Anme - Info: EU - Frist für Grenzwerte
für Vitamine und Mineralstoffe beginnt
anme-INFO: Die Alliance for Natural Health Europe (ANH) berichtet:
„Neue EU-Frist festgelegt: Der finale Countdown für die Grenzwerte für Vitamine und Mineralstoffe beginnt…“
Die Europäische Kommission hat ihren Fahrplan zur Festlegung von Höchstwerten für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln offiziell aktualisiert.
Eine öffentliche Konsultation ist nun für das dritte Quartal 2026 bestätigt. Dies bietet Bürgern und Gesundheitsexperten die Gelegenheit, den restriktiven Vorschlag anzufechten und ihre Bedenken zu äußern, bevor die Kommission den Gesetzesentwurf im ersten Quartal 2028 endgültig verabschiedet.
Siehe: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12750-
Lebensmittelsicherheit-Vitamine-und-Mineralstoffe-die-Lebensmitteln-zugesetzt-werden-Mindest-und-Hochstgehalte-_de
„Jetzt, da wir einen konkreten Termin haben, läuft die Uhr“, sagt Marga Verspagen, Rechtsberaterin bei ANH Europe. „Dieser Schritt bestätigt, dass sich das Zeitfenster für öffentlichen Einfluss rasch schließt, was weitreichende Folgen für die Gesundheit der Verbraucher in ganz Europa hat.“
Die Anfänge dieser Entwicklung reichen mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Im Jahr 2002 verabschiedete die EU die Richtlinie über Nahrungsergänzungsmittel, die der Europäischen Kommission die ausdrückliche Befugnis zur Festlegung von Höchstmengen einräumte. Der massive Widerstand der Verbraucher zwang die Regulierungsbehörden damals jedoch dazu, die Frage der zulässigen Dosierungen offen zu lassen.
Zwanzig Jahre lang kamen die Bemühungen um EU-weite Grenzwerte zum Stillstand. Nun bereitet sich
die Exekutive Europas darauf vor zu handeln, und nutzt dabei „Risikobewertungs“-Modelle, die
essentielle Nährstoffe nicht als lebenswichtige Bausteine, sondern als Gefahren betrachten, welche streng kontrolliert werden müssen.
Ein einseitiger Fokus auf Sicherheit
Hinter verschlossenen Türen konzentrieren sich die Regulierungsbehörden auf hypothetische Risiken einer „übermäßigen“ Zufuhr, während sie die weitaus dringlichere und weit verbreitete Gefahr chronischer Unterernährung ignorieren. Weltweit leiden Milliarden von Menschen unter einem Mangel an essenziellen Nährstoffen. Ein Vitamin-D-Mangel ist in ganz Europa offensichtlich, während ein Magnesiummangel von Wissenschaftlern als „stille“ Krise der öffentlichen Gesundheit bezeichnet wurde.
Vor diesem Hintergrund ist die Einschränkung des Zugangs zu hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln nicht nur fehlgeleitet – sie ist leichtsinnig. Für viele Menschen sind diese Produkte das einzige praktische Mittel, um Mangelzustände zu beheben, die bereits die Gesundheitssysteme belasten und die Lebensqualität beeinträchtigen.
Mangelhafte Methodik und Auswirkungen auf den Markt
Experten warnen davor, dass die verwendeten Modelle auf unrealistischen „Worst-Case“-Annahmen beruhen, die kaum etwas mit der tatsächlichen Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln durch die Menschen zu tun haben. Sollte sich dieser fehlgeleitete Ansatz durchsetzen, könnten unzählige
wirksame Produkte über Nacht vom Markt verschwinden, während andere so stark verdünnt werden, dass sie wirkungslos werden. Dies ist keine wissenschaftlich fundierte Gesetzgebung, sondern eine regulatorische Übergriffigkeit, die den Menschen die Möglichkeit nimmt, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.
Ein Plädoyer für wissenschaftliche Ausgewogenheit
Um diesem „rein risikobezogenen“ Ansatz entgegenzuwirken, setzt sich ANH Europe für die Einführung des Mikronährstoff-Risiko-Nutzen-Modells (MRB-Modell) ein. Im Gegensatz zu herkömmlichen Modellen, die nur untersuchen, ab wann ein Nährstoff schädlich werden könnte, bewertet das MRB-Modell sowohl potenzielle Risiken als auch nachgewiesene gesundheitliche Vorteile gleichzeitig. Es ermittelt den „Sweet Spot“ für die Nährstoffaufnahme – das Niveau, bei dem der öffentlichen Gesundheit am besten gedient ist, indem ein Gleichgewicht zwischen der Vorbeugung von Mangelerscheinungen und der Vermeidung von Toxizität hergestellt wird.
„Das Ziel von Interessenvertretern wie ANH Europe ist es, die EU von einem ‚toxikologischen‘ Modell zu einem Modell der ‚öffentlichen Gesundheit‘ zu bewegen“, sagt Nick van Ruiten, Direktor von ANH Europe. „Durch die Einführung des MRB-Modells** stellen wir sicher, dass Vitamine als essentielle Bausteine des Lebens behandelt werden und nicht als gefährliche Giftstoffe, die minimiert werden müssen. Wir müssen unseren Fokus darauf richten, welche Aufnahmemengen die menschliche Gesundheit tatsächlich optimieren und chronischen Krankheiten vorbeugen.“
„Wir müssen jetzt handeln, um sicherzustellen, dass dieses Gesetz als Schutzschild für die öffentliche Gesundheit dient und nicht als Hindernis“, schließt van Ruiten. „Die Konsultation im Jahr 2026 wird der entscheidende Wendepunkt für die Zukunft der Naturheilkunde in Europa sein.“
Medienkontakt: Frau Marga Verspagen, +31624196079
administration@anheurope.org / https://anheurope.org/de/
ANH Europe setzt sich für eine wissenschaftlich fundierte, verhältnismäßige Regulierung ein, die die Wahlfreiheit der Verbraucher schützt und den Zugang zu sicheren, wirksamen Naturheilmitteln und -ansätzen fördert.
** https://anhinternational.org/news/anh-micronutrient-risk-benefit-model-video-released/
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