Patientenwunsch und Forschungsergebnisse

Patienten wollen Homöopathie

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von Conny Dollbaum-Paulsen

Sehr regelmäßig und sehr populistisch berichten Medien immer wieder über die angebliche Wirkungslosigkeit von Homöopathie. Und genau so regelmäßig bemühen sich homöopathische Ärzte, WissenschaftlerInnen und HeilpraktikerInnen darum, den Gegenbeweis zu liefern.

Im Rahmen einer Umfrage der Berteslmannstiftung im Gesundheitsmonitor wurden Patienten befragt - und die sind unmissverständlich klar in ihrer Aussage: Homöopathie hilft.

 

So lange die zweifelsfreie Wirkung nicht nachgewiesen ist, tun sich gesetzliche Krankenkassen mit der Übernahme verständlicherweise schwer.  Aktuell übernehmen etwa zwei Drittel der gesetzlichen Kassen homöopathische Leistungen – dies ist aber freiwillig und nicht Bestandteil des grundsätzlichen Versorgungsauftrages. In der Schweiz ist das seit diesem Jahr anders -dort übernehmen die Kassen verschiedene naturheilkundliche Leistungen, die von Ärzten angeboten werden, flächendeckend: http://www.homoeopathie-online.info/homoeopathie-wird-kassenleistung-in-der-schweiz.

2014 gab es eine Studie zur Homöopathie als Kassenleistung, um festzustellen, wie sinnvoll es wäre, Homöopathie in die Regelversorgung der GKV (Gesetzliche Krankenkassen) zu übernehmen.

Wichtig zu wissen:

Es gibt aktuell zwei verschiedene Modelle in Deutschland, homöopathische Leistungen in Anspruch zu nehmen, auf die sich die Studie bezieht:

  1. In vertraglicher Bindung mit dem Zentralverband homöopathischer Ärzte übernimmt die homöopathische Ärztin/ der Arzt Lotsenfunktion, weil die Patientin sich verpflichtet, zunächst diesen Arzt aufzusuchen.
  2. Eine andere Möglichkeit besteht darin, im Rahmen einer ganz normalen ärztlichen Versorgung auch Homöopathie als eine Therapiemöglichkeit in Anspruch zu nehmen; es besteht allerdings keine Arztbindung wie oben.

Dabei zeigt die Studie: Die Patienten mit Arztbindung sind deutlich überzeugter, aufgeschlossener UND zufriedener mit der homöopathischen Behandlung.
Was nicht wirklich überrascht, zeigt die Forschung doch eindeutig, dass die Arzt-Patient-Beziehung maßgeblich für die Wirkung JEDER Behandlung ist.

Fazit:

Menschen wollen naturheilkundlich, insbesondere homöopathisch behandelt werden, weil sie in hohem Maße erfahren: Homöopathie wirkt. Außerdem wollen sie begleitet und verstanden werden, schätzen Zuwendung und ausreichend Zeit als wirksamen Faktor.

Interessant dabei: Die wissenschaftliche Diskussion über die Wirksamkeit der Homöopathie spielt bei allen Befragten, sogar bei denen, die sich nicht für eine homöopathische Behandlung entschieden eine untergeordnete Rolle.

Mit anderen Worten: Krankenkassen, die modern und für ihre Patienten das Beste wollen, tun gut daran, Naturheilkunde und Energiemedizin mit zu integrieren.

Wenn es dann noch gelänge, auch HeilpraktikerInnen als Vertragspartner der GKV zuzulassen – dann wären wir auf dem besten Weg in ein wirklich ganzheitliches Medizinsystem, das diesen Namen verdient.

Wenn sie mehr zu wissenschaftliche Studien zu homöopathie wissen wollen, können Sie dies bei der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie

 

 

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