Institute in OWL: Lust auf Zukunft

Faires Coaching???

von Conny Dollbaum-Paulsen

Beinahe hätte ich sie nicht gefunden, die Räume von "Lust auf Zukunft" - und wäre dadurch beinahe um ein inspirierendes Gespräch mit zwei Coaching-Profis ärmer geblieben.
Kleine Unebenheiten wie Verspätungen oder unvorhergesehene Veränderungen können Bärbel Röpke-Stieghorst und Rainer Pivit sowieso nicht aus der Fassung bringen - haben sie sich doch auf das spezialisiert, was viele Menschen gleichermaßen herbeisehnen wie fürchten: auf (berufliche) Veränderung.
Wer wissen will, ob und wie eine Veränderung sinnvoll ist, wird von den beiden nach allen Regeln der Coachingkunst begleitet. Dabei sind sowohl das Wortspiel "FAIRänderung" als auch der Institutsname "Lust auf Zukunft" Programm.

RP: Als wir bei unserer Gründung nach einem gängigen und irgendwie natürlich auch aussagestarken Namen suchten, schwirrte das Wort "fair" ( Fairsicherung, Fairtrade ) als Zeitgeistformulierung durch aller Köpfe. Uns gefiel sowohl die Verbindung zum Zeitgeist als auch die besondere Betonung des anteilnehmenden (partizipativen) Gedankens: Veränderung betrifft immer auch das System, in dem der sich verändernde Mensch lebt. Aus unserer Sicht ist es deshalb wichtig, dass auch die anderen Betroffenen als ebenfalls Beteiligte mit gesehen werden - daraus entsteht ein fairer und wertschätzender Umgang mit sich selbst, mit dem Anderen und dem gesamten System, der für unsere Arbeit typisch und maßgeblich ist."
Der zweite Namenstitel, "Lust auf Zukunft", beschreibt schlicht das Interesse der beiden, Menschen dabei zu begleiten, einen ebenso beherzten wie vertrauensvollen Schritt in ihre eigene berufliche Zukunft zu tun.

Das Team arbeitet dabei nicht nur mit Einzelpersonen, sondern auch mit Teams und Unternehmen, die bereit sind, sich einem solchen Fairänderungsprozess zu stellen. Eine besonders gelungene Kooperation gibt es beispielsweise mit OWL Maschinenbau  "Lust auf Zukunft" ist Partner dieser Organisation, in der aktuell 272 Unternehmen aus dem Maschinenbau organisiert sind.
Wie Maschinenbauer und FairänderungsmanagerInnen zusammenpassen? Perfekt!

Rainer Pivit: "Unternehmen durchlaufen Veränderungsprozesse, in denen es von entscheidender Bedeutung ist, die beteiligten Menschen bewusst mitzunehmen - wir bieten entsprechende Trainings und Workshops an, die einen solchen, wenn man so will "ganzheitlichen " Prozess der Organisationsentwicklung unterstützen. Für uns besteht darin kein Widerspruch, im Gegenteil: Es geht immer um Menschen, um Kommunikation und darum, wie Veränderungen so fair und sinnvoll wie möglich für alle Beteiligten umgesetzt und, schwerer noch,integriert werden können."

Das hört sich nach klassichem Win-win an - Bärbel-Röpke-Stieghorst erweitert das doppelte Gewinnen sogar durch ein Dreifaches:
BRS: Zum einen dürfen und sollen Unternehmen erfolgreich sein - sie betreiben Wertschöpfung und bilden die Grundlage unserer Arbeitsstruktur. Zum zweiten sollen und müssen sich auch die MitarbeiterInnen entfalten und entwickeln können - so entsteht durch die Begleitung das klassische "Win-Win". Wenn dann auch noch Produkte und Dienstleistungen entstehen, die nachhaltig, intelligent und zukunftsgeeignet sind...dann ist das dritte "Win" perfekt und wir sind richtig am Platz.

Bärbel Röpke-Stieghorst arbeitet dabei gern in der "Amöbenform" :
BRS: "Fairänderung bedeutet eigentlich immer, dass die eigenen Schritte in verschiedenen Richtungen ausprobiert werden müssen - wie eine Amöbe die Scheinfüße in alle Richtungen streckt und dabei abgleicht, wo es sich am Angenehmsten und Stimmigsten anfühlt. Dabei muss jeder Mensch sein eigenes Tempo finden - Widerstände können erkannt, thematisiert und letztlich kretaiv genutzt werden."

RP: Dabei verfolgen auch wir immer öfter die Methode des KAIZEN, die Idee der kontinuierlichen Veränderung durch kleine Schritte- die führen erfahrungsgemäß eher zum Erfolg als große Sprünge, die leicht überfordern und erschöpfen.

Dass die beiden neben der Fairänderungsarbeit noch ein Projekt unterstützen, das sowohl als ökologisch und nachhaltig als auch fair und der Kommunikation dienend bezeichnet werden kann, verwundert nicht. Die Klashofschule in Senne vereint dies alles - die FairänderungsmanagerInnen sind im Trägerverein aktiv und maßgeblich dafür zuständig, das Haus lebendig zu füllen und passend zu vermieten. Die Klashofschule bietet alles, was Gruppen brauchen, um sich wohlzufühlen - und ist als praktisches Schülerprojekt aus einem Geist entstanden, der Lust auf Zukunft macht.

Wie vielseitig Bärbel Röpke-Stieghorst und Rainer Pivit sind, kann ein solcher Artikel nicht ansatzweise beschreiben - aber lesen Sie doch beispielsweise mal den letzten Newsletter der beiden, dann wissen Sie sofort, was gemeint ist.

Vielen Dank übrigens für das Interview in Bielefelds lauschigem Hinterhof in der Marktstraße, zu dem etwas zu spät kam und dennoch offen empfangen wurde.

Lust auf Zukunft  -Fairänderungsmanagement
Bärbel Röpke-Stieghorst und Rainer Pivit

Marktstr. 29a
33602 Bielefeld
Deutschland
Telefon 05 21 - 201 70 72
E-Mail info@lustaufzukunft.de

 

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