Good News: Naturheilkunde und Medizin

Lachesis e.V. - Berufsverband für Heilpraktikerinnen

von Conny Dollbaum-Paulsen

Berufsverbände sind notwendig!

Wer weiß ob es den Berufsstand der HeilpraktikerInnen überhaupt  noch gäbe, wenn eben diese Verbände nicht kontinuierlich an den richtigen Türen geklopft und ihren Fuß hartnäckig dazwischen gestellt hätten.
Aber wieso gibt es dann einen Verband nur für Frauen, den Lachesis-Berufsverband ?

Irgendwie war es im Rahmen der politischen Bewegungen vor 25 Jahren  naheliegend, dass sich ein HeilpraktikerINNEN-Verband gründete - denn:
Berufspolitik war auch immer eine sehr männerdominierte und eher konservativ geprägte Sparte - und das wollten die Gründungs-Lachesinen ändern. Sie wollten selbst gestalten, selbst Politik machen und das alles mit feministisch geprägtem Ansatz, also mit Frauenblick - dies wird neben anderem im politischen Grundsatzpapier schön verdeutlicht.

Feministisches Bewusstsein brachte und bringt eine andere Perspektive bezüglich Gesundheit und Krankheit - das Thema der Eigenverantwortlichkeit, die besondere Rolle weiblicher Aspekte in Heilungsprozessen und der Wunsch, unter Kolleginnen in unterstützender und nicht konkurrierender Beziehung zu stehen, sind wesentliche Betonungen des Verbandes.

Ganz besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang die regelmäßig stattfindenden Regionaltreffen und die Jahrestagung: Lachesis ist, bei aller Zuverlässigkeit und Kontinuität in der Verbandsarbeit, auch immer im Prozess, im Wachstum, in der Entwicklung - so, wie es die Mitfrauen auch sind.

Verschiedener Fachgruppen ermöglichen ein gemeinsames Einlassen auf verschiedene Themengebiete - von Homöopathie über Kinderwunsch zu Stimme und Gesang: die Themen sind so differenziert wie interessant.

Die jährlich erscheinende Verbandszeitschrift ist übrigens ein echtes "Heil-Journal-Highlight" - das Thema der Jahrestagung wird aus unterschiedlichsten Blickwinken beleuchtet, bearbeitet, erhellt und beschrieben. Auf diese Weise entsteht Jahr für Jahr ein ästhetisch und inhaltlich besonderes Journal (Verbandszeitschrift trifft es irgendwie nicht so richtig..., findet die Autorin) - schon allein das zu erhalten lohnt fast die Mitfrauenschaft.

Ich frage Steffi Pfeil, eine erfahrene Lachesisfrau und Heilnetzerin aus Bielefeld, warum sie bei Lachesis und nicht in einem anderen Verband ist.

Sie antwortet:
Ich bin Lachesismitfrau, weil ich die kollegiale Unterstützung sehr schätze, weil es sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten zu den Inhalten unserer Arbeit gibt, weil ich die im Verband thematisierte Art der Zuwendungsmedizin selbst ausübe, weil sich Lachesinen als Unterstützerinnen  für ihre Patientinnen und Klientinnen verstehen, weil ich gut über Berufständisches informiert werde, weil ich über Mailinglisten und Regionalgruppen aktuell informiert werde, weil...ich einfach dort wie zu Hause bin!

Lachesinen begreifen  sich in Ihrem Selbstverständnis als Unterstützerinnen und Begleiterinnen, weniger als klassische Therapeutinnen, die schon zu wissen glauben, was denn jetzt hilft und heil macht. Sie stellen den Raum für heilsame Prozesse zur Verfügung, in denen PatientInnen und KlientInnen sich auf den eigenen Heilungsweg begeben können - und sie berücksichtigen dabei immer auch den frauenspezifischen Kontext, der in der Heilarbeit eine wichtige Rolle spielt.

Mehr Infos unter www.lachesis.de

 

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