Es geht auch ohne Plastik

BUND lädt zum #plastikfasten ein

Es geht auch ohne Plastik
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von Martina Seifert, Texterin, Lektorin, Yogalehrerin

Die Fastenzeit ist eingeläutet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. nutzt die Gunst der Stunde und ruft bereits zum vierten Mal Verbraucher*innen zum Verzicht auf Plastik während der Fastenzeit auf.

Ohne Plastik leben

Ob Gemüse und Obst in Plastiktüten, Wasser, Säfte oder Limonade in Plastikflaschen, Wegwerf-Kaffeebecher oder Plastikgeschirr – wir scheinen ohne Plastik nicht mehr leben zu können. Laut Bund verarbeitet kein europäisches Land so viel Kunststoffe wie Deutschland: 14 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr - Tendenz steigend. Davon sind 88 Prozent neu produzierter Kunststoff, lediglich 12 Prozent recyceltes Material. Damit beträgt der Plastikverbrauch in Deutschland rund fünf Prozent des weltweiten Plastikkonsums, obwohl Deutschland nur 1,1 Prozent der weltweiten Bevölkerung ausmacht. Wer mehr Einzelheiten zu den Hintergründen der Plastikkrise erfahren möchte, kann sich den Plastikatlas des Bundes kostenfrei als PDF herunterladen.

#plastikfasten- Austausch zum Plastiksparen

Ohne Plastik einkaufen – wie soll das gehen? Bis Ostersonntag möchte der Bund in den sozialen Netzwerken Verbraucher*innen für die Plastikproblematik sensibilisieren. Denn auf die meisten Plastikprodukte können wir ohne große Umstände verzichten, indem wir auf nachhaltigere Alternativen zurückgreifen.

Die erste Frage, die wir uns stellen können, ist die, ob wir das jeweilige Produkt überhaupt benötigen. Wenn ja, gilt es zu überlegen, wo wir dieses auch ohne Plastikverpackung erwerben können. Schnell wird ersichtlich, dass sowohl Kosmetikprodukte als auch Lebensmittel und Kleidung ganz ohne Plastik erhältlich sind. Auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube können wir unter dem Hashtag #plastikfasten Tipps zum Plastiksparen einholen oder über unsere eigenen Erfahrungen berichten. Der Bund wünscht sich einen regen Austausch.

Plastikfreier Konsum

Der plastikfreie Einkauf fängt bereits bei der Einkaufsliste an. Bevor es losgeht, sollten Transportboxen in den wiederverwendbaren Einkaufsbeutel gepackt werden. Beim Einkauf verzichten wir gänzlich auf in Plastik verpackte Produkte und konzentrieren uns auf Produkte, die in Papier oder Pappe verpackt, in Mehrweggefäßen oder komplett unverpackt angeboten werden. In vielen Städten deutschlandweit gibt es bereits sogenannte Unverpackt-Läden, wo Nudeln, Reis oder auch Putzmittel für den Frühjahrsputz in vorhandenen Behältern gefüllt gekauft werden können. Der Bund hat online eine Karte bereitgestellt, auf der Läden, Märkte und Milchtankstellen zu finden sind, die plastikfreie oder unverpackte Produkte anbieten.

Falls wir auf den Gang in den Supermarkt noch nicht ganz verzichten möchten, sollten wir den Plastikmüll im Laden hinterlassen. So können wir Hersteller und Handel darauf aufmerksam machen, dass letztlich sie in der Verantwortung stehen und die Aufgabe haben, Plastikmüll zu vermeiden.

Befreien wir uns also vom unnötigen Plastik, denn der dauerhafte Verzicht auf Plastik kommt nicht nur Umwelt und Natur zugute, sondern letztlich auch unserer Gesundheit.

Weitere Informationen zur Vermeidung von Plastikmüll finden Sie auch in unserem Artikel "Mikroplastik - Gefahr für Mensch und Umwelt".

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