Eine ganzheitliche Erfahrung

Tanz mit Parkinson

Eine ganzheitliche Erfahrung

von GastautorIn

Bewegungsgrenzen erweitern - Tanzwege die ermutigen und gut tun.

Der Tänzer und Choreograph Mark Morris aus Brooklyn, New York hat diese Bewegung vor rund 10 Jahren gestartet und sie ist seit einigen Jahren auch in Europa und Deutschland angekommen. Zunehmend finden hier mehr Projekte für Menschen mit Parkinson statt. Und wie mehrere Studien bereits belegen, ist Tanzen eine äußerst effektive Begleitung bei der Behandlung von Parkinson. 

Konkrete Wirkung von Tanz bei Parkinson

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Verbesserung der motorischen Koordinationsfähigkeit. Tanzen fördert die Beweglichkeit, kann Muskelsteifheit und vorhandene Gleichgewichtsstörungen vermindern. Der Fluss der Musik kann unterschiedliche Bewegungen wie z.B. das Rückwärtsgehen wieder ermöglichen, die Schrittlänge vergrößern und komplexe Bewegungsabläufe erleichtern. Von der Atmung bis zu kreativen Tanzgeschichten oder kleinen Choreographien werden im Tanzen alle Sinne und die Phantasie angeregt und ebenso die Aufmerksamkeit geschult, damit das alltägliche Leben möglichst lange selbstbestimmt gestaltet werden kann.

Die Seele tanzt (mit)

Vor allem – und das ist das Entscheidende - stärken die Betroffenen im Tanz die positive Verbindung von Körper, Geist und Seele. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung wird erweitert, und das Tanzen ohne Leistungsanspruch mit fröhlicher, anregender oder entspannender Musik bringt Lebensfreude und festigt das Selbstbewusstsein.

Das Tanzen in der Gruppe gibt zudem ein Gefühl des Miteinanders und der Verbundenheit, denn Tanz ist Bewegung und lädt dazu ein, in freundlichen Kontakt mit sich selbst und anderen zu kommen.

Tanzen verbindet

Gerade bei chronisch Kranken stellt sich oftmals ein Gefühl von Isolation, von Ausgegrenztsein ein. Als Folge verstärken sich die körperlichen Beschwerden, und die Psyche leidet darunter. Im gleichberechtigten  Miteinander können sich die Betroffenen beim Tanzen dem entgegenstellen, und zugleich gibt es ihnen ein soziales Leben in Achtung und Würde zurück.

Vielleicht lässt sich das (bisher nich) nicht naturwissenschaftlich messen und belegen, aber es leuchtet auch ohne wissenschaftliche Evaluation ein.

Persönliche Motivation

Meine Freude und persönliche Triebfeder: Menschen mit Tanz & Qigong eine spürbare Steigerung der Lebensqualität zu ermöglichen. Der Kontakt und die Arbeit  mit einem Betroffenen hat mir den wunderbaren Impuls gegeben, mich mit Tanz für Menschen mit Parkinson zu beschäftigen und selber eine Gruppe ins Leben zu rufen. Mit Dankbarkeit und großer Freude gehe ich in diese gemeinsamen ersten Stunden.
 

"Eine Patientin erklärte, sie fühle sich wieder schön, wenn sie tanze. Schönheit als ästhetisches Empfinden war auch die Triebfeder der selbst tanzenden bulgarischen Wissenschaftlerin Kristeva: Auch sie verstand das Tanzen mit Parkinson-Patienten nicht als therapeutische Gymnastik, sondern als ganzheitliche Erfahrung in einem Raum jenseits des Gesundheitssystems.“  (Badische Zeitung  Juni 2014)  Die an der Universität Freiburg forschende Neurophysiologin Rumyana Kristeva hat bereits vor 7 Jahren mit einer Studie an einer Tanzschule Mut machende Ergebnisse zusammengetragen.

Ein Artikel von Valentina Knappe

Integrale Tanzpädagogin & Qigonglehrerin

herzreich ~ bewegtSEIN~berührtSEIN~bewusstSEIN

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