Rechtskonform oder nicht?

WhatsApp und die DSGVO

von Conny Dollbaum-Paulsen

Es sieht so aus, als wäre die geschäftliche Nutzung von WhatsApp rechtlich mehr als fragwürdig - viele große Unternehmen haben das Verbot schon lange - aber was machen die kleinen Praxen und Vereine?

Tatsächlich war es natürlich auch schon vor dem 25.5. heikel, berufliche und private Kontaktdaten auf einem Handy zu mischen und die App zu nutzen.

Denn WhatsApp greift nicht nur auf die Daten derjenigen zurück, die WhatsApp nutzen, sondern auf das gesamte Adressbuch. Im Artikel von Impulse gibt es nützliche Hinweise darauf, wie damit technisch umzugehen ist.

https://www.impulse.de/recht-steuern/rechtsratgeber/dsgvo-whatsapp/7306035.html

Insgesamt bleibt wohl nur der Hinweis und die schriftliche Zustimmung zur Kommunikation per Messenger verbunden mit dem Hinweis darauf, dass kein Anspruch auf einen sicheren Umgang mit Daten gewährleistet werden kann.

WhatsTodo?

Am sinnvollsten ist es dann wohl, zwei Handys zu nutzen - privat mit WhatsApp, wer darauf nicht verzichten will, beruflich mit einem rechtssicheren Messenger. Und vielleicht können wir diesen Schub auch nutzen und uns fragen, wie stressig es eigentlich ist, permanent von Patient*innen und Klient*innen angemailt zu werden - für Absagen und Zusagen und kleine Fragen zwischendurch. Von überall und jederzeit. Und vor allem so schön schnell...

Wieso können wir eigentlich nicht mehr telefonieren? Anrufbeantworter abhören? Nicht alle 10 Minuten, sondern zwei Mal am Tag? Wer spart da eigentlich wessen Zeit?

Hinzu kommt, dass wir im Internet daran gewöhnt sind, alles umsonst zu bekommen - kostenlos ist das dann eben leider nicht, denn nur die Währung hat sich geändert. Daten sind kostbar und schnell zu Geld zu machen, wie an Facebook und Google gut zu sehen ist.

Ziemlich modern und sehr angemessen wäre wohl, zu überlegen, an welcher Stelle wir bereit sind, mit echtem Geld zu zahlen. Statt mit Daten. Und damit Innovationen und Dienstleistungen direkt zu finanzieren - weil sie es wert sind und wir das genau so haben wollen.

Übrigens ist unser Heilnetz-DSGVO-Paket immer noch aktuell und mittlerweile durch zahlreiche Updates auf dem neuesten Stand.

 

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