Der Erlebnistag in Osnabrück

Kollegiale Nachlese

von GastautorIn

Seit Wochen war ich aufgeregt. Das Heilnetz veranstaltete zum ersten Mal den Tag der offenen Tür in der Katholischen Familienbildungsstätte in Osnabrück und ich durfte dabei sein. Was für ein Geschenk! Mein erstes Problem: der Parkplatz. Gerade in der Innenstadt Osnabrücks ist es nicht einfach, sein Fahrzeug abzustellen. Deshalb war ich lange vor der angegebenen Zeit an der FaBi. 

Conny las mich am Straßenrand auf. Kurz darauf erschien auch Katharina. Die beiden hatten alles organisiert und geplant: Das Anmieten der Räume, die Ausstattung, die Verpflegung, Kassendienst, eventuell notwendige Betreuung der Besucher, Sitzgelegenheiten im Foyer und draußen vor dem Seiteneingang. Es war sicher sehr arbeitsintensiv gewesen. Der Kassendienst wurde aufgeteilt auf die Anbieter, die gerade nicht im Dienst waren (Workshop oder Vortrag). Nur mich hatte es nicht erwischt mit dem Kassendienst. Okay. Die geistige Welt hatte mal wieder etwas anderes für mich geplant. Wie üblich war wohl vorgesehen, dass ich der Aufräumer oder Kümmerer sein sollte. Macht nichts. Irgendwie wollte ich mich ja auch einbringen. Wenn ich keinen Kassendienst machen durfte, dann hielt ich halt den anderen irgendwie den Rücken frei. Das war für mich völlig in Ordnung.

Ankommen, aufbauen, Chaos minimieren

Conny baute also die Kasse auf und Katharina schloss alle Seminarräume auf. Wir schauten, ob die Räume ausgestattet waren wie abgesprochen, denn es stand ja schon fest, wer von den Anbietern in welchem Raum arbeiten sollte. Aber es wäre ja auch einfach zu perfekt gewesen, wenn alles wie am Schnürchen geklappt hätte. In dem Raum, in dem ich meinen Vortrag halten sollte, gab es keinen Beamer. Und den benötigte ich zur Vorführung meiner DVD. Und nun? Ich überlegte, wie ich am besten improvisieren konnte. Immerhin hatte ich ja noch meine Literatur zur Verfügung. Aber was machten diejenigen, die nur mit dem Beamer arbeiteten zur Präsentation und ansonsten nur ihre Stimme zur Verfügung hatten? Das würde schwierig werden.

Aber irgendwie löste sich das Problem ganz schnell auf. Astrid, die ich gar nicht hatte kommen sehen, kam zu uns und meinte, dass es im Seminarraum ganz oben unter dem Dach einen Beamer gibt. Heureka! Gerettet! Also gleich nach oben und nachgucken, ob alles funktioniert. Oben angekommen, war Dominik schon am Testen. Alles lief wie geschmiert und wir grinsten uns an. Na bitte, geht doch. Vielen lieben Dank an die geistige Welt.

Kollegiale Hilfe: Kein Problem

Weil Astrid und ich aber beide keine Profis sind mit dem Handling eines Beamers, flehten wir Dominik an, uns ja nicht im Regen stehen zu lassen. Er erklärte uns die verschiedenen Anschlüsse (auch das noch!), die wir beachten sollten. Er beruhigte uns, und ich freute mich auf den ersten Vortrag. Der wurde von Astrid gehalten. 

Ich persönlich finde es ja sowieso ziemlich spannend, was alles möglich ist und auf welchem Parkett sich jede/r einzelne bewegt. Und wie unterschiedliche Methoden völlig unabhängig voneinander sich so ergänzend gestalten. Deshalb war ich auf Astrid Djaballas Vortrag so gespannt. Und sie hat mich auch nicht enttäuscht. Gerade die Themen Trauer, Trauma und Stress betreffen jeden Menschen ja irgendwie und irgendwann. Dass Stress nicht nur Hetze und Hektik bedeuten, wurde mir durch diesen Vortrag erst richtig bewusst. Mir öffneten sich ganz neue Horizonte. An dieser Stelle sage ich vielen lieben Dank, Astrid, für deine Erläuterungen.

Nach Astrid war ich an der Reihe. Ich hatte mich in mein philippinisches Outfit geworfen, um eine etwas exotische Stimmung aufkommen zu lassen. Meine DVD mit dem Interview Joseph Calanos unterbrach ich gelegentlich, um meine eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und Begebenheiten einzubringen. Leider war die Zeit viel zu kurz, um so richtig in die Tiefe gehen zu können. Aber das Wesentliche ist von mir vorgetragen worden, und ich hoffe, dass es bei den Menschen gut und richtig angekommen ist. 

Irgendwie war ich auch froh, dass das Schwitzen nun endlich vorbei war. Ich suchte nach den Kollegen, die gerade keinen Dienst hatten, um mich mit ihnen auszutauschen. Dabei schaffte ich etwas Ordnung (Flaschen wegräumen, Stühle rücken u. a.), da ich ja vom Kassendienst verschont geblieben war. Warum auch immer. 

