Methodenportrait

Heilungshindernisse überwinden mit Hilfe der Isotherapie

Methodenportrait

von Christina Azarli

Gleiches mit Gleichem heilen, das ist der Grundgedanke der Isotherapie. Doch was genau verbirgt sich dahinter?
Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens Antibiotika, Cortison, Impfungen, Narkosemittel, Schmerzmittel, Hormonpräparate etc. erhalten, die auch langfristig die Lebenskraft blockieren können.
Isotherapie kann darauf eine Antwort sein.
Ein Gespräch mit Angelika Hoffman, Heilpraktikerin         

1: Was ist Isotherapie?

Angelika Hoffmann: Die Behandlungsidee ist, Gleiches mit Gleichem zu behandeln: Man geht davon aus, dass Fremdstoffe (z.B. Impfstoffe oder Antibiotika) Blockaden der Lebenskraft verursachen können. Wenn diese Fremdstoffe homöopathisch potenziert verabreicht werden, kann man so diese Blockaden auflösen und die Lebenskraft kann wieder freier fließen. Man nutzt den potenzierten Ausgangsstoff einer Substanz, die im Verdacht steht, Blockaden verursacht zu haben, um die unerwünschten Folgen der Einnahme dieser Substanz wieder aufzulösen.

2. In welchen Fällen ist die Isotherapie sinnvoll?

A.H.: Ich hatte in der Praxis einen kleinen Patienten mit autoagressiven Zügen, der sich die Haare büschelweise auszog. Er hat auf die homöopathische Behandlung zunächst gut reagiert, dann stagnierte der Fortschritt. Unter der isotherapeutischen Behandlung konnte die Heilung weiter voranschreiten und das autoagressive Verhalten legte sich.

Dies ist keine Seltenheit: im Rahmen einer Behandlung mit Klassischer Homöopathie gibt es Fallverläufe, die nach anfänglicher Besserung trotz weiterhin gut gewählter homöopathischer Mittel stagnieren. Die Lebenskraft wird teilweise sehr früh mit all den fremden Substanzen, die heutzutage in unser Leben gehören, blockiert (hierzu zählen nicht nur Medikamente oder Impfungen, auch unsere Nahrungsmittel sind häufig belastet, unsere Ernährungsgewohnheiten nicht unbedingt die zuträglichsten und unsere Wohn- und Arbeitsumgebung beinhaltet oft synthetische Stoffe wie z.B. Vinyl oder Lacke). Hier ist die Isotherapie eine Möglichkeit, Heilungshindernisse zu überwinden und den Heilungsverlauf wieder in Gang zu bringen.
In der Folge greifen dann auch die homöopathischen Mittel wieder besser.
Die Isotherapie kann auch in zeitlicher Folge zu Impfungen eine Hilfe sein, beispielsweise bei Schlaflosigkeit, verstärktem Schreien, Unruhe oder häufigeren Infekten, die nach Impfungen auftreten.

Man kann sich das so vorstellen: Wenn durch viele Einflüsse von außen das Fass immer voller wird, kann der Körper das bis zu einem gewissen Punkt kompensieren. Wenn das Fass aber zum Überlaufen gekommen und der Ausgleich nicht mehr möglich ist, drückt sich der Körper über Krankheitssymptome aus.
Die Isotherapie ist eine Möglichkeit, das Fass auf ein Level zu bringen, auf dem die Lebenskraft wieder aktiv ist und Selbstheilungsprozesse wieder möglich sind.

3. Wie sieht die Behandlung konkret in der Praxis aus?

A.H.: Wie in der Klassischen Homöopathie steht am Anfang der Behandlung ein ausführliches Anamnesegespräch. Jedoch wird ein größerer Fokus darauf gelegt, welche Medikamente, Impfungen etc. im Laufe des Lebens gegeben wurden.
Aufgrund dieser Informationen wird ein Behandlungsplan erstellt. Nach chronologischer Ordnung beginnend vorgeburtlich bis zum jetzigen Zeitpunkt wird aufgelistet, um welche Substanzen es sich handelte. In umgekehrter Reihenfolge werden dann die Blockaden gelöst, die durch die Substanzen entstanden sind.

