Lasst uns öfter offen miteinander sprechen!

Der letzte Heilnetz-Abend in Bielefeld

Lasst uns öfter offen miteinander sprechen!

von Natalie Nicola, Lektorin & Social Media Managerin

Wie bekomme ich Zugang zu mir selbst? Zu meinen Gefühlen? Zu meinem Körper? Oftmals sind es alte Schmerzen, die den Zugang zur „Urkraft Sexualität“ blockieren. Und die sitzen tief. Auch im Kollektiv. Bei Frauen und Männern.

Wege in eine entspannte und nährende Sexualität

Mit großer Offenheit, die leider ausgerechnet im Kontext eines so zentralen Themas der menschlichen Existenz nicht selbstverständlich ist, sprachen Ela & Volker Buchwald über ihren Ansatz Entspannte Sexualität, die auf dem Modell von Slow Sex nach Diana Richardson basiert, diesen aber weiterentwickelt hat.. Der Ansatz legt eine Problematik zu Tage, die tief in unserer gesellschaftlichen Struktur verankert zu sein scheint. Nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch bei der tiefsten Form der zwischenmenschlichen Begegnung steht der „Leistungsgedanke“ im Vordergrund. Unausgesprochene Erwartungshaltungen an sich und den anderen blockieren die Entstehung wirklicher Nähe. Wer sich ausschließlich über eine vermeintlich abzuliefernde „Leistung“ definiert und auf ein „Ziel“ zusteuert, verpasst den gegenwärtigen Moment. Wir begegnen uns nicht wirklich. Nicht uns selbst. Nicht dem anderen. 

Wie komme ich aus dem Denken ins Fühlen?

Sanft und kraftvoll zugleich sprach Angelika Kunjan über ihre Schoßraumtherapie, mit der sie Frauen hilft, zu sich selbst zurückzufinden. Sich in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit anzunehmen. Wer anderen gefallen will, glaubt, so oder so „funktionieren“ zu müssen, ist nicht mit sich selbst in Kontakt. Nicht mit dem, was ist. Was ist da? Was nicht? Indem wir uns wieder mit uns selbst verbinden, in den Körper kommen und wieder zu spüren beginnen, ohne zu bewerten und anders sein zu wollen, als wir in diesem Moment gerade sind, finden wir in unsere Mitte. In einen inneren Frieden, den die Welt gebrauchen kann. Wir dürfen in jeder Zelle unseres Körpers zu Hause sein. Uns ausdrücken. Sexualität auf diese Weise bewusst zu leben, bedeutet, Lebenskraft fließen zu lassen und das Feuer der Kreativität zum Lodern zu bringen. Lebendig zu sein.

Nächster Heilnetzabend am 1. März

 „Schmerz“ ist das Thema, das im Fokus des nächsten Heilnetzabend am 1. März stehen wird. Ulrich Reiske wird uns die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht näherbringen, Andrea Kornfeld über Achtsamkeitsübungen aus der Wudangtradition (Qigong) bei chronischen Schmerzzuständen sprechen. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind wie immer herzlich willkommen!

 

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