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Kategorie: TCM, Traditionelle Chinsesische Medizin

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TCM: Traditionelle Chinesische Medizin

Entstehungsgeschichte der Chinesischen Medizin

Eines der ältesten Lehrbücher der Chinesischen Medizin, das Huang Di Nei Jing (Der Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin), ist über 2500 Jahre alt.

Die Bezeichnung "Traditionelle Chinesischen Medizin" erhielt diese Heilkunst erst in der Kulturrevolution unter Mao. Er reformierte die chinesische Medizin zu einem standardisierten Medizin- und Gesundheitssystem. Dabei entfernte er alle religiösen und metaphysischen Elemente, die in Umwegen über Taiwan und andere asiatische Länder erhalten blieben. Mitte des 20.Jahrhunderts aber bewahrte er im Zuge der wissenschaftlichen Erfolge der westlichen Medizin die Chinesische Medizin vor Ansehensverlust und Untergang.

 

Freies Fließen von Qi

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein umfassendes Gesundheitsmodell. Neben der Behandlung von Krankheiten liegt ihr Wert in der Früherkennung von energetischen Unausgewogenheiten und kann auf diesem Weg Krankheiten vorbeugen bevor sie sich manifestieren. Im Chinesischen Medizinsystem bedeutet Gesundheit freies Fließen von Qi (der Lebensenergie) in den Leitbahnen (den Meridianen). Krankheit entsteht folglich dann, wenn die fließende Lebensenergie in ihren Bahnen gestört oder unterbrochen ist.

Die hierdurch auftretenden Symptome und Veränderungen in den Vitalfunktionen oder in den Emotionen werden in ein im Laufe der Epochen durch Beobachtung und Erfahrung entstandenes Bezugsmodell systematisiert.

 

TCM-Diagnose und Therapie

Nach der Anamnese, dem Erstgespräch mit ausführlicher Befragung, wird  inklusive der Puls- und Zungendiagnose die TCM-Diagnose gestellt.

Die einzelnen Phänomene werden in das Modell von Yin und Yang, das der Fünf Wandlungsphasen, der Funktionskreise oder in die Leitbahntheorie aufgenommen. So werden aus vielen Einzelsymptomen chinesische Syndrome. Aus diesen Syndromen erschließen sich die Therapiekonzepte:

1. Welches therapeutische Verfahren aus dem Kanon der Chinesischen Medizin Anwendung findet:

2. In welcher Art das jeweilige Verfahren genutzt wird, zum Beispiel, welche Kräutermischung, welche Akupunkturpunkte, welche Qi Gong-Übung hilfreich ist.

Für wen und wann eignet sich die Traditionelle Chinesische Medizin?
Für alle, sowohl akute Erkrankungen, die nicht dringlicher Schulmedizin bedürfen, als auch chronische Zustände, die sich oftmals der westlichen Herangehensweise entziehen.

Gegenanzeigen: Keine

Preise und Bedingungen
Die Anamnese inklusive Puls- und Zungendiagnose dauert meist 1 bis 2 Stunden und liegt bei Kosten ab 60  Euro.
Behandlungen finden je nach Fall wöchentlich oder im Abstand mehrerer Wochen statt und kosten 40 bis 80 Euro. Chinesische Medizin wird von entsprechend ausgebildeten ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen ausgeübt, die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Behandlung leider noch nicht, wohl aber Private und Zusatzversicherungen.      
 

Autorin: Ina Frenzel

Quelle: Eigene Zusammenstellung

Datum: 13.10.2016

Hintergrund/ Kontext
Die zunehmende klinische Erfahrung seit dem Beginn von Akupunktur und Moxibustion wurde anhand daoistischer Prinzipien und Einflüssen aus dem Buddhismus und Konfuzianismus zu einem Medizinsystem ausgebaut.