Eine Technik der Traditionellen Chinesischen Medizin

Was ist Moxa?

Eine Technik der Traditionellen Chinesischen Medizin
akupunkturschule Bielefeld Claudia Rohrmann-Hansing

von Heilnetz-Beitrag

Moxa oder die Moxibustion bezeichnet eine Technik der traditionellen chinesischen Medizin, bei der Akupunkturpunkte mit Wärme behandelt werden. Der Begriff geht auf die japanische Bezeichnung mogusa für Beifußkraut zurück.

Denn die Wärmezufuhr entsteht immer durch das Verbrennen von getrocknetem und weiter verarbeitetem Beifuß, welches nach der chinesischen Lehre die Leitbahnen und Punkte öffnet und durchgängig macht. Der Begriff Moxibustion ist eine Wortzusammensetzung aus Mogusa/Moxa für Beifuß und Combustio als lateinischer Begriff für das Verbrennen oder Abbrennen, hier als therapeutische Technik.

Die Geschichte der Moxibustion ist mindestens so alt wie die der Akupunktur und ist seit über 2.000 Jahren schriftlich belegt. Das huangdi neijing, das als „Gelber Kaiser“ bekannte umfassende Lehrwerk der chinesischen Medizin aus der Zeit von ca. 200 v.u.Z. nennt bereits genaue Indikationen für den Einsatz von Moxa.

Anwendungsmöglichkeiten Moxibustion

Die Möglichkeiten der Anwendung sind vielseitig. Die so genannte Moxawolle kann in Form von kleinen Kegeln oder fadenförmig als so genanntes Faden- oder Reiskornmoxa direkt auf den Punkt angebracht und mithilfe eines Räucherstäbchens verglüht werden. Die Moxawolle wird entfernt, bevor es zu einer Verbrennung der Haut kommt. Moxakegel können ebenfalls auf eine Akupunkturnadel gesetzt werden. Weitere indirekte Methoden sind die Anwendung von Moxazigarren oder Moxakästen, mit denen großflächig zum Beispiel der untere Rücken oder der Bauch erwärmt werden. Zusätzliche Wirkungen ergeben sich außerdem durch die Verwendung von Ingwerscheiben oder Salz als Unterlage für Moxakegel.

Das Wirkungsspektrum ist ebenso umfassend. So eignet sich die Moxatherapie zum Beispiel zur Behandlung von Rücken- und Gelenkbeschwerden mit Kälteanfälligkeit, Gewebeschwäche mit Organabsenkungen und verschiedene Verdauungsstörungen. Ein weiteres Einsatzgebiet sind gynäkologische Beschwerden wie Regelschmerzen, Endometriose oder Zyklusunregelmäßigkeiten. Durch die punktgenaue Wärmebehandlung wird nach chinesischer Auffassung das Qi im Körper effektiv angereichert, so dass auch Erschöpfungszustände und Infektanfälligkeit mögliche Indikationen darstellen.

Die Anwendung sollte durch ausgebildete TherapeutInnen mit guten Grundlagenkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin erfolgen.

 

Ein Artikel von Claudia Rohrmann-Hansing

Akupunkturschule Bielefeld

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