Lösungsorientierte Maltherapie (LOM)

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Was ist/sind Lösungsorientierte Maltherapie (LOM)?

Das Lösungsorientierte Malen (LOM®) ist eine kunsttherapeutische Methode, in der Anliegen direkt und strukturiert malend geklärt werden können. Unter Lösungsorientierung wird oft verstanden, dass wir am Ende eine Lösung wissen. Aber genau das hilft manchmal nicht weiter. Es mangelt uns meist nicht an gewussten Lösungen. Beim LOM® geht es vielmehr darum, Störendes durch störungsfreie Bilder im Gehirn zu ersetzen und dabei auftauchende Gefühle und Themen mit einfachen Bildern zu versorgen und zu würdigen.

In Verbindung mit Ihrem Anliegen erarbeiten wir eine Bildaufgabe. Das Bild wird dann langsam und mit liebevoller Aufmerksamkeit gemalt. Diese hirngerechten Bilder steuern Gefühle und Handlungen so, dass neue Möglichkeiten im Leben entstehen können.

Das Besondere am LOM® ist, dass es nicht mit dem Ausdruck eines bestimmten Themas, sondern vielmehr mit dem Eindruck der ganz neu gemalten, klaren und einfachen Bilder arbeitet.

Siehe auch:
Kreativ therapeutische Verfahren
Mehr Info über Lösungsorientierte Maltherapie (LOM)

LOM® wurde seit 1980 von Bettina Egger und Jörg Merz auf Grund direkter Beobachtungen hunderter Malprozesse entwickelt. Einige zufällige Entdeckungen weckten ihre Neugier und führten zu der Annahme, dass es Bildkriterien gibt, die zur Lösung belastender Themen beitragen können. Sie verglichen Bilder in Bezug auf Gemeinsamkeiten und mögliche Wirkfaktoren und entwickelten daraus hilfreiche Interventionen. Ihr Interesse galt und gilt der Entdeckung der Faktoren, die sowohl direkt beim Malen als auch im fertigen Bild positive Veränderungen einleiten. Mit zunehmender Kenntnis der heilenden Aspekte von Bildern, entwickelten sie die Methode des LOM®.

Diese macht es möglich, Anliegen gezielt über das Erstellen von Bildern zu klären. Die Wirksamkeit des LOM® wurde systematisch durch eine standardisierte Exploration, anhand einer Werteskalierung und einer lückenlosen Dokumentation mit Einschätzung der empfundenen Belastung und den damit verknüpften Kognitionen erforscht. Die Methode folgt der neuesten Hirnforschung und ist in wissenschaftlichen Studien belegt. Seit 1995 wird die Methode in Ausbildungskursen für Kunsttherapie, Psychotherapie und Psychiatrie weitergegeben …

Dr. phil. Bettina Egger

Zürich/Schweiz

  • Kunsttherapeutin ED, Psychotherapeutin SPV
  • Begründerin des Institutes für Humanistische Kunsttherapie IHK Zürich
  • Pionierin in der Maltherapie sowie Begründerin des Begleiteten und
    Personenorientierten Malens POM
  • Mitbegründerin des LOM®
  • Vielfältige Veröffentlichungen

Jörg Merz, MSc in klinischer Psychologie

Zürich/Schweiz

  • Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
  • Mitbegründer des LOM®

Wie wirkt LOM®?

Durch die Verknüpfung von belastenden Themen mit einfachen und neutralen Metaphern, können wir über das Malen auf einer inhaltlich unbelasteten Ebene arbeiten. Dabei spielt der Malprozess die Hauptrolle. Er fordert heraus, erfreut und heilt. Da unser Gehirn immer im Jetzt ist, speichert es auch genau diese neue Erfahrung im Zusammenhang mit dem ursprünglich belastenden Thema ab und überschreibt Vorheriges. Diese neuen, »in Ordnung gebrachten« Bilder werden im Gedächtnis dauerhaft abgelegt und haben direkten Einfluss auf die Verschaltungen im Hirn.

