Basisrezepte für die Wildkräuterküche

Pfannkuchen, Bratlinge, Kräutersalz und Co.

von eflstudioart © AdobeStock_340342071
30. April 2026 von Géraldine Sommer

Überall sprosst, grünt und blüht es. So viel davon kann deinen Speisezettel bereichern und ergänzen! Kennst du dich schon ein bisschen aus in der grünen Vielfalt? Und fragst dich manchmal: was könnte ich denn noch draus zaubern?

Bei mir gibt es gerade oft

Wildkräuterpfannkuchen

Die meisten Wildkräuter passen hervorragend dazu! Einfach deinen Lieblings - Pfannkuchenteig machen, Wildkräuter klein schneiden, unterrühren (gerne so richtig viele Kräuter nehmen), anbraten. Dazu passen alle möglichen Soßen und Dips (z.B. Joghurt mit Schafgarbenwürzpaste) und du kannst sie ganz abwechslungsreich mit Gewürzen, Zwiebeln, Knoblauch, ... variieren! Schon hast du ein weiteres Basisrezept : )

Oder eine Kräutersuppe?

Zubereitung einer 9-Kräutersuppe:

Diese wird traditionell am Gründonnerstag gegessen und ursprünglich wurde dafür genau das genutzt, was gerade vor der Haustüre wächst. Je nachdem wo du wohnst kann das natürlich unterschiedlich sein. Fühle dich frei und inspiriert sie mit anderen Kräutern zu ergänzen!
Mögliche Mischung: Brennnessel, Löwenzahn, Schnittlauch, Taubnessel, Sauerampfer, Schafgarbe, Pimpinelle, türkische Rauke, Bärlauch

Die Suppe beruht auf Gespür und eigenen Vorlieben, daher gibt's keine genauen Mengenangaben:
Zwiebeln und Kartoffeln bilden die Grundlage - diese werden geschält, klein geschnitten und in Öl angedünstet. Wenn sie etwas Farbe abbekommen haben, mit Gemüsebrühe ablöschen und für 15-20 Minuten köcheln lassen.
Suppe vom Herd nehmen, kleingeschnittene Kräuter und einen Schuss Hafersahne oder Kokosmilch hinzugeben. Anschließend cremig pürieren. Mit Salz, Muskatnuss und Gewürzen deiner Wahl abschmecken.

Wildkräuter-Bratlinge

Hierfür koche ich rote Linsen in Gemüsebrühe bis sie so richtig matschig-weich sind, gieße gegebenenfalls das restliche Wasser ab und rühre Haferflocken unter, bis es eine klebrige, gut formbare Masse ergibt. Nun können nach Lust und Laune klein gehackte Wildkräuter und allerlei Gewürze mit rein. Knoblauch, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Curry, Kräuter der Provence, .... die Bratlinge in der Pfanne auf beiden Seiten anbraten, fertig. Dazu dann ein Dip oder einfach ein Wildkräuter-Quark.

Kräutersalz

Hierfür benötigst du eine Tasse voller Wildkräuter nach deinem Geschmack und 1/2 Tasse grobes Meersalz.
Die Kräuter zuerst waschen, trocken tupfen oder schleudern. Dann mit einem scharfen Messer sehr klein schneiden oder im Mixer zerkleinern. Kräuter und Salz mischen und letztlich trocknen. Hierfür das fertige Salz auf einem Backpapier ausstreichen und entweder im Backofen oder Dörrgerät bei maximal 50 Grad oder noch schonender an der Luft trocknen.

Kräutermargarine oder -Butter

Margarine oder Butter bei Zimmertemperatur in einer Schüssel wachsweich werden lassen.
Nach Belieben Wildkräuter auswählen, kleinhacken und mit in die Schüssel geben. Nach Geschmack ebenfalls Salz, Pfeffer, gepressten Knoblauch hinzufügen und alles mit einer Gabel vermengen. Jetzt hast du verschiedene Möglichkeiten, die Kräuterbutter zu portionieren: Du gibst sie in eine kleine Servierschüssel oder füllst sie in kleine Förmchen, z. B. aus Silikon, Glas oder Porzellan. Oder du formst sie in einer Frischhaltefolie zu einer Rolle.
Nach 1-2 Stunden im Kühlschrank ist sie nun fest genug und verzehrbereit. Du kannst sie entweder jedes Mal frisch zubereiten oder größere Mengen machen und einfrieren.

Viel Freude beim Ausprobieren und guten Appetit!

Wie immer bei Wildkräutern gilt, sie bitte zuerst nur in Maßen zu genießen. Die Menge kann je nach Verträglichkeit nach und nach gesteigert werden.
Und, na klar: sammle nur das, was du gut kennst und sicher bestimmen kannst und nimm immer nur einen Teil des Vorhandenen.

Ein Artikel von
Géraldine Sommer

Géraldine Sommer - Waldgärtnerin, Permakultur-Designerin, Pädagogin
Waldgärtnerin, Permakultur-Designerin, Pädagogin
74594 Kressberg
Profil von Géraldine Sommer

waldgaertnerin@posteo.de