehnsucht? Was hat sich bewährt und behält damit Gültigkeit?
Welche Bereiche sind es wert, geschützt und erhalten zu werden?
Dazu gehört: viel (zwischen-) menschlicher Kontakt. Austausch. Hinhören und - fühlen.
Begegnung und Berührung. Wahrnehmung und Wertschätzung.
Die Kraft der Gruppe
Community auf verschiedensten Ebenen lebendig gestalten:
Das Arbeiten und Entwickeln im Team, kostbarer kollegialer Austausch in der beruflichen Ebene.
Freundschaften, Familie, geteilte Interessen (früher hieß das ‚Hobby‘…) in der Freizeitebene.
Engagement, gesellschaftspolitisch oder sozial.
Spirituelle Anbindung; es gibt mehr als das Sichtbare, Materielle. Mensch und Natur sind keine Gegensätze, wir Menschen sind Teil der Natur, lass uns wieder entsprechend handeln.
Gleichgesinnte finden, Netzwerke pflegen, klein und groß.
Verbindung, Verbundenheit.
Das Menschliche pflegen
Selbst fühlen, sortieren, entscheiden.
Im Idealfall: Agieren aus uns heraus, nicht nur als Reaktion.
Ich habe im Gemeinschaftsumfeld einen Satz gehört, der mich nachhaltig beeindruckt hat:
Gemeinschaft gelingt dann, wenn jede:r ein bisschen mehr reingibt als rauszunehmen.
(Roman Huber, Gemeinschaft Schloss Tempelhof)
Für mich ist dabei die Formulierung ‚ein bisschen‘ besonders interessant.
Es hilft niemandem, wenn wir dauerhaft über unsere Grenzen gehen und im Burnout landen.
Und: Es handelt sich um einen dauernden Kreislauf von Geben und Nehmen.
Reflektion. Selbstreflektion.
Ganz groß: SELBSTFÜRSORGE.
In Bewegung bleiben.
Eine gewisse Portion Mut.
Eine gewisse Portion Gleichmut.
Annehmen.
Bei Byron Katie heißt das: „Lieben, was ist“
Eine gute Balance finden zwischen Handeln und Reflektieren, Auswerten.
Dabei hilft uns ein wichtiger Merksatz aus der Soziokratie:
„good enough for now“
Er besagt: Wir müssen jetzt (noch) nicht die komplette Lösung wissen oder eine, die laaaaange hält; es reicht, wenn sie für eine gewisse definierte Zeit funktioniert. Dann kann wieder korrigiert oder erweitert werden.
Sicherheit und Struktur im Inneren finden statt im Außen.
Loslassen, loslassen, loslassen.
Dranbleiben.
Uns mit anderen zusammentun, Wegbegleiter:innen, Inspirationsquellen, Unterstützung finden und selbst unterstützen.
Was heißt das konkret fürs Heilnetz?
Wir pflegen unser vorhandenes Gut und unsere Werte:
• unsere in langen Jahren erworbene Glaubwürdigkeit
• unsere kuratierte Qualität
• bedeutsame Inhalte statt Worthülsen
• Orientierungshilfe sein
• vertrauenswürdig bleiben für Anbieter:innen und Leser:innen
• wir bauen Community-Aspekte weiter aus (mit Interaktion, gemeinsamen Veranstaltungen, Aktionen und Themenschwerpunkten, Kommentarfunktion,...)
• wir zeigen Haltung
• wir kommunizieren klar unsere Werte
Lasst uns weiter gemeinsam gehen und gestalten.
Ein großes DANKE an euch Anbieter:innen und Leser:innen: Ihr tragt unser unabhängiges Gesundheitsnetzwerk mit!