Julia Thieme

Warum ich Heilpraktikerin geworden bin

Julia Thieme
© Julia Thieme

von Heilnetz-Beitrag

Bereits in meiner Jugend habe ich mich mit Heilkräutern beschäftigt und war begeistert von Biografien von Mutter Teresa, Florence Nightingale, Hildegard von Bingen und habe „den Medicus“ verschlungen. Bereits zum Ende meiner Ausbildung zur Kinderkrankenschwester habe ich mich sehr zu medizinischen Themen hingezogen gefühlt, die nicht alltäglich waren.

So habe ich direkt im Anschluss an meine Ausbildung erst einige Jahre in der Kinderonkologie gearbeitet und bin dann in die Fachabteilung für Knochenmarktransplantation gewechselt.

Dieser Bereich ist im medizinischen Sinne sehr stark von Chemie, neuestem Wissen und Maximaltherapie geprägt. Über die Jahre bemerkte ich in der Begleitung meiner Patienten, dass oft ein wichtiger Teil fehlte: Zeit für die Patienten. Zeit zum Zuhören, Zeit zum einfach da sein, Zeit, um die ganze Krankheitsgeschichte eines Menschen zu erfahren.

Die Geburten meiner Söhne haben mich dann in einen ganz anderen Bereich geführt: ich habe auf einer Kinder- Akutstation eines kleinen Krankenhauses gearbeitet. Dort habe ich meine Schlüsselsituation erlebt: auf dieser Station wurde den Eltern zusätzlich zur evidenzbasiert- medizinischen Behandlung eine naturheilkundliche Pflegebegleitung angeboten. Das sah dann so aus, dass den Kindern u.a. nach einer Polypenentfernung ein Chamomilla- Zäpfchen (Homöopathie) gegeben wurde oder bei nach der OP sehr unruhigen Kindern Bachblüten verabreicht wurden. Und nachdem ich dasselbe Kind mit und ohne diese Einnahme und die entsprechende, positive Veränderung oft erlebt habe, wollte ich mehr in Erfahrung bringen, um diese Möglichkeit der Therapie für meine Kinder auch zu haben.

Noch während der Elternzeit meines 2. Kindes startete ich mein Fernstudium mit Praxisanteil zur Heilpraktikerin. Im Vorfeld hatte ich nicht damit gerechnet, wie umfassend diese Ausbildung ist. Im Vergleich dazu waren mein Staatsexamen und meine Prüfungen zur Qualifikation als Fachkrankenschwester ein Klacks. Neben Kindern und Teilzeitberuf habe ich 4 Jahre benötigt, bis ich endlich kurz vor Weihnachten 2014 meine Ernennung zur Heilpraktikerin in den Händen hielt. Bereits im Jahr darauf gründete ich meine eigene Praxis und diese wuchs parallel zu meinen Kindern.

Jeden Tag gern in die Praxis gehen!

Nach 6 Jahren Praxistätigkeit gehe ich jeden Tag gerne zur Arbeit. Meine naturheilkundliche Arbeit habe ich unter das Motto gestellt, dass ich mir Zeit für jeden nehme. Das Feedback meiner jungen und alten Patienten zeigt, dass sie sich wirklich wahrgenommen fühlen. Oft kommt das umfassende Bild einer Erkrankung erst nach einer Stunde intensivem Patientengespräch an die Bildoberfläche. Die Freude und Dankbarkeit, wenn chronisch Erkrankte wieder Lebensqualität spüren ist eine Quelle, die auch mir Kraft gibt. Besonders spannend finde ich die Ergebnisse, wenn Patienten mit einer Kombination aus evidenz-basierter Medizin und naturheilkundlicher Therapie eine aus meiner Sicht optimale Therapie erfahren.

Für mich ist mein Beruf als Heilpraktikerin zur Berufung geworden: es gibt immer wieder spannende, neue und alt- hergebrachte Erkenntnisse zu erlangen. Fortbildung ist nicht mehr Beiwerk meines Berufes, sondern stets integriert. Ich darf mir Zeit für meine Patienten nehmen und vereine mein Wissen aus der evidenz-basierten Medizin mit dem der Naturheilkunde. Ich schätze die Zusammenarbeit mit Kollegen aller therapeutischen Berufszweige und nutze diese gerne, um Grenzen des einen Bereiches mit einem anderen zu ergänzen. Nur so kann eine ganzheitliche Therapie Erfolg haben.

Ein Artikel von Julia Thieme

Heilpraktikerin, Kinderkrankenschwester

Naturheilpraxis Julia Thieme

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