Frederica de Cescos Lieblingsgeschichten

Die Welt durch Wörter sehen

Frederica de Cescos Lieblingsgeschichten
© Wörterseh GmbH

von Martina Seifert, Texterin, Lektorin, Yogalehrerin

„Die Welt durch Wörter“ sehen, so lautet der Titel des neu erschienenen Buches der Schweizer Autorin Frederica de Cesco, - ein Titel, der mich gleich inspiriert, es zu lesen.

Ich frage mich, wie dieser Titel zu verstehen ist? Die Welt durch Wörter zu sehen, - eine Welt, die sich mir nur durch das Wort erschließt, indem ich alles zu benennen weiß, was mir begegnet? Oder durchschreitet Frederica de Cesco vielmehr die Wörter, sieht durch sie hindurch auf das, was sich hinter den Begriffen verbirgt?

Kurzgeschichten und Gedanken

Nun, Frederica de Cesco ist Schriftstellerin durch und durch. Sie verpackt die Welt in Wörter. Ich lasse mich auf ihre Lieblingsgeschichten ein. Schließlich ist jetzt genau die richtige Zeit für Geschichten. Die Advents- und Weihnachtszeit zieht mich jedes Jahr wieder zu den Märchen hin… Weihnachtsgeschichten lesen, um den Zauber, den diese Zeit für mich als Kind hatte, in mir wieder aufleben zu lassen. Werde ich fündig?

Weihnachten im Flughafen und andere magische Momente

In dem Erzählband von Frederica de Cesco stoße ich tatsächlich auf eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte, auch wenn der Titel der Erzählung zunächst nicht sehr magisch klingt: „Weihnachten im Flughafen“. Mein Kinderherz geht auf. Die Sehnsucht nach Liebe und Transzendenz findet ihre Erfüllung, - mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Dies ist jedoch längst nicht die einzige Geschichte, die Raum und Zeit transzendiert, von schicksalhaften Fügungen zeugt und von der Magie der Liebe zu erzählen weiß.

Freiheit und Selbstbestimmung

Der Schriftstellerin geht es zudem um das Erbe der indigenen Bevölkerung, der First Nation, um ihre Kultur und ihre spezielle Beziehung zur Natur, zur Erde. Auch für die Selbstbestimmung und Freiheit des Tibet macht sich die Autorin stark und nicht zuletzt für die Frauen, insbesondere für die Rechte junger Mädchen in den Entwicklungsländern.

Früher Erfolg

Die heute 84-jährige Schriftstellerin schrieb ihren ersten Roman bereits mit 15: „Der rote Seidenschal“, der damals für großes Aufsehen sorgte, erschütterte dieser doch das klassische Frauenbild der späten 50er Jahre. Es folgten viele weitere Bücher. Hierzulande ist sie vor allem als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt. Die Abenteuerromane spielen meist in Japan, Afrika, Indien oder Tibet, zuweilen vor einer postkolonialen Kulisse, was Kritiker*innen dazu aufgerufen hat, der Autorin Kolonialnostalgie vorzuwerfen.

Ihr erster Roman für Erwachsene erschien erst 1994. In Buchhandlungen finden sich diese vornehmlich in der Rubrik der Unterhaltungsliteratur für Frauen, obwohl die Autorin selbst über ihre Bücher sagt, dass diese für emanzipierte Männer geschrieben seien - und für Frauen, - die von Natur aus emanzipiert seien.

Fazit

Frederica de Cescos Geschichten sind politisch ambitioniert. Sie schreibt mit einem weiblichen Blick auf die Welt und spricht unsere Herzen und Seelen an. Die Weitgereiste begeistert sich für Film, Musik, Tanz - und immer wieder für Japan. Seit nunmehr 50 Jahren ist sie mit dem japanischen Fotografen Kazuyuki Kitamura verheiratet. All diese Lieben, Vorlieben und Leidenschaften fließen in ihr neues Buch „Die Welt durch Wörter sehen“ ein. Aber wovon genau erzählt nun dieser Titel? Das erschließt sich der werten Leser*innenschaft spätestens auf der letzten Seite dieses Potpourris an Lieblingsgeschichten der Autorin, das als Geschnek jeden Gabentisch bereichern wird.

Frederica de Cesco
Die Welt durch Wörter sehen.
Meine Lieblingsgeschichten
Wörterseh
Gebunden mit Schutzumschlag
978-3-03763-138-6
10/2022
27,90 €

Sie erhalten dieses Buch im Buchhandel vor Ort oder bei buch7, dem sozialen Online-Buchhandel.

Ein Artikel von Martina Seifert

Freie Autorin, Text, Lektorat

Hegede 6
33617 Bielefeld

www.martinaseifert.de

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