Besondere Methoden: Die Polarity-Therapie nach Dr. Randolph Stone

Zwischen Himmel und Erde: Polarity

Besondere Methoden: Die Polarity-Therapie nach Dr. Randolph Stone
© Frender Drei Steine-fotolia.com

von Conny Dollbaum-Paulsen

Alternative Heilmethoden sind salonfähig geworden: Wir kennen Akupunktur, Homöopathie und Osteopathie und wissen zumindest grob, was sich hinter verbirgt. Was aber verbinden Sie mit Polarity-Therapie? Nie gehört? Das sollte sich ändern, denn es handelt sich um eine ebenso umfassende wie hilfreiche Therapiemethode.

Oliver Bansmann ist Heilpraktiker und arbeitet seit 20 Jahren asl Polarity-Therapeut nach Dr. Randolph Stone. Er beantwortet meine Fragen nicht nur differenziert, sondern in einem Flow der Begeisterung. Hier spricht einer, der von dem, was er tut, überzeugt und beseelt ist.

Lesen Sie also: SIEBEN FRAGEN AN EINEN EXPERTEN

  1. Was fasziniert dich am meisten an Polarity-Therapie?

Alles. Vor allem aber, dass jede Begegnung komplett neu ist. Polarity verbindet Pole – daher der Name. Wir bewegen uns zwischen Himmel und Erde, Aktivität und Entspannung, Geist und Körper und Polarity arbeitet genau damit. Ich empfinde mich bei einer Behandlung häufig wie ein Fährtensucher, indem ich über die „drahtlose energetische Anatomie“ (Stone) behindernde Muster am Körper versuche aufzuspüren und anschließend zu behandeln. Und was ich besonders toll finde: Über die bewusste Wahrnehmung der geistigen wie körperlichen Muster, kann der Patient entscheiden, wie er damit umgehen will. Es gibt keine Ratschläge oder Behandlungsvorschriften, sondern eine Einladung, bewusster, wacher und heilsamer mit sich umzugehen. Die Behandlung hilft, dem inneren Kern, dem eigenen Wesen näher zu kommen.

Ich arbeite seit 20 Jahren damit und bin begeistert wie zu Beginn – ich wusste von Beginn an: Das isses! Und daran hat sich nichts geändert. Selbst für „alte Hasen“ gibt es ständig neue Einblicke und Erkenntnisse, die das Verständnis und die Arbeit vertiefen.

  1. Gibt es so etwas wie eine Polarity-Theorie? Und wo hat sie ihre Wurzeln?

Randolph Stone war ein genialer Mann, der gut funktionierende Systeme miteinander zu einem neuen System kombiniert hat: Chirotherapie, Osteopathie und Reflexzonenarbeit aus dem Westen, Hermetiklehre aus der Antike, Ayurveda und die Meridianlehre aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. So ist ein System entstanden, dass feinstoffliche, auch spirituelle Energiearbeit (Osten) mit konkreter Arbeit an Körperstrukturen (Westen) miteinander verbindet.

Es gibt energetische Tafeln, die wie Landkarten funktionieren – darin spielen Meridiane, Chakren, Reflexzonen, die 5 Elemente uvm. eine große Rolle. Sie bilden als drahtlose energetische Anatomie die Grundlage für Diagnose und Behandlung. Die Wurzeln zu kennen ist daher wichtig, vor allem muss ich diesem Weltbild zustimmen – wenn ich nicht glaube, dass es Energiezentren wie Chakren gibt, bin ich in der klassischen Osteopathie besser aufgehoben.

  1. Das liest sich gerade noch etwas kryptisch? Wie kann ich mir Behandlung konkret vorstellen?

Eine Behandlung beginnt immer mit einem Gespräch – ich sammle ersten Informationen indem ich gut zuhöre, lausche, auch auf das, was zwischen den Worten liegt. Das Gespräch zeigt die äußere Schicht, wie bei einer Zwiebel. Die zweite Schicht zeigt sich über die Körperhaltung, die Art und Weise, wie wir uns auf den verschiedenen Achsen (oben/ unten, rechts/ links, hinten/ vorne) im Raum bewegen. Und schließlich nehme ich Körperkontakt auf, indem ich über Berührung (der Patient liegt und ist vollständig bekleidet) Energiemuster ertaste. Ich folge dabei einerseits dem, was der Patient als Beschwerde geschildert hat, beispielsweise Rückenschmerzen – aber ich folge ebenso der Lebensenergie, die sich im Körper für mich spürbar zeigt.