Die Art, wie Bilder jenseits des Denkens auf uns wirken, kann nun das Empfinden, Denken und Handeln der Malenden neu leiten und Orientierung bieten. Die Stärke der Belastung wird nach jedem fertig gemalten Bild mit einer Werteskalierung erhoben, so dass die Veränderung direkt erlebbar wird.

Für wen ist LOM® geeignet?

Die einzige Voraussetzung für LOM® ist der Wunsch nach Klärung und Veränderung. Es macht auch nichts, wenn Sie von sich selbst denken, dass Sie nicht malen können. Das spielt keine Rolle. LOM® ist in jedem Alter möglich.

Anwendungsbeispiele für LOM® sind:

Mit dem LOM® haben Sie die Chance, Ihre alten, belastenden Themen im wahrsten Sinne des Wortes zu er-lösen. Sie können mit LOM® verschiedene Anliegen bearbeiten wie:

  • Symptome wie Ängste, Panikattacken, störende Verhaltensmuster, alte
    Glaubenssätze, Burnout, Schmerzen, Stress, Essstörungen, übermäßige Trauer,
    Verstimmungszustände, Sie fühlen sich häufig allein und verloren … u.v.m.
  • Traumata, ausgelöst durch Unfälle, Krankenhausaufenthalte, sexualisierte oder
    andere Gewalterlebnisse sowie frühe seelische Verletzungen in der
    Kindheit u. A.
  • Beziehungskonflikte in der Partnerschaft, mit Eltern, Geschwistern, im
    Freundeskreis und Kollegium …
  • Abschied und Neubeginn, bei Trennungen, nach dem Tod eines geliebten
    Menschen, die Kinder leiden nach der Scheidung an »Mama- oder Papaweh« …
  • Entscheidungshilfe, wenn zur Zeit mehrere Möglichkeiten die gleiche Priorität
    haben und der Verstand nicht weiter hilft.
  • Projekte, die nicht gelingen wollen. Eine Arbeit zu Ihrem Willen für Veränderung
  • Perspektivwechsel auf scheinbar unveränderbare Situationen
  • Neue Fähigkeiten wie z. B. höhere Konzentration, bessere Lernfähigkeit, sicherer
    öffentlicher Auftritt, höhere Belastbarkeit u. A.

Was ist ein Trauma?

Von einem Trauma spricht man immer dann, wenn »Etwas« zu schnell, zu plötzlich und überwältigend in ein Leben eingedrungen ist, ohne dass Flucht oder Kampf möglich waren. Unser Körper und unser Kopf verstehen dann nicht, dass die Situation vorbei ist, sondern reagieren nach wie vor auf ähnliche Reize so, als ob das Ereignis aktuell wäre. 

Das Besondere im LOM® bei Traumata

Der durch das traumatisierende Ereignis ausgelöste Schock verhindert, dass die dazugehörigen Bilder vollständig und in der tatsächlichen Reihenfolge bewusst erinnerbar sind. Durch das achtsame Malen von Erinnerungsbildern und das Abholen von begleitenden Sinnesempfindungen, wie z. B. Töne, Gerüche u. a. kann Ordnung in die Abfolge der Erlebnisse gebracht werden. Wir nutzen hier die Veränderung der inneren Bilder, um die Auswirkungen von Traumata dauerhaft stabil unwirksam zu machen. Anschließend lässt sich das Trauma zwar noch erinnern, jedoch ohne beeinträchtigende Emotionen. Das Ende und somit das unmissverständliche Wissen darüber, dass die Gefahr tatsächlich vorbei ist, wird ins Bewusstsein gebracht und kann dort neu abgespeichert werden. Das Trauma kann seine Wirksamkeit verlieren. Ruhe kann einkehren.

Links:

www.lom-therapie.de

www.lom-netzwerk-deutschland.de

Zum Weiterlesen

  • Lösungsorientierte Maltherapie: Wie Bilder Emotionen steuern
    Bettina Egger / Jörg Merz
  • Mitten im Leben bis zum Schluss
    Esther Widmer

Autorin:
Anja Neimöck

Dipl. Kunsttherapeutin/Dipl. LOM-Therapeutin  Bettina Lea Bradt in Rinteln
Kunsttherapeutin für personen- und lösungsorientierte Maltherapie  Anja Neimöck in Bonn

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