Matrix-Rhythmus-Therapie (MRT)

Zellbiologische Regulationstherapie

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2. Dezember 2017 von Irmtraud Schneider

Autorin: Irmtraud Schneider, ganzheitliche Physiotherapeutin

Quelle: Randoll Ulrich G., Das Matrix-Konzept, 2013

Datum: 02.12. 2017

Hintergrund/Kontext: Die Grundlagen Matrix-Rhythmus-Therapie (MRT) wurden Ende der 80er Jahre an der Universitätsklinik Erlangen entwickelt. Hinter dieser Therapieform steht der Leitgedanke eines zellbiologischen Therapiekonzeptes, d.h. die Wiederherstellung der körpereigenen Rhythmen auf Zellebene und einer sauberen extrazellulären Matrix (Bindegewebe).

Wenn die Muskulatur aus dem Takt gerät

Alle Muskeln zeigen im gesunden Zustand eine für das Auge nicht sichtbare Vibration von 8 - 12 Hertz. Diese wirkt wie eine Pumpe auf die zellumgebende Flüssigkeit, wodurch die Entsorgung von Schlackenstoffen und die Zufuhr von Nährstoffen gewährleistet wird.

Einflüsse wie Schmerzen, Entzündungen, Kälte, psychischer Stress, Überforderung und/oder Fehlbelastungen bringen die Muskulatur aus dem Takt und der Zellstoffwechsel kommt nach und nach zum Erliegen. Durch die zunehmende Vermüllung des Zellmilieus (Bindegewebe) und dem damit entstehenden Energiemangel mit Übersäuerung verstärken sich Schmerzen und Entzündungen. Es kommt zu Bewegungseinschränkungen, Muskelverkürzungen und Tonuserhöhung der Muskulatur.

Erhöhung der Energieversorgung

Die MRT verbessert auf Zellebene den Stoffwechsel, bringt die Muskulatur wieder in ihren natürlichen Takt und sorgt damit für eine Erhöhung der Energieversorgung. Dadurch wird die Regeneration eingeleitet. Nach Sanierung der Mikrobereiche im Gewebe können andere Verfahren der Physiotherapie wie z. B. lokale Wärmeanwendungen, Mobilitäts-, Kräftigungs- und Koordinationsübungen ihre volle Wirkung entfalten.

Indikationen: Muskuläre Beschwerden wie Rückenschmerzen, degenerative Wirbelsäulenerkrankungen, Bandscheibenschäden, Arthrosen

Lokale Beschwerden wie Fersensporn, Tennisarm, Karpaltunnelsyndrom, Sehnenveränderungen, schmerzhafte Muskelverhärtungen, Ulcus cruris, Schulter-Arm-Syndrom

Generelle Projekte wie Fibromyalgie, Spastik

Allgemeine Projekte wie Wadenkrämpfe, Cellulite

Prä- und postoperativ zur Beschleunigung des Heilungsprozesses, Narbenbehandlung, Morbus Sudeck, Wundheilungsstörungen

Gegenanzeigen: frische Frakturen, offene, entzündete Hautoberfläche, Herzschrittmacher, Thrombose – Embolie-Neigung, verstärkte Blutungsneigung, Hämatombildung

Bedingungen: Im Vorfeld ist eine Anamnese notwendig, die die möglichen Ursachen abklärt. Die ersten drei Behandlungen sollten in einem Abstand von 2 - 3 Tagen erfolgen. Werden die Schmerzzustände sukzessiv besser, werden nach bisherigen Erfahrungen sechs Behandlungen benötigt. Die Behandlungszeit richtet sich nach Umfang der zu behandelnden Körperpartie.

Ein Artikel von
Irmtraud Schneider

Heilpraktiker (Psychotherapie) & Physiotherapeutin
50678 Köln
Teutoburger Str. 9

IrmtraudSchneider@gmx.de
http://www.reise-der-heilung.de
Profil von Irmtraud Schneider

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