Neugierig war ich auch auf Erika Dirkes Vortrag über das Reconnective Healing, der dann anstand. Wir rückten unseren Stuhlkreis enger zusammen. Da Erika ihre vorbereiteten Unterlagen über den Beamer nicht präsentieren konnte, musste sie improvisieren. Gespannt hing ich an ihren Lippen, aber irgendwie erreichte mich ihr Vortrag nicht. Wie schade. Leider musste ich ihren Vortrag auch verlassen, da der Workshop mit Maren Franke startete. 

Entspannen...

Maren Franke hatte sich kurzfristig für den Tag der offenen Tür angemeldet, da sie gerade erst aus dem Urlaub kam. Die Kinesiologie war mir schon ein wenig bekannt, aber Maren zeigte uns, wie die verschiedenen Meridiane am eigenen Körper ausgestrichen werden können. Wir nahmen Platz auf den ausgelegten Matten und im Hintergrund lief sanfte Musik. Unter Marens Anleitung übten wir im Stehen das Ausstreichen der Meridiane, wobei sie uns auch die Wirkungsweise der Meridiane auf die Organe erklärte. Sie hat großes Wissen und ich war sehr beeindruckt. Als der Workshop vorbei war, war Maren in einem Gespräch mit einer jungen Dame, die zwar noch nicht im Heilnetz eingetragen ist, aber es hoffentlich bald sein wird. Ihre Arbeit scheint mir sehr wertvoll zu sein. Als Carmen beschrieb, wie sie mit wenigen Griffen große Wirkungen erzielt, bekam ich große Ohren. Sie arbeitet mit der Bowtech-Methode und brachte mich auf für mich wichtige Dinge, die ich völlig übersehen hatte. Wow, was für eine tolle Begegnung. Ein weiteres Geschenk. 

Leider geht nicht alles

Gerne hätte ich Katharina Müllers Vortrag gehört. Sie hat ihre Praxis als Kunsttherapeutin in Lotte, wo wir uns schon in der Gruppe trafen und wo auch unsere Videos gedreht wurden. Ihre Arbeit finde ich unglaublich kreativ und spannend. Natürlich dürfte ich als Außenstehende niemals an einer ihrer Klientensitzungen teilnehmen, aber ich hätte gerne erfahren, auf welche Weise sie ihre Klienten unterstützt und mit ihnen arbeitet. Ihre Arbeitspraxis hätte ich gerne erlebt. Wie sie die quälenden Dinge aus ihren Klienten herauslockt und sie in ihre eigene Fülle bringt. Vielleicht hätte ich sogar erfahren, wie ihre Ergebnisse aussehen. Das wäre wirklich schön gewesen.

Zum Schluss gönnte ich mir den Vortrag von Elisabeth Bertram. Wow, ist diese Frau lebendig! Sie hat ein Lächeln, das einen regelrecht umhaut. Strahlend und umwerfend. Schon zu Beginn gestand sie, dass sie aus Bayern kommt und ihr deshalb vielleicht Worte entfallen, die uns Norddeutschen nicht bekannt sein könnten. Och, mich störte das gar nicht. Allein ihre Erscheinung war aufpushend. Sie arbeitet auch mit der Kinesiologie, ist aber mehr im Bereich der Psychotherapie unterwegs. Neben der allgemein bekannten Kinesiologie arbeitet sie auch mit dem Quantenfeld. Mit einer Person aus dem Publikum zeigte sie uns den Muskeltest und auch andere Dinge, mit denen das Unterbewusstsein abgefragt werden konnte. Diese Leichtigkeit faszinierte mich und kommt auch dem entgegen, was ich für mich herausarbeiten möchte. Eine Methode, die effizient, leicht erlernbar und nachhaltig ist. Deshalb bleibe ich nicht stehen und bin ständig auf der Suche nach weiteren Dingen, die mich darin unterstützen. Mittlerweile bin ich auf den EmotionCode von Dr. Bradley Nelson und auf die Epigenetik von Bruce Lipton gestoßen. Und natürlich der große Schamane Alberto Villoldo, der wie ich peruanisch geprägt ist, begleitet mich. Auch für mich gibt es noch viel zu tun, um den Menschen  beizustehen. 

Natürlich - oder leider - konnte ich nicht alles an Vorträgen hören und an Workshops mitnehmen, was zur Verfügung stand. Ich selbst musste ja auch vortragen und meinen kleinen Dienst versehen. 

Aber alles, was ich an diesem Tag erlebt und erfahren habe, war ein riesengroßes Geschenk für mich. Ich bedanke mich bei allen für diese wundervolle Erfahrung. Bei meinen Kollegen, bei den Besuchern und nicht zuletzt bei der geistigen Welt für diese großartige Unterstützung in allen Bereichen. Vielleicht gibt es ja bald mal wieder eine Gelegenheit, die Arbeit des Heilnetzes bekannt zu machen. Eine Ergänzung zur Schulmedizin kann ja nur zum Besseren sein für jeden, der Hilfe benötigt. In welchem Bereich auch immer. 

P.S.
Natürlich war es nicht möglich, alle Vorträge zu besuchen - mit weiteren interessanten Themen am Start waren auch:

Ein Artikel von Sabine Frohn

Spirituelle Begleiterin

Heideweg 8
49170 Hagen

www.philippinischegeistheilung.com

 

 

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