Wenn die Heiler*in mal zur Heiler*in muss…

Heal the healer????

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von Heilnetz-Beitrag

Ganzheit, Achtsamkeit, Selbstfürsorge, …… all diese und viele weitere sind Begriffe, mit denen wir Heilenden tagtäglich umgehen. Und in einer Zeit, die eine so wandelbare Qualität mit sich bringt, wie die, in der wir jetzt gerade leben, sind diese Themen wichtiger denn je.

„Ach Gott, jetzt kommt der x-te Artikel über Achtsamkeit und Selbstliebe. The New Consciousness!!! Yeah, wie wir uns freuen...Hand aufs Herz, hast Du das gerade auch gedacht, als Du die ersten Zeilen gelesen hast?

Und wer hilft mir?

Mir geht es oft so, wenn Ich mich durch das Getümmel und Gerangel an Informativem im Netz oder in der Literatur (die zum anfassen) bewege. Und zumeist sind meine nächsten Gedanken dann: „Tolle Sache, aber wohin gehe ich denn, als Mensch vom Fach, wenn ich mal Bedarf habe? Was ist mit meinen blinden Flecken? Und was ist, wenn meine Themen auch noch einen direkten Zusammenhang mit meiner Arbeit/Profession haben? Wem kann Ich denn da überhaupt vertrauen?“

Nun, diese Fragen treiben mich seit vielen Jahren um und darum soll es hier gehen.

Wir freie Heilberufler haben seit je mit einer besonderen Form der Zensur zu tun. Die Frage nach dem Bildungsweg und der Zertifizierung steht regelmäßig, wenn auch oft unausgesprochen im Raum. Damit nicht genug hängt doch die Streitfrage der Wirksamkeit einer therapeutischen Arbeit oft über uns wie ein Damoklesschwert.

Kollegialer Austausch, wenn ein solcher denn überhaupt zustande kommt, ist dann zwar eine Gnade, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung, denn mir ist es doch lieber, dass mir niemand in den Topf schaut und womöglich noch Fragen stellt. Infrage stelle Ich mich selbst schon zu Genüge. Geht es Euch nicht auch so?

HEILNETZ hat hier aus meiner Sicht schon Pionierarbeit geleistet. Eine Plattform für Heilende zu schaffen ist ein großes Geschenk und Ich empfinde den intervisionellen Austausch hier als sehr bereichernd. Genau dies ist für mich der Auslöser für die Überlegung gewesen, noch einen Schritt dranzusetzen.

Wie wäre es denn, einen Raum zu öffnen, in dem, auf neutralem Boden, auch die eigenen inneren „blinden Flecken“ und die damit verbundenen Themen geöffnet und gesehen werden können? Wie würdest Du es finden, mal über Fälle aus Deiner Praxis sprechen zu können, bei denen Du selbst an eigenen Verstrickungen gerätst? Wäre es nicht wunderbar, eine Plattform zu haben, auf der Du ganz frei und wertgeschätzt über Hindernisse, Herausforderungen und Blockaden in Deiner Heilarbeit sprechen kannst und dabei die nötige Unterstützung erfährst, mit der Du aus Deinen eigenen Ressourcen heraus einen Lösungsweg öffnen kannst?

Für mich sprechend kann ich sagen: Genau das hab ich mir schon so oft gewünscht.

Aus meinem ersten Berufsweg als Fach-Krankenpfleger, den ich lange Jahre im klinischen Bereich verbracht habe, sind mir Begriffe wie Fallbesprechung, Supervision und ähnliche sehr bekannt. Wenn Ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, wird mir heute noch übel beim Gedanken an diese endlos scheinenden Nachmittage in dumpfen Konferenzräumen. So erhielten diese Begriffe mit der Zeit unweigerlich einen unangenehmen Beigeschmack. Erst, als Ich meine erste Weiterbildung in Systemischer Arbeit begann, konnte Ich dieses schmerzliche Bild für mich bereinigen und sogar komplett umwandeln. „Die Kraft liegt in der Gruppe und die Lösung in jedem Einzelnen selbst!“, so, oder so ähnlich sagte es Virginia Satir, eine der großen Ikonen der Systemischen Arbeit so trefflich.

Unsere Kräfte liegen in unseren Ressourcen und Reflexion ist eine unserer herausragendsten Ressourcen. Heal-the-Healer möchte diese Ressourcen beleuchten und damit unsere Themen und Probleme mit geschickter Betrachtung ins Licht begleiten. Wenn der Raum von Achtsamkeit, Wertschätzung und Annahme gehalten ist, werden aus Problemen ganz plötzlich Lösungen.

Wir wollen genau das im Heilnetz versuchen - alle Infos zum Schnupper-Termine:
https://www.heilnetz.de/termin/heal-the-healer-online-seminar-13500.html

Ein Artikel von Patrik Beneke

Systemischer Berater, Körpertherapeut, Coach

InwiA

Erholungstraße 9
42103 Wuppertal

www.patrik-beneke.de

 

 

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