Die Ausgangssubstanzen werden nach homöopathischem Verfahren potenziert und in vier festgelegten aufsteigenden Potenzen verordnet. Jede Potenz wird so lange gegeben, bis keine Heilungsreaktion (z.B. Verstärkte Ausscheidungen, Durchfall, Fieber, auch Kopfschmerzen) mehr auftritt. Dies dauert in den meisten Fällen 4-8 Wochen. Bei Kindern können auch vorübergehende Verhaltensauffälligkeiten auftreten.
Die Heilungsreaktionen sollten nicht unterdrückt werden, zumeist treten sie auch nur kurzfristig auf und nehmen im Laufe der Einnahme ab. Wenn dann unter einer Potenz keine Reaktionen mehr auftreten, geht man über zur nächst höheren Stufe.

Die Behandlungskontrolle erfolgt durch regelmäßige meist telefonische Rücksprache. Alle zwei bis vier Wochen wird geklärt, welche Heilungsreaktionen es gibt und wie es dem Patienten geht. Dann wird entschieden, wann die Potenzstufe gewechselt wird.

4. Welchen Zeitraum braucht es für eine isotherapeutische Behandlung nach Tinus Smits?

A.H.: Man geht pro Mittel durch diese vier Potenzstufen. Jede Potenz läuft etwa 4-8 Wochen. Bei 4 Potenzen je Mittel können ca. 3 Mittel pro Jahr durchlaufen werden. Hierbei ist zu bedenken, dass die Mittel auch kombiniert werden können. Teils stehen auch schon Kombinationspräparate zur Verfügung, z.B. eines, in dem sich die üblichen Antibiotika finden, so dass nicht jede Antibiotika-Gabe einzeln ausgeleitet werden muss.

5. Ist eine Kombination mit anderen Behandlungsmethoden möglich?

Isotherapie lässt sich gut mit anderen naturheilkundlichen Behandlungsmethoden kombinieren. Wie bereits gesagt, hilft sie ja auch bei stagnierendem Behandlungverlauf.
Es ist auch möglich, die Behandlung zu pausieren, wenn eine schulmedizinische Intervention nötig ist, und im Anschluss die isotherapeutische Behandlung wieder aufzunehmen, ohne dass die bisherige Wirkung beeinträchtigt wird. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Begleitung von Impfungen.

An dieser Stelle ist noch zu erwähnen, dass die hier beschriebene Isotherapie ein Hauptbestandteil der CEASE Therapie ist, einem Behandlungskonzep von Tinus Smits, welches sich mit der Auflösung von Störungen aus dem autistischen Spektrum befasst. Hierzu gehören auch Krankheitsbilder wie ADS und ADHS. Neben der Isotherapie beinhaltet die CEASE-Therapie die Arbeit mit Nahrungsergänzungsmitteln und der ebenfalls von Tinus Smits begründeten Inspiring Homeopathy.

6. Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um diese Methode erfolgreich in der Praxis anwenden zu können?

Isotherapie sollte auf jeden Fall von jemandem ausgeführt werden, der speziell darin ausgebildet ist und sehr gute Kenntnisse und Erfahrung mit homöopathischen Behandlungen hat.
Neben der Erstellung des Behandlungskonzeptes ist es wichtig, die Heilungsreaktionen professionell zu begleiten und beurteilen zu können. Damit steht und fällt der fundierte Erfolg der Methode.

Vielen Dank für das Gespräch!

Ein Artikel von Angelika Hoffmann

Heilpraktikerin

Am alten Kirchenweg 10
35460 Staufenberg

www.heilpraktikerin-angelika-hoffmann.de

 

 

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