Es gibt drei Behandlungsqualitäten, die ebenfalls auf Pole ausgerichtet sind und aus dem Ayurveda kommen: der positive Pol wird durch schaukelnde, lockernde Bewegungen ausgedrückt, der negative durch angepassten Druck entlang der Schmerzgrenze, die neutrale Qualität wird einfach durch Halten vermittelt. Diese Qualitäten werden je nach Energiezustand eingesetzt.

Zusätzlich gibt es immer wieder Gespräche, denn Polarity hat viel damit zu tun, Erfahrungen zu machen und diese zu integrieren. Ziel ist immer die Suche nach Gesundheit, nicht das Wegmachen von Krankheit. Die Spurensuche geht zu den Potenzialen, zu dem, was den Menschen im Innersten ausmacht und heil sein lässt. Das Tolle ist, dass über die Arbeit am Körper die geistigen Muster in Bewegung geraten – sie sind dort spürbar und es ist möglich, hilfreiche Impulse zu geben, die zu mehr Bewusstheit und Integration sorgen.

Je nach Patient können zusätzlich Übungen aus dem Polarity-Yoga sowie eine reinigende Ernährungskur durchgeführt werden. ES handelt sich dabei immer um Einladungen, nie um Ratschläge oder gar Verordnungen.

  1. Und bei welchen Beschwerden hilft Polarity?

Polarity ist wunderbar bei allen Formen von Schmerzen einsetzbar, aber auch bei der Arbeit mit persönlichen Lebensthemen. Immer, wenn es um nicht gelebtes Leben, um stark hemmende Lebensmuster und Gewohnheiten geht, ist Polarity hilfreich. Auch wenn es sich um mentale oder emotionale Themen handelt, findet die Arbeit am Körper statt.

  1. Welche 5 Begriffe fallen dir zu Polarity ein?

Oliver Bansmann: Ganzer Mensch, unterstützende & liebevolle Absicht, neue Türen öffnen, Potenzialentfaltung, Freude, Leichtigkeit & Humor
Das waren einige Worte mehr und im Gespräch eigentlich einige ganze Sätze…wie soll ein so umfangreiches System auch in 5 Worte gefasst werden?

  1. Was ist das besondere Geschenk von Polarity?

Jeder Mensch, der kommt, bringt sein eigenes Potenzial mit, das auf Entfaltung wartet. Und jedes Muster passt genau zu diesem Potenzial. Dies zu erkennen und dabei die Verbindung zwischen Körper und Geist nicht nur zu sehen, sondern zu nutzen, ist besonders, finde ich. Außerdem ist Polarity zutiefst salutogenetisch, also Gesundheit suchend. Und natürlich ist die Synthese von östlichem und westlichen Denken besonders und für die damalige Zeit war dies auch revolutionär (auch ohne Internet und Co dachte Randolph Stone bereits global, über die eigene Kultur hinaus)

  1. Gibt es noch etwas zu ergänzen?

(Ziemlich zum Ende des Gespräches fällt Oliver Bansmann dieses Beispiel ein und er sprudelt nur so vor Begeisterung)

Ich finde die Arbeit mit den 5 Elementen und das System dahinter unglaublich hilfreich:

Zunächst gibt es die 5 Elemente: Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Diese sind Organen und Funktionskreisläufen zugeordnet Äther= Kommunikation, Luft= Atmung& Blut, Feuer= Verdauung, Hitze & Verteilung, Wasser= Drüsen & Fortpflanzungsorgane sowie Erde= Ausscheidung.
So weit so normal.
Es gibt aber eine weitere Zuordnung zu geistigen Prinzipien: Äther= Möglichkeiten, Luft= Ideen, Feuer= Entscheidung, Wasser0 Umsetzung/ Ausdruck und Erde= Vollendung.

Die meisten Menschen haken an einem der Übergänge: So haben manche viele Ideen, können sich aber nicht entscheiden; andere kommen bis zur Handlung, bringen aber nichts zu Ende und wieder andere sind schon von den Möglichkeiten überfordert und können diese nicht in Ideen umwandeln.
Hier gibt es dann oft die Entsprechung zwischen einer körperlichen Organbelastung und einem geistigen Zustand. Gelingt es, die blockierten (oder überschüssigen) Energien auf Körperebene zu harmonisiren, hat das durchaus auch Auswirkungen auf die Art und Weise, Entscheidungen zu treffen.

Ich bin begeistert. Und wie immer nach Gesprächen mit einem so kompetenten und vor Energie strahlenden Behandler bin ich ein bisschen heiler geworden – einfach nur durch den Kontakt. Ob das geht? Ich spüre: Ja.

Mehr Infos zu Polarity und Oliver Bansmann
www.polarity-zentrum.de

 

 

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